Vollbeschäftigung bis 2020: Für Steinmeiers Pläne hagelt es Kritik aus Union und FDP. Ein CDU-Arbeitsmarktexperte wirft ihm "planwirtschaftliches Denken" vor.
Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) hat die Ankündigung von SPD-Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier, mit ihm als Kanzler könnten vier Millionen neue Arbeitsplätze entstehen, scharf kritisiert. Guttenberg sagte der Bild am Sonntag: "Die Menschen sind es leid, immer zu Wahlkampfzeiten mit Versprechen überschüttet zu werden. Sie erwarten zu Recht konkrete Vorschläge. Dabei ist bei der SPD bisher wenig zu finden."
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Legt ein Gegenkonzept zu Steinmeiers Vollbeschäftigungsversprechen vor: Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg. (© Foto: dpa)
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Steinmeier will unter anderem zwei Millionen Arbeitsplätze in der Industrie durch den sparsameren Einsatz von Energie und Rohstoffen sowie die Förderung grüner Schlüsseltechnologien schaffen. Weitere Jobs erhofft sich der SPD-Kanzlerkandidat in der Gesundheits- und der Kreativwirtschaft, im Bereich der Dienstleistungen und im Handel.
Anders als Steinmeier verspricht der CSU-Minister keine Vollbeschäftigung. Er arbeitet nach einem Bericht der Welt am Sonntag an einem industriepolitischen Gesamtkonzept für die kommenden Jahre. "Die Politik kann und darf die Industrie in der Bewährungsprobe nicht allein lassen", sagte er dem Blatt. "Auch als Staat müssen und werden wir helfen."
Zu Guttenbergs Konzept sieht dem Bericht zufolge Erleichterungen für Unternehmen vor. Unter anderem wolle er eine ganze Reihe von Steuerrechtsvorschriften ändern. So sollen Kapitalgesellschaften anders als im aktuellen Steuerrecht beim Kauf einer Firma deren Verlustvorträge mit übernehmen dürfen. Damit könnten sie dann ihre eigene Steuerlast reduzieren.
"Völlig unseriös"
Scharfe Kritik an Steinmeiers Plänen kommt auch von dem CDU-Arbeitsmarktexperten Ralf Bruaksiepe: Es sei "völlig unseriös, eine bestimmte Arbeitslosenzahl bis zu einem bestimmten Jahr zu versprechen", sagte er dem Berliner Tagesspiegel.
Derzeit wisse niemand, wann Deutschland durch die Krise sei und wie weit man sie vom Arbeitsmarkt fernhalten könne, erklärte Brauksiepe. Bei Steinmeiers Versprechungen handle es sich um ein "typisch sozialistisches planwirtschaftliches Denken, das uns überhaupt nicht weiterbringt". Der Staat müsse sich "auf vernünftige Rahmenbedingungen konzentrieren und an deren weiterer Verbesserung arbeiten", forderte der CDU-Politiker. Natürlich benötige man Innovation.
Natürlich sei auch ein vernünftiger Energiemix mit erneuerbarer Energie sinnvoll. Und in einem Land mit immer mehr älteren Menschen brauche man auch nicht weniger, sondern mehr Gesundheitsleistungen. "Was wir für diese Bereiche aber nicht brauchen, sind Fünf- oder Zehn-Jahres-Pläne."
Kritik an Steinmeiers Konzept kommt auch von FDP-Generalsekretär Dirk Niebel. Dieser sagte der Bild am Sonntag: "Das Versprechen von vier Millionen neuen Arbeitsplätzen ist ein Akt der Verzweifelung, um mit einem unseriösen Wahlgeschenk die am Boden liegende SPD wieder aufzurichten." Steinmeier und die SPD hätten die vergangenen elf Jahre regiert und gerade in der Wirtschafts- und Finanzpolitik eine verheerende Bilanz hinterlassen.
