Seit Monaten tobt in Libyen der Krieg, und als die entscheidende Schlacht anbricht, sind etliche ausländische Sender live dabei. Nur das deutsche Fernsehen wirkt überrumpelt, liefert keine Bilder und lässt den Zuschauer allein mit al-Dschasira.
In entscheidenden Momenten war das deutsche Fernsehen nicht zur Stelle. Seit März wütet in Libyen der Kampf um den Sturz von Machthaber Muammar al-Gaddafi, doch als seine Bastion Tripolis in der Nacht zum Montag in die Hände der Aufständischen fällt, bekommt der deutsche Fernsehzuschauer davon nur wenig mit.
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Libyen: – Rebellen erobern Tripolis (© reuters)
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Im Ersten und beim ZDF berichteten die üblichen Spätnachrichten am Sonntagabend über die Lage in Libyen, die privaten Nachrichtensender N24 und n-tv schalteten Laufbänder, doch wer Liveberichterstattung aus dem nordafrikanischen Krisenland erwartete, wurde enttäuscht. Wieder einmal war das deutsche Publikum mit Informationen über Ereignisse an internationalen Brennpunkten unterversorgt.
Wer sich zeitnah informieren wollte, war angewiesen auf den arabischen Nachrichtensender al-Dschasira. Dessen englischsprachiger Kanal war ein Beispiel für gut gemachten Nachrichtenjournalismus - er lieferte Live-Bilder, Analysen und Kommentare. Aber auch englischsprachige Nachrichtensender wie BBC World News, Sky News oder CNN International, die nicht über den Heimvorteil von al-Dschasira verfügen, berichteten immer wieder live über den Fortgang der Ereignisse in Libyen. Die Qualität der angelsächsischen Berichterstattung war zwar nicht so gut wie bei al-Dschasira, doch immerhin war ein Bemühen zu erkennen: Fehlendes Live-Material reicherten die Redaktionen mit Hintergründen, Expertenmeinungen und Telefonschaltungen an.
Nicht so die deutschen Sender: Bei ARD, ZDF, n-tv und N24 fehlten solche journalistischen Formate völlig. Dabei könnten die Sender gerade in Situationen wie in Libyen ihre Vorteile gegenüber den Printmedien ausspielen. Die Aufnahmen von regimetreuen Mubarak-Anhängern, die mit Kamelen die Demonstranten auf dem Tahrir-Platz in Kairo auseinanderjagten, vermittelten einen eindringlicheren Eindruck von der Lage in Ägypten, als es jede geschriebene Nachricht konnte. Und wenn sich wie jetzt die entscheidenden Ereignisse in der Nacht zutragen, ist der Redaktionschluss der Zeitungen längst vorbei.
Warum nutzen die ohnehin in die Kritik geratenen Öffentlich-Rechtlichen also nicht die Gunst der Stunde und überzeugen die Zuschauer von ihrer Qualität? Damit hätten sie auch in der leidigen Debatte um die Rundfunkgebühren ein gutes Argument auf ihrer Seite: Seht her, die Gelder sind gut investiert, denn wenn die Welt in Bewegung gerät, sind wir dabei.
"Wir sind kein Nachrichtenkanal"
Die Chefin vom Dienst beim ZDF, Yvette Gerner, findet jedoch, dass ihr Sender einen guten Job gemacht hat. "Wir sind kein Nachrichtenkanal", sagte sie zu sueddeutsche.de. Und dafür sei die Berichterstattung des ZDF sogar ordentlich gewesen: "Wir haben das Heute Journal verlängert und unsere Nachtlückennachrichten immer wieder mit den neuen Entwicklungen aus Libyen angereichert. Wir hatten sogar deutsche Stimmen vor Ort."
