:Eisenmann weiter gegen generelle Gebührenfreiheit für Kitas
Stuttgart (dpa/lsw) - In Baden-Württemberg müssen Eltern zunächst weiter Gebühren für die Kinderbetreuung in Kitas zahlen. Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) sprach sich abermals gegen eine generelle Gebührenfreiheit aus, wie es sie bereits in anderen Bundesländern gibt. "Jeder Cent, der in die Gebührenfreiheit gesteckt wird, fehlt anschließend bei der Qualität, bei den Fachkräften oder bei der Sprachförderung, also überall dort, wo wir das Geld dringend benötigen", sagte sie. Die Bundesmittel, die mit dem sogenannten Gute-Kita-Gesetz in die Länder fließen, sollen im Südwesten vorrangig für mehr Qualität eingesetzt werden. Darüber gebe es einen Konsens zwischen dem Land und den Kommunen, so die Ressortchefin.
Pädagogik
:"Parzival, Goethe - deswegen sind Waldorfschüler nicht weltfremd"
Über Waldorfschulen gibt es viele Vorurteile. Der Erziehungswissenschaftler Heiner Ullrich erklärt, warum Eltern ihr Kind dort anmelden.
Potsdam
:Tempelhof-Schöneberg ist Tagesmütter-Hochburg
Berlin (dpa/bb) - Der Bezirk Tempelhof-Schöneberg ist Hochburg der Tagesmütter und -väter in Berlin. 233 Tagespflegepersonen gab es 2017 dort laut neuem Statistischen Jahrbuch. Sie betreuten insgesamt rund 1000 Kinder. Auf Platz zwei steht der Bezirk Mitte mit 184 Tagesmüttern und rund 750 Kindern, gefolgt von Steglitz-Zehlendorf mit 173 Tagesmüttern und rund 640 Kindern. Die geringste Zahl solcher Betreuungspersonen gibt es in Lichtenberg (63, rund 250 Kinder).
Wiesbaden
:Streit um Digitalpakt: Kultusminister Lorz glaubt an Lösung
Wiesbaden (dpa/lhe) - Im Finanzstreit um den geplanten Digitalpakt für Schulen glaubt der neue Vorsitzende der Kultusministerkonferenz, Hessens Bildungsminister Alexander Lorz, an eine vernünftige Lösung. Dies sei auch in vielen bisherigen Vermittlungsverfahren zwischen Bundestag und Bundesrat möglich gewesen. "Ich bin zuversichtlich, dass sich das auch in diesem Fall ergeben wird", sagte Lorz im dpa-Interview in Wiesbaden. Wie ein solcher Kompromiss aussehen könnte, ließe sich derzeit noch nicht sagen: "Aber das ist ja das Wesen eines solchen Vermittlungsverfahrens."
Schulen
:Kultusminister-Chef warnt vor Scheitern des Digitalpakts
Erfurt (dpa) - Der scheidende Präsident der Kultusministerkonferenz, Helmut Holter, hat davor gewarnt, den Digitalpakt auf Eis zu legen. "Das Projekt kann und darf nicht scheitern", sagte Thüringens Bildungsminister in Erfurt. Der Linke-Politiker rechnet aber mit Verzögerungen.
Bremen
:Bremens Regierungschef: „50/50-Regelung muss weg“
Bremen (dpa/lni) - Bremens Regierungschef Carsten Sieling (SPD) hofft im Streit über eine Grundgesetzänderung für den Schul-Digitalpakt auf eine rasche Verständigung zwischen Bund und Ländern. "Wir brauchen den Digitalpakt, vor allem die Schüler, Eltern und Lehrer", sagte Sieling der Deutschen Presse-Agentur (dpa) in Bremen. Allerdings verteidigte er zugleich das Länder-Veto gegen die Grundgesetzänderung, durch den sich der für den 1. Januar geplante Digitalpakt mit seiner Milliarden-Förderung durch den Bund verzögert.