Der Vorsitzende der CSU-Mittelstands-Union, Hans Michelbach, sprach von einem "durchsichtigen Ablenkungsmanöver" Steinmeiers. "Mit ihrer Planwirtschaft erreicht die SPD vielleicht vier Millionen Arbeitslose mehr bis 2020, aber bestimmt keinen einzigen zusätzlichen Arbeitsplatz", teilte Michelbach mit. Steinmeier versuche mit "vollmundigen Versprechungen" lediglich von der "offenkundigen wirtschaftspolitischen Inkompetenz seiner Partei" abzulenken.
Steinmeier will am Montag in einer Rede im Alten Stadthaus in Berlin seine Pläne für eine bessere Beschäftigungspolitik vorstellen. Das Magazin Der Spiegel zitierte vorab aus Steinmeiers sogenanntem "Deutschland-Plan". "Bis 2020 wollen wir die Arbeitslosigkeit besiegen", heißt es demnach in dem 67-seitigen Papier.
Zwei Millionen Arbeitsplätze sollen in der Industrie durch den sparsameren Einsatz von Energie und Rohstoffen sowie die Förderung grüner Schlüsseltechnologien entstehen, unter anderem im Bereich der Elektromobilität. Unter ihm als Kanzler werde Deutschland zum "Silicon Valley umweltschonender Industrieproduktion", kündigte der amtierende Vizekanzler an. Ferner sollen Jobs in der "Kreativwirtschaft" und in anderen Dienstleistungsbereichen entstehen.
Steinmeier will als Bundeskanzler zudem eine "Allianz für den Mittelstand" gründen, angesiedelt im Bundeskanzleramt. Wirtschaft, Gewerkschaften und Banken sollen an einen Tisch geholt werden, um Branchen- und Beschäftigungsstrukturen zu sichern und die Kreditklemme zu bekämpfen. So soll unter anderem ein staatlicher Kreditmediator im Kanzlerauftrag zwischen Banken und Unternehmen vermitteln.
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(dpa/Reuters/hai/bön)
Debatte über Militäreinsatz in Syrien
darunter 4 Jahre zu deren Beginn versprochen wurde die Arbeitslosenzahl innerhalb von 2 Jahren auf 2 Mio. zu halbieren; in der hunderttausend Euro verschwendet wurden um das Logo das AA farblich zu invertieren; Millionen aufgewendet wurden um Privatunternehmer dafür zu sponsern, dass sie Sklaven kostenlos für sich arbeiten lassen; in denen Berater mit Unsummen bezahlt wurden, auf dass diese statistische Tricks ersinnen mit denen man die steigende Arbeitslosenzahl verbiegt; in denen anstatt der Arbeitslosigkeit einzig die Arbeitslosen bekämpft wurden; in denen Milliarden aufgewendet wurden um anstelle zweier nutzloser Ämter nun derer drei in die Republik zu setzen; und in denen die anfallenden Kosten durch Kürzen, Streichen, Sanktionieren der Schutzbefohlenen eingetrieben wurden; in denen hirnrissige Vorschläge wie tägliche Meldung, Fußfesseln für Arbeitslose, Kasernierung von Arbeitslosen, Arbeitspflicht für Arbeitslose öffentlich diskutiert wurden; nach dieser Zeit fällt es dem Steini also ein: man könne ja etwas gegen die Arbeitslosigkeit unternehmen???
Steini hat bereits gezeigt, daß er ein Bock statt Gärtner ist. Und es kann ihm nichts nutzen, wenn er das Thema das er totgeschunden hat weiter hin reiten will. Und es taugt nichts, wenn er die Partei die er mitermordet hat zwangshaft am Leben halten will.
Und noch weniger taugt sein Vorschlag weil der ganz inkonsequent von den Grünen gestohlen wurde. Seit 30 Jahren predigen die Grünen man solle auf energiesparende Erfindungen setzen, auf nachwachsende Rohstoffe und alterntive Energien. Bei der letzten Wahl war das Thema noch grüne Tagträumerei. Tagträumerei, die nicht von der Politik erzwungen, sondern höchstens angeregt werden kann. Umsetzung ist bleibt die Aufgabe der Industrie.
Steini zeigt nur, daß er der vorletzte Versager der SPD ist.