Bundespräsident Gauck wirbt für eine tolerante Sicht auf den Islam und einen offenen Diskurs über Integration. Er schließt sich der Äußerung seines Vorgängers, der Islam gehöre zu Deutschland, an - schränkt jedoch den Satz von Christian Wulff in einem wesentlichen Punkt ein.
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"Deutschland bekennt sich nachdrücklich zur Zwei-Staaten-Lösung": Bei seinem Besuch im Westjordanland sichert Joachim Gauck Palästinenserpräsident Abbas Unterstützung zu. Kritik an Israel vermeidet er aber.
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Joachim Gauck spricht von der Sicherheit Israels nicht als deutscher "Staatsräson" - wie Kanzlerin Merkel. Auch den Satz seines Vorgängers Wulff, der Islam gehöre zu Deutschland, vermeidet er. Wer dahinter billige Retourkutschen vermutet, liegt falsch. Gaucks Entscheidung zeigt vielmehr, dass dieser Bundespräsident sich bewusst ist, welche Konsequenzen Worte haben können.
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Nico Friedmehr...
In Israel ist die Entrüstung über Grass zwar groß, doch das gute Verhältnis Merkels zu Jerusalem wird dadurch nicht beschädigt. Die Kanzlerin hat schon vor vier Jahren in absoluter Klarheit Solidarität bekundet - auch in Sachen Iran. Und Israel braucht Deutschland als einen der wenigen verbliebenen wohlwollenden Partner.
Von
Daniel Brösslermehr...
Saudi-Arabien in einem Boot mit Israel und Ägypten: Die verschlungenen Konfliktlinien im Nahen Osten sorgen für neue, ungewöhnliche Bündnisse.
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Tomas Avenariusmehr...
Gerade erst hat Barack Obama die Schließung Guantanamos verkündet, schon wendet sich der neue US-Präsident dem nächsten Krisenherd zu - dem Nahen Osten.
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In der amerikanischen Nahost-Politik zeichnet sich eine drastische Wende ab. Das Weiße Haus signalisierte vor einem Treffen zwischen US-Präsident Bush und dem israelischen Ministerpräsidenten Scharon Zugeständnisse an Israels Siedlungspolitik.
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Es wäre eine Wende in der Nahostpolitik der Amerikaner: Nachdem die Bush-Regierung die Hamas jahrelang als Terrororganisation ignoriert hat, will der künftige Präsident Obama einem Bericht zufolge vorsichtig Kontakt aufnehmen.
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Abkehr vom harten Kurs: Irans Präsident Ahmadinedschad würde die Zwei-Staaten-Lösung unterstützen, wenn sich die Palästinenser mit Israel einigen.
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Durch erschreckende Naivität hat Obama ein Annähern zwischen Israelis und Palästinensern verspielt. Nun muss der US-Präsident aufräumen, was er mit angerichtet hat.
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Peter Münchmehr...
Angela Merkel gehe lieber zu Wagner-Festspielen, statt in der Nahost-Krise klare Worte zu sprechen, klagt der Grünen-Fraktionschef Fritz Kuhn. Den Vorsitzenden von FDP und CSU wirft er "Flucht aus der Verantwortung" vor.
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Jürgen Möllemann hat der FDP eine Antisemitismus-Debatte beschert und damit für Unmut gesorgt. Mehrere Parteiprotagonisten bemühten sich, die FDP auf gleiche Distanz zu Israelis und Palästinensern zurückzubringen.
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Bernd Oswald, Mannheimmehr...
Systematische Verdrängung und "Obstruktionspraktiken" gegen die Palästinenser: Die EU-Staaten erteilen ihrem Verbündeten Israel wegen der Siedlungspolitik eine scharfe Rüge: Auslöser ist ein interner Bericht, der sich äußerst kritisch mit der Landnahme im Westjordanland auseinandersetzt. Die Bereitschaft wächst, die Palästinenser bei ihrer Staatsgründung auch gegen den Willen Israels zu unterstützen.
Von
Peter Münch, Tel Avivmehr...