Schwerin
:Schwesig hofft auf Kompromiss zum Digitalpakt bis Februar
Schwerin (dpa/mv) - Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) dringt auf eine baldige Einigung im Bund-Länder-Streit um die Bildungsfinanzierung. "Allen ist klar, dass wir mehr in Bildung investieren müssen. Und da ist es auch gut, wenn der Bund uns unterstützt. Deshalb brauchen wir im neuen Jahr rasch einen Kompromiss zum Digitalpakt Schule", sagte Schwesig der Deutschen Presse-Agentur. Die SPD-Bundesvize sitzt mit im Vermittlungsausschuss von Bundesrat und Bundestag, der einen Einigungsvorschlag aushandeln soll. "Ziel muss es sein, bis zur nächsten Bundesratssitzung Mitte Februar gemeinsam ein Ergebnis zu finden", betonte Schwesig. Ohne eine Verständigung kann das fünf Milliarden Euro umfassende Investitionspaket des Bundes für die Schulen nicht starten.
Rostock
:Wirtschaft und Gesellschaft profitieren von Uni Rostock
Rostock (dpa/mv) - Im Mittelpunkt des Festjahrs zum 600. Geburtstag der Universität Rostock sollen nach Meinung von Unirektor Wolfgang Schareck die engen Verbindungen zwischen der Hanse-, der Hafen- und der Universitätsstadt liegen. "Es ist ein Alleinstellungsmerkmal, dass eine auf Handel ausgerichtete Stadt so stark auf Bildung setzt", sagte Schareck mit Blick auf das Jubiläumsjahr 2019 der Deutschen Presse-Agentur. Die Stadt sei sich bewusst, dass sie dank der Universität das Potenzial hat, sich stetig weiterzuentwickeln. "Sie profitiert wirtschaftlich und gesellschaftlich und kann sich mit den jungen Leuten, die kommen und auch hier bleiben, verjüngen." Für die Jahre 2018/19 stehen der Universität eine knappe Million Euro zur Verfügung.
Hannover
:Schwieriges Vermittlungsverfahren bei Digitalpakt
Hannover (dpa) - Im Streit um eine Grundgesetzänderung für den Schul-Digitalpakt geht Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) von einem schwierigen Einigungsprozess aus. "Das wird kein leichtes Vermittlungsverfahren werden, aber Niedersachsen geht in dieses Verfahren mit sehr viel gutem Willen und einer ausgeprägten Portion Pragmatismus", sagte Weil der Deutschen Presse-Agentur in Hannover. Die Vertreter von Bundesrat und Bundestag müssten sich im Vermittlungsausschuss auf die Frage konzentrieren, wie es gelingen könne, die geplanten fünf Milliarden Euro für die Digitalisierung an die Schulen zu bringen, sagte Weil.
Bildung
:Hochschulen fordern Pakt zur Digitalisierung der Unis
Berlin (dpa) - Wie die Schulen wünschen sich auch die deutschen Universitäten einen Digitalpakt einschließlich zusätzlicher Bundesmittel, um mehr digitale Technik anschaffen zu können. Vorlesungen könnten so zuhause verfolgt werden, mit interaktiven Formaten könne auf ein unterschiedliches Lerntempo Rücksicht genommen werden, sagte der Präsident der Hochschulrektorenkonferenz, Peter-André Alt, der "Stuttgarter Zeitung" und den "Stuttgarter Nachrichten". Dies sei wichtig angesichts der wachsenden Heterogenität der Studenten.
Schulen
:Kultusminister: Schulen werden mehr Lehrer brauchen
Wiesbaden (dpa) - Mit steigenden Anforderungen für die Schulen wird nach Einschätzung des neuen Vorsitzenden der Kultusministerkonferenz (KMK), Alexander Lorz, der Lehrerbedarf weiter wachsen.
