Fotograf Hondros in LibyenDie Augen des Krieges

Kosovo, Irak, Liberia - immer wieder berichtete Kriegsfotograf Chris Hondros von der vordersten Front. Auch in Libyen fotografierte er mitten im Kugelhagel. Nun wurden er und sein Kollege Tim Hetherington bei einem Mörserangriff getötet. Sie sind Opfer des Krieges, den sie dokumentierten.

Die Kriegsfotografen Tim Hetherington (oben) und Chris Hondros (unten, 2003 in Liberia) hatten sich trotz der Gefechte in der umkämpften Stadt Misrata weit vorgewagt. Am Mittwoch starben sie bei einem Mörserangriff.

Noch am Dienstag schrieb Tim Hetherington auf Twitter: "In der belagerten libyschen Stadt Misrata. Willkürlicher Artilleriebeschuss durch Gaddafi-Truppen. Keine Nato in Sicht." Er arbeitete in Libyen für das Magazin Vanity Fair. Für sein Foto von einem erschöpften US-Soldaten in Afghanistan (oben im Hintergrund) gewann Hetherington 2007 den "World Press Photo of the Year Award", außerdem wurde der Brite 2010 für seinen Dokumentarfilm Restrepo für einen Oscar nominiert.

Bild: dpa 21. April 2011, 12:312011-04-21 12:31:06 © sueddeutsche.de/isch/mcs