Das Dokument listet auf 17 Seiten auf, wie die Vernehmungsbeamten in Guantanamo versuchen sollten, einen Terroristen als solchen zu erkennen und zu bewerten. Besonders verdächtig ist demnach ein Gefangener, wenn er:

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- von al-Qaida finanziert nach Iran, Pakistan oder Afghanistan gereist ist,

- dabei eine der üblichen Al-Qaida-Routen genutzt hat,

- an einem Al-Qaida-Trainingslager teilgenommen hat und

- zugegeben hat, Mitglied von al-Qaida zu sein.

Pech hatte auch, wer zum Zeitpunkt seiner Verhaftung eine 100-Dollar-Note besaß oder eine Casio-Uhr der Marke F-91W trug - ein weitverbreiteter Zeitgeber, der unter Al-Qaida-Bombenbauern offenbar beliebt war. Selbst die Erklärung, als Honigverkäufer oder auf Brautschau im Land zu sein, war verdächtig. Dutzende dieser zwischen Banalität und Absurdität schwankenden Faktoren mussten die Vernehmungsbeamten auf Guantanamo abfragen, in der Hoffnung, so etwas über den Terroristen im Gegenüber zu erfahren.

"Die Matrix ist eine sehr vereinfachte Sicht auf die Dinge, natürlich gibt es für Experten Möglichkeiten, die über das hinausgehen, was auf dem Papier zu finden ist", sagte Jim Clemente, Ausbilder des Guantanamo-Verhörpersonals, dem National Public Radio.

Viele Interviewer hätten allerdings nicht einmal die Sprache des Verdächtigen gesprochen und seien deshalb auf Übersetzer angewiesen gewesen. Das Ergebnis habe sich dann oft so angehört, als sei stille Post gespielt worden.

Vielversprechender erschien da offenbar, die Gefangenen nach anderen Gefangenen zu befragen. Wenn ein Insasse zu berichten wusste, dass ein anderer Al-Qaida-Mitglied sei, war dies offenbar genug. Und um die Redseligkeit zu steigern, so berichtet der NPR-Blog, soll den malträtierten Gefangenen sogar ein besonderes Angebot gemacht worden sein. Ein Happy Meal von einer führenden Burgerbraterei.

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  1. Happy Meal für Denunzianten
  2. Sie lesen jetzt Das Geheimnis der Casio F-91W
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(sueddeutsche.de/mcs)