Mainz
:Auch 2018 achtstellige Verluste bei der Mainzer Unimedizin
Mainz (dpa/lrs) - Die Mainzer Universitätsmedizin muss auch 2018 Verluste im zweistelligen Millionenbereich hinnehmen. Der Jahresabschluss liege noch nicht vor, sagte der Aufsichtsratschef und rheinland-pfälzische Wissenschaftsstaatssekretär Salvatore Barbaro (SPD) am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. "Das Defizit wird sich aber zwischen 30 und 40 Millionen Euro bewegen." 2017 hatte das Minus der einzigen rheinland-pfälzischen Uniklinik 33,2 Millionen Euro betragen. Barbaro verwies auf gestiegene Personalkosten, strukturelle Zwänge sowie Schließungen unrentabler Bereiche bei umliegenden Privatkliniken zuungunsten der Universitätsklinik.
Wiesbaden/Frankfurt (dpa/lhe) - Hessen erhält am 1. Januar seine 14. Hochschule: Zum Jahreswechsel wird die international renommierte Frankfurter Städelschule offiziell vom Land übernommen, wie das Kunstministerium in Wiesbaden am Freitag mitteilte. Die traditionsreiche Kunstakademie wurde bisher von der Stadt Frankfurt in Eigenregie betrieben.
Magdeburg
:Kampf gegen Lehrermangel: Tullner will mehr Anreize setzen
Magdeburg (dpa/sa) - Sachsen-Anhalts Bildungsminister Marco Tullner (CDU) will mehr Anreize im Kampf gegen den Lehrermangel setzen. Anders lasse sich Personal kaum noch steuern, sagte der CDU-Politiker der Deutschen Presse-Agentur. Als erfolgreiches Beispiel nannte er die Zulagen für schwer besetzbare Stellen. Im Jahr 2018 wurden knapp 80 Posten, die zuvor immer wieder leer geblieben waren, mit der Zulage versehen. Knapp die Hälfte davon konnte besetzt werden. "Das lässt die These zu, von einem funktionierenden Anreiz zu sprechen", sagte Tullner.
Stuttgart
:Kampf gegen Lehrermangel: Baden-Württemberg gut gerüstet
Stuttgart (dpa/lsw) - Baden-Württemberg sieht sich im Kampf gegen den Lehrermangel für die kommenden Jahre gut gerüstet. "Der Lehrermangel ist derzeit eine Herausforderung und in diesem Jahr durch die Pensionierungswelle außerordentlich groß", sagte Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU). "Ich rechne aber damit, dass sich die Lehrerversorgung in den kommenden Jahren schrittweise bessern wird."
Erfurt
:KMK-Chef fordert mehr Vergleichbarkeit in Lehrerausbildung
Erfurt (dpa/th) - Der scheidende Chef der Kultusministerkonferenz (KMK), Helmut Holter (Linke), hat sich für mehr Vergleichbarkeit der Lehrerausbildung in den Bundesländern ausgesprochen. "Ich würde mir wünschen, dass wir zu einer Harmonisierung in der Lehramtsausbildung kommen, damit sie dann auch vergleichbarer ist", sagte Holter der Deutschen Presse-Agentur. Weil Bildung und die Lehrerausbildung Sache der Länder seien, habe sich jedes Bundesland eigene Regeln gegeben. Die Lehramtsabschlüsse seien nicht in jedem Fall vergleichbar.
Wiesbaden
:Kultusminister Lorz fordert Ausbau der Lehrerausbildung
Wiesbaden (dpa/lhe) - Im Kampf gegen den Lehrermangel plädiert der neu gewählte Vorsitzende der Kultusministerkonferenz (KMK), Hessens Bildungsminister Alexander Lorz (CDU), für einen langfristig angelegten Ausbau von Studienplätzen. So sei beispielsweise Hessen zwar auf einem guten Weg, mit den bereits aufgestockten Ausbildungskapazitäten den Bedarf für die Neubesetzung von Stellen ab dem Jahr 2023 decken zu können. "Aber da ist noch nicht viel Puffer drin", mahnte Lorz.