Ägypten ist seit 1979 einer der größten Empfänger amerikanischer Auslandshilfe. Weil das Land 19 amerikanische Stiftungsarbeiter vor Gericht stellen will, droht Washington nun mit dem Ende der Militärhilfe. Ägyptens Machthaber wiederum werfen den USA vor, die Unruhen im Land zu schüren.
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Reymer Klüver, Washingtonmehr...
Meinung
Es ist nicht Wladimir Putins erster Wahlkampf, aber der erste, der den Namen auch verdient. Das Fundament, auf dem seine Macht gebaut ist, erodiert. Zum Präsidenten wird der derzeitige Premier wohl noch einmal gewählt, aber das russische Volk drängt auf einen Umbruch - hin zu Demokratie und einer westlichen politischen Kultur. Putin hat bisher nicht den Eindruck gemacht, dafür bereit zu sein: Russland steht vor unruhigen Zeiten.
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Frank Nienhuysenmehr...
Exklusiv
Er gilt als einer der erfahrensten Nahost-Experten im Auswärtigen Amt: Andreas Reinicke. Jetzt soll er Sonderbeauftragter der Europäischen Union für den Friedensprozess zwischen Israelis und Palästinensern werden, doch Reinicke übernimmt den Job in einer kritischen Phase.
Von
Daniel Brösslermehr...
Bei der konstituierenden Sitzung des von Islamisten geprägten neuen ägyptischen Parlaments ist es zu Auseinandersetzungen gekommen: Mehrere Abgeordnete wollten den Eid auf die Verfassung nicht mit der vorgeschriebenen Formel ablegen.
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Newt Gingrich erklärt den Konflikt um das Heilige Land: Der aussichtsreiche Anwärter auf die republikanische Präsidentschaftskandidatur pöbelt gegen Palästinenser, nennt den Friedensprozess "wahnhaft" - und hat für Barack Obamas Nahost-Politik einen "Kuschelhäschen"-Vergleich parat.
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Dankbar und erleichtert waren die iranischen Fischerleute als amerikanische Soldaten sie aus den Fängen von Piraten befreien. Doch auch den USA kommt der Vorfall überaus gelegen: Retter war nämlich genau jene Militäreinheit, die vor wenigen Tagen den Zorn Teherans auf sich gezogen hatte.
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Die Regierung in Washington freut sich: Erstmals nach 62 Jahren exportieren die USA mehr Ölprodukte als sie einführen. Das Land muss nun weniger Rücksicht auf Öllieferanten aus dem labilen Nahen Osten nehmen - doch zugleich wächst die Macht einer amerikanischen Lobbygruppe.
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Nikolaus Pipermehr...
Der US-Präsident wird seinen Worten keine Taten folgen lassen: Einen palästinensischen Staat wird es in diesem Monat nicht geben. Selten zuvor hat ein amerikanischer Präsident seine internationale Agenda so klaglos aufgegeben. Wenn einer keine Hoffnungen mehr nähren kann für Nahost, dann Obama.
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Stefan Korneliusmehr...
"Frieden ist harte Arbeit": US-Präsident Obama hat vor der UN-Vollversammlung an die Palästinenser appelliert, ihren Antrag auf Aufnahme als Vollmitglied zurückzuziehen. Nur direkte Verhandlungen zwischen Israel und Palästinensern könnten eine dauerhafte Lösung für den Nahen Osten bringen. Zwar wird Obamas Rede kaum mehr Einfluss auf Palästinenser-Präsident Abbas haben, um ein Veto könnte der US-Präsident aber dennoch herumkommen.
Von
Daniel Brössler, New Yorkmehr...
Den konservativen Senat in Frankreich gibt es nicht mehr: Sozialisten, Kommunisten, Grüne und andere Linke haben mit dem Oberhaus der Republik eine konservative Bastion eingenommen. Der Wahlausgang ist mehr als eine Palastrevolution: Präsident Sarkozy und seine gaullistische UMP-Partei haben das ländliche Frankreich verloren.
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Stefan Ulrich, Parismehr...
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