Doch nicht mehr Geld für Studenten: Der Finanzausschuss des Bundesrats lehnt den Gesetzentwurf zur Bafög-Erhöhung ab.
Die Bundesländer stemmen sich gegen die vom Bund geplante Erhöhung des Bafög und das neue Stipendienprogramm. Die entsprechenden Gesetzentwürfe sind nach Informationen der Süddeutschen Zeitung auf Antrag der beiden Länder Bayern und Hessen im Finanzausschuss des Bundesrats mit breiter Mehrheit abgelehnt worden.
Der Gesetz zur geplanten Erhöhung des Bafögs steht auf der Kippe. (© Foto: AP)
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Gesetz auf der Kippe
Sollte auch das Plenum der Länderkammer bei seiner nächsten Sitzung am 4. Juni dagegen stimmen, dann steht ein zentrales Projekt der Bundesregierung in der Bildungs- und Forschungspolitik auf der Kippe. Die Ausbildungsförderung wird zu 65 Prozent von Bund zu 45 Prozent von den Ländern finanziert, eine Zustimmung des Bundesrates ist damit zwingend. Verweigert die Länderkammer sich, wird es das Gesetz nicht geben.
Wegen der Brisanz des Themas dürfte die Entscheidung am Ende in Beratungen zwischen den Ministerpräsidenten und Bundeskanzlerin Angela Merkel fallen. Der hessische Ministerpräsident Roland Koch hatte in den vergangenen Tagen mehrfach gefordert, auch bei den Ausgaben für Bildung zu sparen.
Studenten "nicht finanzierbar"
In ihrem Beschluss verweisen die Finanzminister auf die mit dem Vorhaben einhergehenden Kosten. Von den für 2011 geplanten Mehrausgaben des Staates in Höhe von 382 Millionen Euro entfielen 172,9 Millionen Euro auf die Länder. Dieser Betrag sei angesichts der Lage in den Haushalten nicht finanzierbar.
Ferner wiesen die Minister auf weitere Ausgaben von 27,5 Millionen Euro hin, die bei der Bundesagentur für Arbeit anfielen. Wie der Bund auch müssen die Länder im kommenden Jahr die Vorgaben der in der Verfassung verankerten Schuldenbremse erfüllen.
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(SZ vom 21.05.2010/holz)
Whitney Houston ist tot
Erschütternd, wie dummdreist die Verantwortlichen da handeln. Warum wird nicht endlich AKTIV erkannt, dass dies ein Teufelskreis ist.
Das neue Bachelorsystem in fast allen Studiengängen führt zu Stundenplänen mit 20 - 25 Semesterwochenstunden + Vor- und Nachbereitungszeit (wenn man es ernst nimmt, 15 Stunden die Woche minimum) + Zusätzliche Arbeitszeit (10 Stunden mit durchschnittlich 7 Euro Stundenlohn). Dabei unkalkulierbar zerissene Stundenpläne, die flexibles Arbeiten alles andere als unterstützen. Zusatzleistungen noch und nöcher schon unter dem Semester. Zusätzlich drückt die Regelstudienzeit!
Dann: Das BaföG wird Bundesweit berechnet, was heißt, ein Student in München (mit astronomischen Mietkosten und hohen Lebenshaltungskosten) bekommt das Selbe BaföG (höchstens 648 Euro), wie ein Student in Sachsen (mit deutlich niedrigeren Lebenshaltungskosten).
Fazit: Haben deine Eltern kein Geld, leider nix studieren!
Selberfinanzieren fast unmöglich.
Wie lange sollen die Studenten bitte diese Situation noch ertragen müssen?
Erschütternd auch, das ich diesen ARTIKEL BEREITS AM 2 TAG SUCHEN MUSSTE!!!!!!
Bitte unterstützt alle den Bildungsstreik am 09.06. aktiv, es geht um die Zukunft
Schön dass viele Kommentatoren noch rechnen können ... wenn schon die Behörden dazu nicht in der Lage sind. Oder heisst das nun, dass alle Bafög Empfänger von sofort an 110 % Förderung erhalten?
Ohne eine vernünftige Förderung von Studenten aus pekuniär schwächeren Familien bliebe viel geistiges/wissenschaftliches Potential ungenutzt. Aber das kratzt die derzeit Verantwortlichen nicht, denn die leben im Hier und Jetzt. An die Zukunft der Wissenschaftsgesellschaft Deutschland zu denken ist für den Machterhalt offensichtlich nicht wichtig.
Verwaltungskosten offensichtlich, wo ist das Problem? Wenn die sich um 10% verrechnen ist das bereits ein gutes Ergebnis. Wie war das noch gleich mit der Elbphilharmonie, der ICE Trasse München-Nürnberg und anderen öffentlichen Großprojekten?
65 + 45 = 100. Mich wundert langsam nix mehr wenn die LeistungsWEGträger dieses Landes so rechnen.
zitat Flywheel:" Der Krieg in Afghanistan...
...hat bisher 3 Milliarden gekostet. "
kleine korrektur: Die 3 milliarden sind die kosten per anno (jetzige truppenstärke zugrundegelegt). Wir spielen da unten schon 8 jahre herum.
Sonst natürlich vollste zustimmung
Paging