Schwerin
:Bundesfinals „Jugend trainiert“: Medaillen für MV-Sportler
Schwerin (dpa/mv) - Rund 450 Nachwuchssportler aus Mecklenburg-Vorpommern haben es im zu Ende gehenden Jahr in die Bundesfinals von Jugend trainiert für Olympia und Jugend trainiert für Paralympics geschafft. Wie Bildungs- und Sportministerin Birgit Hesse (SPD) am Donnerstag mitteilte, stiegen Schüler aus dem Nordosten in neun Wettbewerben auf das Podest.
München
:Gymnasiallehrer fordern: Schüler sollen mehr schafkopfen
München (dpa/lby) - Steht Schafkopf bald auf dem Stundenplan der Schulen im Freistaat? Für den Bayerischen Philologenverband wäre das durchaus wünschenswert. Weniger Schüler als früher spielten inzwischen das traditionelle Kartenspiel, erklärte der Vorsitzende Michael Schwägerl. Schafkopf müsse daher an den Schulen gefördert werden. "Wir wünschen uns, dass das Kartenspiel gerade in digitalen Zeiten wieder mehr an Bedeutung gewinnt, auch in der Schule", heißt es in einer Mitteilung des Verbandes der Lehrkräfte an Gymnasien und Beruflichen Oberschulen. Der Kultusminister zeigt sich offen.
Augsburg
:Uniklinikum Augsburg geht zum Jahreswechsel an den Start
Augsburg (dpa/lby) - Vom 1. Januar an hat Bayern ein sechstes Universitätsklinikum. Zu diesem Zeitpunkt geht das bislang kommunale Augsburger Krankenhaus in die Trägerschaft des Freistaats über und wird ein Uniklinikum. Der Festakt dazu ist am 9. Januar geplant.
Mainz
:Rheinland-Pfalz: 99 Grundschulen lehren keine Schreibschrift
Mainz (dpa/lrs) - An 99 Grundschulen in Rheinland-Pfalz wird keine Schreibschrift mehr gelehrt. Stattdessen setzten diese Schulen auf eine einheitliche Grundschrift, wie aus der Antwort des Bildungsministeriums auf eine Große Anfrage aus der CDU-Fraktion im rheinland-pfälzischen Landtag hervorgeht. 20 weitere Grundschulen planen demnach aktuell die Einführung der Grundschrift.
Israel
:Gemeinsam lernen unter Davidstern und Halbmond
An den Hand-in-Hand-Schulen in Israel sitzen jüdische und muslimische Kinder in einer Klasse. Dieses Miteinander, so die Hoffnung, sollen sie eines Tages in die Gesellschaft tragen.
Berlin
:Jeder zehnte Schüler verlässt Schule ohne Abschluss
Berlin (dpa/bb) - Etwa jeder zehnte Schüler in Berlin verlässt die Schule ohne Abschluss. Im Schuljahr 2016/17 waren unter den rund 28 900 Abgängern rund 3000 junge Leute ohne Abschluss, wie aus dem neuen Statistischen Jahrbuch hervorgeht. Unter den wenig erfolgreichen Abgängern waren etwas mehr Schüler (rund 58 Prozent) als Schülerinnen. Das Abitur erreichte hingegen gut jeder zweite Berliner Schulabgänger (rund 14 500). Eine im Jahr 2017 veröffentlichte Studie der Caritas zeigte, dass Berlin beim Schulabschluss zu den Schlusslichtern gehört. Nur Sachsen-Anhalt stand noch schlechter da.
