Kinderernährung:"Der Geschmack eines Menschen wird in der ersten Zeit erheblich geprägt"

Lesezeit: 7 min

Kinderernährung: Kritiker des Beikostplans für Babys und Kleinkinder halten ihn für zu wenig vielfältig.

Kritiker des Beikostplans für Babys und Kleinkinder halten ihn für zu wenig vielfältig.

(Foto: Johanna Lohr/imago images / Westend61)

Wann kann man Kinder an festes Essen gewöhnen? Wie werden aus Babys im späteren Leben genussvolle Esser? Und brauchen Kleinkinder Fleisch, um gesund heranzuwachsen? Eine Erkundung der richtigen Babynahrung.

Von Valentina Reese

Der Plastiklöffel wird herausgeholt, das Gläschen aufgeschraubt, das Lätzchen umgebunden, die Kamera gezückt. Dann folgt einer der spannendsten Momente im ersten Lebensjahr eines Babys, zumindest für die frischgebackenen Eltern. Denn das Kind, gerade vier Monate auf der Welt, soll, nach all der Milch, das erste Mal etwas Richtiges essen. Beikost nennt man die erste feste Nahrung eines Kindes, Beikosteinführung die Zeit, die nun folgt. Grob gemeint ist damit: Brei essen, neben der Milch. Aber eben nicht nur. Sondern auch: Brei essen nach einem festen Plan und einer umfassenden Empfehlung, die alle Eltern heute vom Kinderarzt, im Internet, in Hebammenpraxen, Apothekenheften oder Elternmagazinen vorgelegt bekommen.

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