Der Berufungsprozess gegen Frankreichs früheren Präsidenten ist zu Ende – jetzt muss er auf das Urteil warten. Sein brutales Duell mit einem alten Vertrauten könnte ihm geschadet haben.
Frankreich
:Berufungsprozess: Anklage fordert sieben Jahre Haft für Sarkozy
Der französische Altpräsident beteuert erneut seine Unschuld in der Affäre um Wahlkampfgelder aus Libyen. In erster Instanz war er wegen Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung zu fünf Jahren Haft verurteilt worden.
Profil
:Der „Kardinal“ schlägt zurück, gleich doppelt
Claude Guéant war der engste Vertrauensmann von Nicolas Sarkozy – und belastet den früheren Präsidenten Frankreichs nun schwer im Pariser Berufungsprozess.
Frankreich
:Nicolas Sarkozy stößt alte Freunde von der Klippe
Frankreichs früherer Präsident belastet im Berufungsverfahren um den mutmaßlichen Korruptionspakt mit Libyen engste Weggefährten schwer. Treibt ihn die Angst vor einer erneuten Gefängnisstrafe?
MeinungNukleare Abschreckung
:Macrons Schutzschirm könnte schnell wieder zuklappen
Frankreichs Präsident unternimmt einen ehrenvollen Vorstoß für eine europäische Atomabwehr. Deutschland aber muss sich fragen: Würde er im Ernstfall Paris opfern, um Berlin zu retten?
Baschar al-Assad
:Heute muss er unsichtbar sein
Am 8. Dezember 2024 floh Syriens gestürzter Machthaber nach Moskau. Dort lernte er, dass Putin die Seinen nicht im Stich lässt. Aber eine Bedingung hat der Kreml offensichtlich gestellt.
Libanon
:Gerechtigkeit für einen Gaddafi
Hannibal Gaddafi, umstrittener Sohn des gestürzten libyschen Diktators, sitzt seit zehn Jahren in Libanon im Gefängnis, ohne Verfahren, ohne Urteil. Jetzt könnte er freikommen – für elf Millionen Dollar.
Jean Ziegler
:Auf leisen Socken
Ein Landesverräter für die einen, das Weltgewissen gegen den Hunger für die anderen: Ein Spaziergang mit dem 91-jährigen Globalisierungskritiker und einstigen UN-Sonderbotschafter Jean Ziegler vom Wohnzimmer in sein Arbeitszimmer.
Frankreich
:Sarkozy tritt seine Haft an – mit Jesus-Biografie im Gepäck
Nie zuvor musste ein früherer Präsident Frankreichs ins Gefängnis. Der Verurteilte wähnt sich als Verfolgter, er vergleicht sich sogar mit dem historischen Justizopfer Alfred Dreyfus. Sehr lang wird er aber wohl nicht einsitzen.
Geschichtsbild
:Gaddafi & Sarkozy
Über die Verbindung, die Frankreichs ehemaligem Präsidenten nun zum Verhängnis geworden ist.
Aktuelles Lexikon
:Faustisch
Deutsches Wort, das es unter anderem ins Französische geschafft hat. Nicolas Sarkozy dürfte es besser kennen, als er je wollte.
Frankreich
:Fünf Jahre Haft für Nicolas Sarkozy wegen krimineller Verschwörung
Das Pariser Strafgericht verurteilt Frankreichs Ex-Präsidenten als Mitglied einer Verbrecherbande. Daran, dass er bald ins Gefängnis muss, kann auch ein Berufungsprozess nichts ändern. Ein Moment für die Geschichtsbücher.
Frankreich
:Sarkozy im Prozess zur Libyen-Affäre zu fünf Jahren Haft verurteilt
Der ehemalige französische Präsident stand vor Gericht, weil er Millionen Euro Wahlkampfhilfe vom früheren libyschen Diktator Gaddafi bekommen haben soll.
Frankreich
:Ein ungeheuerlicher Verdacht
Die Franzosen wählten Nicolas Sarkozy 2007 zum Präsidenten. Aber wenn die Staatsanwaltschaft recht behält, waren es auch die Millionen des libyschen Diktators Gaddafi, die seinen Weg zur Macht ebneten. Szenen aus einem beispiellosen Prozess.
Gestürzte Diktatoren
:„Mein Gewissen ist rein“
Was mit Diktatoren wie Baschar al-Assad nach ihrem Sturz geschah – die meisten wurden von ihren Verbrechen eingeholt. Ein Blick in die Geschichte.
Prozess vor dem Landgericht München
:Ein kleiner Betrüger und Berge von Gold
Die Staatsanwaltschaft ist überzeugt, dass Ralf S. mit Geschichten von libyschen Reichtümern aus der Gaddafi-Zeit Darlehensgeber um Millionen gebracht hat. Er selbst erzählt vor der Wirtschaftskammer von Unwägbarkeiten in Afrika.