Göppingen
:Indoor-Skateboard-Anlage für Göppinger Schüler
Göppingen (dpa/lsw) - Regen und Schnee vermiesen Skateboard-Freunden an einem Göppinger Gymnasium nicht mehr den Spaß: Blaue Flecken können sie sich jetzt auch drinnen holen. Das Freihof-Gymnasium hat seit Oktober eine Indoor-Skateboard-Anlage. Sportlehrer Daniel Schindler zufolge ist es die bisher einzige schulische überdachte "Bowl" aus Beton bundesweit - und er muss es als Landesfachwart für Skateboard beim Deutschen Rollsport und Inline-Verband wissen. Eine "Bowl" - auf Deutsch "Schüssel" - ermöglicht im Gegensatz zu einer Halfpipe auch das Skaten im Rund und in Kurvenlage.
Berlin
:GEW fordert bessere Bezahlung der Erzieher
Berlin (dpa/bb) - Die Bildungsgewerkschaft GEW fordert vom Berliner Senat mehr Anstrengungen, um Erzieherinnen und Erzieher besser zu bezahlen. Die Gehaltslücke im Vergleich zu anderen Bundesländern müsse geschlossen werden, um dem Mangel an Fachkräften entgegenzuwirken, sagte die GEW-Landesvorsitzende Doreen Siebernik der Deutschen Presse-Agentur. Gelegenheit dazu biete die am 21. Januar beginnende Tarifrunde für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst der Länder. Hier stehe der aktuelle Vorsitzende der Tarifgemeinschaft der Länder (TdL), Berlins Finanzsenator Matthias Kollatz (SPD), in der Verantwortung.
Schulen
:"Absetzbewegung der Mittelschicht"
Warum boomen Privatschulen gerade im Osten? Ein Gespräch mit dem Bildungsforscher Marcel Helbig.
Studium
:Der Professor und sein Robo-Assistent
An der Uni Marburg experimentiert der Anglist Jürgen Handke mit Robotern in der Lehre. Der Gipfel der Digitalisierung - doch Handke und sein Team besteigen ihn allein.
Frankfurt am Main
:Uni-Präsidentin lehnt Begriffe wie Bildungs-Absteiger ab
Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Bildungs-Aufsteiger, Bildungs-Absteiger - die Präsidentin der Frankfurter Goethe-Universität, Birgitta Wolff, hält diese Begriffe für gefährlich. "Mit so einer Rhetorik muss man extrem vorsichtig sein", sagte Wolff der Deutschen Presse-Agentur. "Ich finde diese Labels total nutzlos." Sie stempelten Menschen ab, wo es kein Besser oder Schlechter gebe.
Dresden
:Videos erschweren blinden Studenten die Teilhabe
Dresden (dpa/sn) - Videos erschweren blinden Studenten die Teilhabe an den Seminaren. An der Technischen Universität Dresden wird versucht, Abhilfe zu schaffen: Eine Arbeitsgruppe Studium für Blinde und Sehbehinderte übersetzt das Material aufwendig barrierefrei. Ohne diese Übersetzung sei der Inhalt für sie nicht nachvollziehbar. "Vor allem in der Psychologie, in der Verkehrs- und Ingenieurstechnologie haben wir sehr viele Videos mit irgendwelchen Fahrzeugen, Menschen und Ampeln", sagte Anja Winkler, selbst sehbehindert und Pädagogin in der Gruppe.
Promotion
:Armer, kranker Doktor
Wer einen Doktortitel anstrebt, leidet häufiger unter psychischen Störungen. Da hilft nur eins: den Allermeisten die Promotion zu verbieten.
Düsseldorf
:Rund fünf Prozent Unterrichtsausfall an den Schulen in NRW
Düsseldorf (dpa/lnw) - An den Schulen in Nordrhein-Westfalen sind im vergangenen Schuljahr 5,1 Prozent des Unterrichts ausgefallen. Ersatzlos gestrichen wurden davon 3,8 Prozent der Stunden, teilte Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) am Freitag mit. 1,3 Prozent des Ausfalls wurde mit eigenverantwortlichem Arbeiten kompensiert. Damit lag der Unterrichtsausfall im Schuljahr 2017/18 höher als 2015/16, als er mit einer Stichprobenmessung auf 3 Prozent geschätzt wurde.