Die Lage in dem Land sei zudem immer noch unklar. Im Augenblick stehe nicht fest, ob Gaddafi schon gestürzt sei. "Deswegen waren wir der Meinung, dass wir noch keine Breaking News brauchen." Das ZDF habe bis zum Beginn des Ramadan am 1. August einen Korrespondenten in Libyen gehabt, diesen dann aber abgezogen, weil die Nachrichten im Sommer begonnen hätten, sich zu wiederholen. Es habe keine wesentlichen neuen Entwicklungen gegeben. "Doch als wir am Samstag das Gefühl bekamen, dass sich etwas verändert, haben wir sofort ein vierköpfiges Team nach Libyen geschickt." Zwei weitere Teams mit erfahrenen Kollegen seien inzwischen auf dem Weg in die Region, das ZDF sei damit in Kürze mit bis zu zwölf Berichterstattern vor Ort vertreten. Der Sender aus Mainz plane darüber hinaus für den heutigen Montag ein ZDF Spezial zur Lage in Libyen.
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Endgültiger DFB-Kader für EM
Gott, wie Recht Sie haben, peinlich nur, daß es ein halbes Jahr gedauert
hat um zu dieser Erkenntnis zu kommen (schon zu Beginn der Revolution
in Libyen hat es drei (!) Tage gedauert, bis ernsthaft darüber berichtet
wurde.)
Bei der Berichterstattung über internationale Ereignisse heißt es doch schon lange
"ARD/ZDF kassiert....................und der Emir von Katar informiert!"
(dicht gefolgt von BBC Int´l und CNN)
Gott wie Recht Sie haben, peinlich nur, daß es ein halbes Jahr gedauert
hat um das zu erkennen.
Was die Berichterstattung über internationale Geschehnisse betrifft heißt
es doch schon lange
"ARD/ZDF kassiert.......................................der Emir von Katar informiert!
(dicht gefolgt von BBC Int´l und CNN )
...sondern die Hintergründe.
Dabei könnte man die Berichterstattung ruhig auf 1xtäglich reduzieren. Immer vorausgesetzt, die Qualität der Nachrichten stimmt.
Die News-Ticker Unart ist für mich unerträglich, wieso muss ich im Minutenabstand über einen Krisenherd informiert sein?
Nach der Unterhaltung, der Lebensweise hat nun auch die Bildung und Information unter dem "american way of Life" zu leiden: Vor nicht allzulanger Zeit war "die Tagesschau" eine weltweit geachtete Ikone, was die Qualität und das Format anging. Das Netz der *eigenen* Auslandskorrespondenten war dicht und garantierte wenigstens ein wenig Unabhängigkeit. Seit Kohls Wende ist das alles den Bach hinuntergegangen, und nun wird alles verdammt, was nicht CNN-like ist. Ehrlich: darauf pfeife ich. Mir ist lieber, ich erfahre die Wahrheit - gerne auch etwas später. Dafür ist aber in den News-Tickern kein Platz: Der Sponsor und die Quote bestimmt, was berichtet wird.
Die Berichterstattung in ARD und ZDF reduziert sich auf alarmierte
Berichterstattung in Krisenfällen. dann wird ohne weitere Hintergrunds
berichte Unruhenberichterstattung betrieben. Über lebensrealität
Zukunftswünsche , politische Verfassung dieser Region wenig bis
garnichts.In einer Zusammenwachsenden Welt werden die Mittelmeeranrainerstaten nur erwähnt, wenn die eigene staatliche
oder Urlaubsbefindlichkeit tangiert wird. Ard und ZDF vermitteln
mit mehr Aufwand Einblick in die Befindlichkeit irgendwelcher
Adelshäuser (ohne politische relevanz) als in die Lebesrealität
umliegender Regionen. Und zwar mit steigendem Zeitaufwand.Schade
um die vielen Gebühren.
Und wieder ein bisschen oeffentlich-rechtliche, gehaessige Israelhetze frei Haus an das deutsche Sofa in der 20.00 Uhr Tagesschau. Diesen Judenstaat interessiert halt nichts und niemand anderes – schon gar keine Moral – ausser sich selbst. Danke an Herrn Schneider von der ARD fuer die Anstachelung der Israelfeindschaft unter Verwendung von sehr alten und hasserfuellten Klischees…
Herr Schneider stellt sich in Israel vor die Kameras und spricht in Deutschlands meistgesehenster und prominentesten Nachrichtensendung den folgenden Satz ueber diesen ollen Judenstaat:.................
http://aro1.com/unmoralischer-egomanischer-judenstaat-bei-der-tagesschau/
Paging