General Motors soll ein völlig neuer Konzern werden: Jetzt hat ein Konkursgericht den Weg für einen umfassenden Umbau des Autoherstellers frei gemacht.
Es ist die Chance für ein Weiterleben in Teilen: Ein US-Konkursgericht hat die umfassenden Restrukturierungspläne des krisengeschüttelten US-Autokonzerns General Motors genehmigt.
Die US-Regierung kann sich nach dem Urteil des Konkursgerichts die profitabelsten Teile von GM sichern. Sie hatte gedroht, die Finanzierung des Autobauers zurückzuziehen. (© Foto: AP)
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Damit ist der Weg frei für das Vorhaben der US-Regierung, im Insolvenzverfahren möglichst schnell die profitabelsten Teile des einst weltgrößten Autobauers in ein neues, überwiegend staatliches Unternehmen auszugliedern. "Wenn General Motors abgewickelt wird, bleibt nichts für die Aktionäre", begründete Bundesrichter Robert Gerber den Beschluss am Sonntag.
Drohgebärde der US-Regierung
GM hatte im Vorfeld des Urteils eindringlich für eine Genehmigung durch das Gericht geworben. Alles andere hätte katastrophale und unumkehrbare Folgen für den Konzern und die gesamte Autoindustrie, sagte GM-Anwalt Harvey Miller in der vergangenen Woche. Die Regierung hatte gedroht, sie könnte sich nach dem 10. Juli von der Finanzierung der GM-Insolvenz zurückziehen.
Das Schicksal der Opel-Mutter lag seit Donnerstag in der Hand des Bundesrichters. Er musste rund einen Monat nach dem GM-Antrag auf Insolvenz darüber entscheiden, ob der Traditionskonzern seine Filetstücke wie geplant schnell an Staat, Gewerkschaften und Gläubiger verkaufen darf.
Die US-Regierung stützte GM während des Verfahrens mit Milliardenhilfen und will gemeinsam mit Kanada als künftiger Eigentümer einsteigen. Einer schnellen Genehmigung des Verkaufs stellte sich jedoch eine Gruppe von Gläubigern in den Weg, die ein klassischeres Verfahren nach dem US-Gläubigerschutz "Chapter 11" favorisieren und sich bei den staatlichen Rettungsbemühungen übergangen fühlen.
Chevrolet und Cadillac bleiben erhalten
Ein "neuer GM-Konzern" soll die wertvollsten Sparten wie die Marken Chevrolet und Cadillac erhalten. Die übrigen Teile sollen abgewickelt werden. Die deutsche GM-Tochter Opel wurde von der Bundesregierung vor dem Insolvenzverfahren gerettet.
Mit Vermögenswerten von rund 82 Milliarden und Verbindlichkeiten von rund 173 Milliarden Dollar zu Ende März war die GM-Insolvenz die drittgrößte in der Geschichte der US-Wirtschaft. Nur die "Chapter 11"-Verfahren der US-Bank Lehman Brothers und des Telekommunikationskonzerns Worldcom waren größer.
Unterdessen wurde bekannt, dass Opel der Zugang zum US-Markt voraussichtlich weiterhin verwehrt bleibt. In China hingegen darf das Rüsselsheimer Unternehmen sein vorhandenes Händlernetz weiter beliefern. Dies berichtet das Handelsblatt.
Voraussichtlich werde der deutsche Autobauer zudem ab 2012 in Kanada aktiv werden können. Darüber hinaus erwägen Magna und Opel offenbar, für den russischen Markt eine neue Marke zu etablieren.
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(sueddeutsche.de/Reuters/kfa/hgn)
Linke-Parteitag in Göttingen
Wer hätte das gedacht das der Erzkapitalist USA, einmal eine verstaatlichung von Schlüßelindusdrieen durchzieht, verkehrte Welt.
Nur unsere Döspaddel in Berlin zahlen freundlich und halten sich aus allem raus,
so geschehen bei den von Bankstern verursachten Verwerfungen, ja man kann sagen massenhaften Straftaten, die keinen Staatsanwalt hierzulande auf den Plan rufen, wo leben wir eigentlich ?
Bei uns schauen nicht die Aktionäre und Gläubiger in die Röhre sondern die Bürger.
Das Beste behalten die Aktionäre und den Müll räumen die Steuerzahler auf.
Wir haben den abartigsten Staatskapitalismus überhaupt.
Wer auch sonst? Das kann man nur noch in Deutschland machen, nämlich die Hand aufhalten und dafür strikte zurückhaltung des Staates fordern. Überall anders auf der Welt ist man von dem Gejammer des Staates als schlechter Unternehmensführer aber als guter Geldgeber wenig beeindruckt. Keiner ist so doof und bezahlt ohne dafür Gegenleistungen zu erhalten. Naja, bis auf Michelland eben.