Erfurt
:Unterrichtsausfall in Thüringen erneut gestiegen
Erfurt (dpa/th) - An Thüringer Schulen ist erneut mehr Unterricht ausgefallen. Der Anteil lag im Erhebungszeitraum im November bei 6,6 Prozent an allgemeinbildenden Schulen, wie das Thüringer Bildungsministerium am Freitag mitteilte. Im Vorjahresmonat lag er noch bei 5,5 Prozent. Allerdings wird seit diesem Jahr auch sogenannte Stillarbeit, bei der sich Schüler weitgehend selbstständig mit Aufgaben beschäftigen, als Ausfall gewertet. Würde man diese herausrechnen, läge der Anstieg bei 0,5 Prozentpunkten. Der Anteil der Stillarbeit lag den Angaben zufolge in diesem November bei 0,6 Prozent. Zeitraum der Erhebung war die letzte Novemberwoche.
Studium
:Wo die Schwächsten ausgebeutet werden
Deutsche Universitäten verfügen über zu wenig Geld und Personal, um international glänzen zu können. Kein Wunder, dass sie in Ranglisten schlecht abschneiden.
Bildung
:BA will zusätzliche Berufsberater in Schulen schicken
Nürnberg (dpa) - Die Bundesagentur für Arbeit (BA) will vom kommenden Jahr an mehr als 950 zusätzliche Berufsberater in Schulen schicken. Sie sollen vor allem in den Oberstufen der Gymnasien beraten, sagte BA-Chef Detlef Scheele.
München
:1,7 Millionen Schüler freuen sich auf Weihnachtsferien
München (dpa/lby) - Rund 1,7 Millionen Schüler und 150 000 Lehrer in Bayern haben an diesem Freitag den letzten Schultag des Jahres. An Heiligabend beginnen im Freistaat die zweiwöchigen Weihnachtsferien - in weiten Teilen des Landes ohne den von vielen erhofften Schnee. Am 7. Januar geht es wieder los, dann beginnt der Endspurt bis zu den Zwischenzeugnissen. Diese erwarten Schüler, Eltern und Lehrer am 15. Februar.
München
:Musikhochschule zieht Konsequenzen aus Missbrauchsvorwürfen
München (dpa/lby) - Nach Missbrauchsvorwürfen gegen ihren ehemaligen Präsidenten zieht die Hochschule für Musik und Theater München (HMTM) Konsequenzen. Künftig ist beispielsweise der Unterricht in Privaträumen verboten. "Das Verbot von Unterricht in Privaträumen ist notwendig, um eine deutliche Trennung zwischen Privatem und Beruflichem herzustellen", sagte der aktuelle Präsident der HMTM, Bernd Redmann, laut Mitteilung vom Donnerstag. Das sei in der Senatssitzung beschlossen worden. "Die Entscheidung ist uns aber nicht leicht gefallen. Die große Raumnot an einigen unserer Standorte wird sich durch diese Maßnahme weiter verschärfen."
Mainz
:Gewerkschaft sieht mangelnde Abdeckung von Unterricht
Mainz (dpa/lrs) - Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Rheinland-Pfalz (GEW) hat dem Bildungsministerium Schönfärberei bei der Unterrichtsabdeckung an Grundschulen vorgeworfen. "Die Realität an den Schulen ist leider etwas angespannter als vom Bildungsministerium dargestellt", sagte Klaus-Peter Hammer, GEW-Vorsitzender in Rheinland-Pfalz, am Donnerstag. Bildungsministerin Stefanie Hubig (SPD) hatte am Dienstag bei der Vorstellung der Schulstatistik von einem neuen Bestwert bei der Abdeckung des Unterrichts mit Lehrern gesprochen. In Grundschulen ist die rechnerische Abdeckung mit 100,3 Prozent am höchsten.
