FaschingFastnacht in Franken: The Söders in Veitshöchheim

Marilyn Monroe, Mahatma Gandhi - und jetzt Homer Simpson: Bei der Kostümwahl bekommt Finanzminister Söder eigentlich nur von einem Mann Konkurrenz. Allerdings aus der falschen Partei.

Fasching ist eine Epidemie: Sie tritt periodisch im Februar auf. Symptome sind oft blutig geklopfte Schenkel, Müdigkeit, Arbeitsunfähigkeit und generell die "Fastnacht in Franken" im unterfränkischen Veitshöchheim. Das ist die Prunksitzung des Fastnachts-Verbandes Franken, die jedes Jahr am Freitag vor dem unsinnigen Donnerstag stattfindet - nun schon seit 30 Jahren. Faschingsmuffel können das nicht nachvollziehen, aber die Sendung hat Einschaltquoten wie sonst nur die CSU Wahlergebnisse.

Zwei Punkte sind jedes Jahr ausschlaggebend: Einerseits müssen sich Politiker (ähnlich dem "Derblecken" beim Starkbieranstich auf dem Nockherberg) Spott und Häme in (meist) gereimter Form gefallen lassen. Dabei müssen sie dann immer selig mitlachen, denn man will ja als humorvoll und unverwüstlich gelten. Andererseits müssen sie aufpassen, das Lachen bei manch schlechtem Faschings-Kalauer zu unterlassen, denn man lacht ja nicht bei jedem Blödsinn.

Bild: dpa 17. Februar 2017, 23:142017-02-17 23:14:29 © SZ.de/lkr