Flugzeugabsturz von Ustica 1980
:Italiens Ex-Premier Amato gibt Frankreich die Schuld
Amato sagt, ein französischer Kampfjet habe vor 43 Jahren eine italienische Passagiermaschine irrtümlich abgeschossen. Paris beteuert, bei der Aufklärung helfen zu wollen - wenigstens der Form nach.
Libyen
:Die nächste Revolution, die gegen die Männer
Amaal Elhaj erlebte nach dem Sturz Gaddafis, wie die Zeit in ihrem Land zurückgedreht wurde. Nun aber gibt es ihren "Rat libyscher Frauen". Der Wandel beginnt. Vielleicht.
Anschlag von Lockerbie
:Gaddafis Phantom ist gefasst
Der Mann, der die Bombe für das Flugzeugattentat von Lockerbie gebaut haben will, steht in den USA vor Gericht. 34 Jahre dauerte die Jagd nach dem mutmaßlichen Terroristen.
MeinungOlympia-Massaker
:Deutschlands doppeltes Versagen
Nach 50 Jahren streitet die Bundesrepublik immer noch mit den israelischen Hinterbliebenen wegen einer Entschädigung. Ihre Vertreter sind offenbar nicht mit dem Herzen dabei, sondern nur mit dem Taschenrechner.
ExklusivMünchen
:Warum die Gedenkfeier für das Olympia-Attentat von 1972 zu scheitern droht
Im September soll der Opfer des Olympia-Attentats von 1972 gedacht werden. Elf israelische Sportler und ein deutscher Polizist kamen damals zu Tode. Vieles ist schon schiefgelaufen in der Aufarbeitung. Und in diesem Jahr kämpft eine Frau gegen das Vergessen.
Libyen
:Per Handzeichen zu noch tieferer Spaltung
Die Abgeordneten des libyschen Repräsentantenhauses wählen einen neuen Premier. Nur: Der Amtsinhaber will nicht weichen. Dazu überlebt dieser einen Anschlag. Droht nun wieder Bürgerkrieg?
Menschenrechte
:Diktaturen ohne Ausweg
Verbrechen gegen die Menschlichkeit können heute durch das Weltrechtsprinzip überall geahndet werden. Doch das schafft ein Dilemma: Despoten, denen keine Exit-Strategie bleibt, klammern sich möglicherweise umso verbissener an die Macht.
Libyen
:Ein gefährliches Machtvakuum
Es ist fraglich, ob der demokratische Prozess in dem fragilen Staat aufrechterhalten werden kann. Die für den 24. Dezember geplante Präsidentschaftswahl scheint nicht zu stattzufinden.
Olympia-Attentat 1972
:Hinterbliebene fordern 110 Millionen Euro Schadenersatz
Elf israelische Spitzensportler verloren durch das Olympia-Attentat 1972 ihr Leben. Nun verlangen Hinterbliebene Schadenersatz von der UN - auch weil Muammar al-Gaddafi die arabischen Terroristen unterstützt haben soll.
Libyen
:Despotenzögling in neuem Gewand
Saif al-Islam, Sohn des toten Diktators Gaddafi, will zur Präsidentschaftswahl am 24. Dezember antreten. Das verheißt nichts Gutes für das Land.
Libyen-Konferenz
:Auf der Suche nach Frieden für ein gespaltenes Land
Frankreichs Präsident Macron will den nordafrikanischen Staat einen und befrieden. Einen Plan dafür gibt es auch schon. Doch der könnte an den gegensätzlichen Interessen der Konfliktparteien scheitern.
Vereinte Nationen
:Mit Pistolenhalfter am Rednerpult
In 76 Jahren UN-Generalversammlung gab es eine Reihe skurriler und denkwürdiger Auftritte von Regierungschefs. Diese Reden sind besonders in Erinnerung geblieben.
Libyen
:Botschaft der großen Hoffnungen
Außenminister Maas eröffnet die deutsche Vertretung in Tripolis nach sieben Jahren wieder. Doch ob der Friedensprozess und die geplanten Wahlen auf einem guten Weg sind, ist fraglich.
Geschichte von Libyen
:Das unregierbare Land
Seit Jahren versinkt Libyen immer tiefer im Chaos. Die Wurzeln der Konflikte reichen weit zurück - in die italienische Kolonialzeit und in die Ära von Muammar al-Gaddafi. Ein Rückblick.
Libyen
:General Haftar gibt Befehl zum Vormarsch auf Tripolis
Eigentlich soll bald eine Friedenskonferenz in Libyen stattfinden. Doch nun droht dem Bürgerkriegsland eine neue Eskalation der Gewalt.
Frankreich
:Gaddafi-Sohn belastet Sarkozy
Saif al-Islam will dabei gewesen sein, als der frühere französische Präsident Wahlkampfspenden von Libyens Diktator erhalten hat. Offenbar arbeitet der Gaddafi-Sohn an einem politischen Comeback.
Ermittlungen gegen Nicolas Sarkozy
:Freunde von früher
Die Polizei nimmt Ex-Präsident Sarkozy in Gewahrsam. Der Vorwurf: Er soll im Wahlkampf Geld des libyschen Diktators Gaddafi angenommen haben.
