Skandale in der Finanzbranche – Credit Suisse

Bei der Schweizer Bank Credit Suisse waren es zwar nicht die eigenen Büroräume, die die Fahnder durchkämmten, dafür aber mehrere Privathäuser deutscher Kunden. Mit Hilfe von Scheinversicherungen einer Tochterfirma aus Bermuda sollen diese laut Angaben des Handelsblattes den Fiskus betrogen haben - im Schnitt um 500.000 Euro. Einzelne sollen gar zwölf Millionen und mehr unterschlagen haben. Credit Suisse verteidigte sich mit der Aussage, dass die Versicherungsprodukte schon seit einiger Zeit nicht mehr in Deutschland angeboten würden. Zudem seien alle Kunden im Vorfeld darauf hingewiesen worden, dass die Steuerpflicht bei ihnen selbst liege.

Doch nicht nur die Kunden von Credit Suisse, auch die Bank selbst steht im Fokus der Staatsanwälte: In den USA reichte die New Yorker Staatsanwaltschaft Klage ein. In den Jahren 2006 und 2007 soll die Bank beim Verkauf von maroden Hypothekenpapieren irreführende Angaben gemacht und Investoren so mehr als elf Milliarden Dollar verloren haben.

Bild: Bloomberg 31. Dezember 2012, 14:212012-12-31 14:21:33 © Süddeutsche.de/ratz/jab