Stuttgart
:Institute für mehr Qualität im Bildungswesen: Start im März
Stuttgart (dpa/lsw) - Die zwei neuen Institute zur Lehrerfortbildung und Verbesserung der Unterrichtsqualität an Schulen gehen voraussichtlich Anfang März an den Start. Bis dahin müsse der Landtag noch die entsprechenden Regelungen ändern, teilte eine Sprecherin des baden-württembergischen Kultusministeriums am Donnerstag in Stuttgart mit. Das Kabinett hatte bereits Mitte Oktober grünes Licht für das Zentrum für Schulqualität und Lehrerbildung (ZSL) und das Institut für Bildungsanalysen Baden-Württemberg (IBBW) gegeben.
Schule
:Revolution beim Schulranzen
Drei Kölner Firmengründer haben den Markt für Schulrucksäcke aufgemischt. Sie setzen auf Ergonomie und wechselndes Design. Inzwischen werden sie sogar nachgeahmt.
SZ MagazinGroße Pause mit Frau W.: die Lehrerkolumne
:"Dürfen wir uns schick anziehen?"
Mit einer Klasse eine Theateraufführung zu sehen, empfindet Frau W. als großes Privileg und Highlight des Schuljahres. Dabei muss sie auch die Gretchenfrage beantworten, ob die Schüler danach Bier trinken dürfen.
Berlin
:AfD-Abgeordneter regt neues Gespräch mit Waldorfschule an
Berlin (dpa/bb) - Der Berliner AfD-Abgeordnete, dessen Kind wegen seiner politischen Tätigkeit von einer Waldorfschule abgelehnt wurde, hat die Einrichtung zu einem neuen Gespräch aufgefordert. "Wir würden uns freuen, wenn die Schule ihre Entscheidung angesichts der Debatten der letzten Tage noch einmal überdenkt und auf uns zukommt", sagte der Politiker, am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. Aus Rücksicht auf sein fünfjähriges Kind will er nicht namentlich genannt werden.
Knobelei der Woche
:Wie verteilen Sie die Kartons?
Ein kleines Rätsel zur Auflockerung des Büroalltags gefällig? Diesmal müssen Versandboxen befüllt werden.
Neu-Ulm
:Einsturzgefährdete Sporthalle in Neu-Ulm geschlossen
Neu-Ulm (dpa/lby) - Wegen akuter Einsturzgefahr ist in Neu-Ulm die Sporthalle einer Schule gesperrt worden. "Bei einer routinemäßigen Untersuchung wurde festgestellt, dass das Hallendach erhebliche Mängel aufweist und die Tragfähigkeit bei Schnee, Eis und Regen nicht mehr gewährleistet ist", teilte das Landratsamt am Mittwoch mit. Die Behörde prüft nun, ob durch kurzfristige Sicherungsmaßnahmen die Halle bald wieder für den Sport freigegeben werden kann. Später soll die Schulsporthalle saniert werden.
Berlin
:Leipziger HHL: Auszeichnung als beste Gründerhochschule
Leipzig/Berlin (dpa/sn) - Die Leipziger HHL ist erneut als eine der drei besten deutschen Gründerhochschulen ausgezeichnet worden. Das teilte der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft am Mittwoch in Berlin mit. Die private HHL Leipzig Graduate School of Management erhielt die Ehrung in der Kategorie kleine Hochschulen mit bis zu 5000 Studenten und verteidigte ihren Spitzenplatz aus dem Vorjahr. Die beste große Gründerhochschule ist die TU München, die beste mittlerer Größe ist die Carl von Ossietzky Universität in Oldenburg. Als Gründerhochschule wird eine Universität bezeichnet, die den Gründergeist ihrer Absolventen besonders fördert.