Frankreich
:Sarkozys libysche Affäre
Seit Jahren ermittelt Frankreichs Justiz wegen illegaler Wahlkampffinanzierung gegen Ex-Präsident Sarkozy. Jetzt wurde er in Gewahrsam genommen. Es geht um 50 Millionen Euro des einstigen libyschen Diktators Gaddafi.
Wahlkampffinanzierung
:Frankreichs Ex-Präsident Sarkozy in Polizeigewahrsam
Berichten zufolge wird er verdächtigt, im Wahlkampf 2007 illegale Spenden angenommen zu haben. Die Spur führt zum damaligen libyschen Diktator Gaddafi.
SZ Espresso
:Nachrichten kompakt - die Übersicht für Eilige
Was heute wichtig war - und was Sie auf SZ.de am meisten interessiert hat.
SZ Espresso
:Das Wochenende kompakt - die Übersicht für Eilige
Was am Wochenende wichtig war - und was Sie auf SZ.de am meisten interessiert hat.
Libyen
:Sohn Gaddafis soll von Miliz freigelassen worden sein
Wo sich der zum Tod verurteilte Saif al-Islam aktuell aufhält, ist unbekannt. Der Internationale Strafgerichtshof fordert seit Jahren seine Auslieferung.
Panama Papers
:Der verlorene Schatz
Seit dem Sturz des libyschen Diktators Muammar al-Gaddafi suchen Ermittler nach seinem Vermögen. Die Panama Papers liefern neue Spuren in die Offshore-Welt.
Libyen
:Nur wer Libyens Milizen auflöst, kann den Schleppern das Handwerk legen
Der Westen hat geholfen, Gaddafi zu stürzen. Dass es keinen Plan für die Zeit danach gab, war ein Desaster. Jetzt ist es Zeit für Aufräumarbeiten.
Entführung von Gaddafi-Sohn
:Hannibal al-Gaddafi: Entführt, um ein Rätsel zu lösen
Der Diktatorensohn wird im Libanon verschleppt und den Behörden übergeben. Er soll zur Aufklärung beitragen im Fall eines Geistlichen, der vor 30 Jahren verschwand.
Islamistischer Terror
:Libyen - Trainingslager des IS
Der Terrormiliz Islamischer Staat nützt das Machtvakuum in Libyen seit dem Sturz Gaddafis. In der Anarchie der dortigen Wüste bildet sie Dschihadisten aus, die Europa gefährlich nahe rücken.
Libyen
:Vordenker gegen Hardliner
Allmählich scheinen einige Akteure in Libyen zu erkennen, dass Chaos nicht in ihrem Interesse liegt. Europa muss eine Verständigung unterstützen.
Diktatorensohn Saif al-Islam al-Gaddafi
:Schwert des Islam
"Saif ist ein lieber, netter Kerl", befand einst der österreichische Rechtspopulist Jörg Haider. Das sehen keineswegs alle so.
Terror
:Wie Italien ins Visier libyscher Islamisten gerät
Extremisten aus Libyen kündigen Angriffe auf Rom an. Die Flüchtlingsströme nach Europa kontrollieren sie schon. Da bekommt so mancher in Italien Sehnsucht nach dem getöteten Diktator Gaddafi.
"Guardian"-Bericht
:Briten lieferten Gaddafi-Kritiker an Libyen aus
"Lieber Muammar", schreibt Tony Blair 2007 an Gaddafi einen Brief, aus dem der "Guardian" nun zitiert. Das Schreiben dokumentiert, wie eng die Zusammenarbeit zwischen Großbritannien und Libyen war - was die Verfolgung von Regimekritikern angeht.
Villen in München
:Wohnen wie Gaddafi
Bäder aus Marmor, Armaturen aus Gold: So lebte einst der Gaddafi-Sohn in München. Die Villen im Herzogpark und in Waldperlach sind jetzt wieder auf dem Markt - zum Vermieten.
Libyen nach Gaddafi
:Mindestens 18 Tote bei schweren Kämpfen in Bengasi
In Libyen wird die Sicherheitslage drei Jahre nach dem Sturz Muammar al-Gaddafis immer unübersichtlicher. In Bengasi sterben bei Kämpfen mindestens 18 Menschen.
Gewalt in Libyen
:In einem Land am Rande des Chaos
Mehr als 70 Menschen starben gerade bei Kämpfen in Libyen. Abtrünnige Soldaten und islamistische Milizen ringen um die Macht. Nun wurde der Termin für die Parlamentswahl verkündet, sie soll das Land beruhigen. Kann das gelingen? Antworten auf wichtige Fragen zur Situation in Libyen.
25 Jahre nach dem Anschlag
:Das Rätsel von Lockerbie
270 Menschen starben 1988 in Lockerbie beim Anschlag auf ein Passagierflugzeug. Großbritannien, die USA und Libyen starten zum Jahrestag eine neue Initiative zur Aufklärung der Katastrophe: Hat ein Gericht vor Jahren ein Fehlurteil gesprochen?