2. Bundesliga Starke Löwen verzweifeln an Raphael Schäfer

Traumtor: Torschütze Patrick Erras, Guido Burgstaller und Hanno Behrens jubeln über das 0:1.

(Foto: Andreas Gebert/dpa)

50.000 Zuschauer erleben in München ein verblüffendes Spiel - mit bitterem Ausgang für 1860. Düsseldorf steckt fest und für Stefan Effenberg wird es eng.

Fußball-Zweitligist 1860 München bleibt in höchster Abstiegsgefahr. Im ersten Pflichtspiel des Jahres verloren die Löwen mit drei Neuzugängen in der Startelf das Derby gegen den 1. FC Nürnberg 0:1 (0:1) und könnten als Vorletzter am Montag sogar noch ans Tabellenende abrutschen. Nürnberg festigte den Relegationsplatz drei und hat nach dem Patzer des zweitplatzierten SC Freiburg am Freitag (0:2 beim VfL Bochum) die direkten Aufstiegsplätze wieder vor Augen. In einer ausgeglichenen Begegnung schockte Patrick Erras die Münchner mit seinem sehenswerten Treffer zum Nürnberger Siegtreffer (23.).

Vor 51.200 Zuschauern traten die Löwen mutig auf und waren von Beginn an um Spielkontrolle bemüht. Das Team von Trainer Benno Möhlmann kombinierte zumeist sicher. An der Chancenverwertung haperte es allerdings: Die beste Tor-Möglichkeit vergab Augsburg-Leihgabe Sascha Mölders (33.). Besser hatte es zuvor Erras gemacht, der 1860-Schlussmann Stefan Ortega mit einem Schuss in den Winkel keine Abwehrchance ließ. Von Münchens guten Ansätzen war im Verlauf des zweiten Durchgangs immer weniger zu sehen. Während die Löwen kaum noch für Torgefahr sorgten, erspielte sich der FCN zunehmend ein Übergewicht und war dem zweiten Treffer näher als 1860 dem Ausgleich. Beste Spieler der Münchner waren Werder-Leihgabe Levent Aycicek und Daniel Adlung. Beim vierten Auswärtssieg des "Club" überragten Torhüter Raphael Schäfer und Guido Burgstaller.

Düsseldorf verliert beim Debüt von Trainer Kurz

Auch mit dem neuen Trainer Marco Kurz steckt Fortuna Düsseldorf im Tabellenkeller fest. Die Rheinländer verloren gegen den 1. FC Heidenheim 0:1 (0:0) und offenbarten dabei erneut Schwächen im Offensivspiel. Mit nur 15 Treffern stellt Düsseldorf den schwächsten Angriff der Liga. Die Fortuna schwebt als Tabellen-15. weiter in Abstiegsgefahr (20 Punkte), Heidenheim (27) verbesserte sich derweil auf Rang acht. Robert Leipertz (69.) erzielte das Tor des Tages. Der Mittelfeldspieler profitierte dabei von einem Fehler von Julian Koch, der zunächst an einem langen Pass vorbei lief und dann dann unglücklich ausrutschte.

Düsseldorf war vor 24.267 Zuschauern durchaus bemüht, es fehlte aber an Tempo und Präzision. Insbesondere im Spiel nach vorne gelang kaum etwas, auch Heidenheim sorgte zunächst für wenig Torgefahr. Leipertz' Treffer nach Kochs misslungener Abwehr passte in einem Spiel auf mäßigem Niveau ins Bild. Bei den Gastgebern überzeugten Kerem Demirbay und Alexander Madlung. Heidenheim hatte seine stärksten Spieler in Marc Schnatterer und dem eingewechselten Torschützen Leipertz.