Stuttgart
:Eisenmann kritisiert Gute-Kita-Gesetz als nicht verlässlich
Stuttgart (dpa/lsw) - Die baden-württembergische Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) hat das Gute-Kita-Gesetz des Bundes als nicht weitreichend genug kritisiert. "Man bleibt halt wieder auf halber Strecke stehen", sagte Eisenmann am Mittwoch im Landtag. Zwar begrüße sie grundsätzlich das Gesetz. "Ich würde es noch mehr begrüßen, wenn es nicht ein Gesetz wäre, das von einer Begrenzung bis 2022 ausgeht." Bei einer dauerhaften Finanzierung und Verlässlichkeit wäre es ein Sehr-Gute-Kita-Gesetz. Es gebe zwar 720 Millionen Euro für den Südwesten, "aber eben nicht dauerhaft und eben nicht verlässlich". Eisenmann sprach sich auch gegen Pläne der Südwest-SPD für ein Volksbegehren für gebührenfreie Kitas aus.
Dresden
:Petition für Schulbesuch von Flüchtlingskindern gestartet
Dresden (dpa/sn) - Flüchtlingskinder sollen in Sachsen so früh wie möglich in Schulen oder Kindergärten gehen dürfen - unabhängig davon, wie lange sie im Land sind. Eine entsprechende Online-Petition haben am Mittwoch der sächsische Flüchtlingsrat und die Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft gestartet. Bildung sei ein Menschenrecht und gelte für jedes Kind, heißt es darin. "Dabei ist es vollkommen unwichtig, ob jemand mehrere Monate, Jahre oder ein ganzes Leben in Sachsen bleiben wird." In den Erstaufnahmeeinrichtungen zu unterrichten, wie es die Landesregierung derzeit plant, ersetze nicht den Unterricht in Regelschulen.
Bildung
:Studenten meutern gegen Projekt „Cyber Valley“
Tübingen (dpa) - Kurz vor Mittag ist im Hörsaal 21 das Licht aus - jemand schläft darin. Im Foyer vor der Tür stehen Kaffeemaschinen auf dem Boden. An der Wand lehnen Rucksäcke und Körbe mit Lebensmitteln.
ExklusivBildung
:Privatschulen werden beliebter - und immer elitärer
Schüler der nichtöffentlichen Lehranstalten kommen zunehmend aus besser verdienenden und gebildeten Familien. Für die Privatschulen ist diese Entwicklung heikel.
Magdeburg
:Tullner: Ziel von 1000 neuen Lehrern wird erreicht
Magdeburg (dpa/sa) - Sachsen-Anhalt erreicht nach Regierungsangaben sein Ziel, 1000 Lehrer binnen eines Jahres einzustellen. Es gebe bereits 932 unterschriebene Verträge und mehr als 140 feste Zusagen, sagte Bildungsminister Marco Tullner (CDU) der Deutschen Presse-Agentur. Die neuen Pädagogen träten zu unterschiedlichen Daten, jedoch spätestens zum 1. Februar ihren Dienst an. Im Kampf gegen den Lehrermangel hatten Landesregierung und Landtag im Frühjahr beschlossen, deutlich mehr Personal einzustellen. Damit reagierten sie auch auf die Forderungen einer erfolgreichen Volksinitiative.
Bad Ems
:613 000 Teilnehmer bei Weiterbildungen im Jahr 2017
Bad Ems (dpa/lrs) - Rund 613 000 Teilnehmer haben die öffentlich anerkannten Anbieter von Weiterbildung in Rheinland-Pfalz im Jahr 2017 gezählt. Das teilte das Statistische Landesamt in Bad Ems mit. Dabei ging es besonders um Volkshochschulen. Nach den Angaben waren es 2017 somit 24 900 Teilnehmer (3,9 Prozent) weniger als 2016. Im Vergleich zu 2007 sank ihre Zahl um 163 000 (minus 21 Prozent).