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Wirtschaft kompakt:Veltins profitiert vom Bierdurst der Fußballfans

Die Fußball-WM beschert Veltins ein strammes Umsatz- und Ergebnisplus, und das gegen den Trend. Außerdem: Frauen gelangen kaum in Führungspositionen. Das Wichtigste in Kürze.

Die Deutschen trinken immer weniger Bier, aber im Jahr der Fußballweltmeisterschaft hat die Privatbrauerei Veltins vom Bierdurst der Fußballfans profitiert. Die Zuwächse der Konkurrenten Warsteiner und Beck's blieben dahinter weit zurück.

Bilanzpressekonferenz Veltins

Ein Bierflasche der deutschen Premiummarke Veltins: Die Traditionsbrauerei (Gründungsjahr 1824) aus dem Sauerland hat sich 2010 deutlich besser geschlagen als die Konkurrenten Beck's, Krombacher oder Warsteiner.

(Foto: dapd)

In einem insgesamt schrumpfenden Biermarkt stieg der Absatz der Veltins-Biere 2010 um 4,8 Prozent auf 2,58 Millionen Hektoliter. Unter den deutschen Premiummarken habe der Brauer aus dem sauerländischen Meschede-Grevenstein damit den größten Zuwachs verbucht, sagte der Generalbevollmächtigte Michael Huber.

Der Gesamtumsatz legte trotz des Preisdrucks um 4,7 Prozent auf 268 Millionen Euro zu. "Auch mit dem Ertrag können wir sehr zufrieden sein", betonte Huber, ohne Details zu nennen. Allerdings wies er darauf hin, dass sich der Preiskampf im vergangenen Jahr verschärft habe. Zudem seien die Rohstoffpreise gestiegen. Daher habe es mehr Verlierer als Gewinner gegeben, sagte Huber.

"Auch Marken, die noch im zurückliegenden Jahrzehnt von einer Sonderkonjunktur getragen wurden, erlebten plötzlich Absatzeinbrüche", merkte er an. So musste etwa Beck's ein Absatzrückgang von 9,4 Prozent verschmerzen und auch Warsteiner und Krombacher erreichten 2010 in etwa lediglich das von der Wirtschaftskrise geprägte Vorjahresniveau.

Nach Schätzungen des deutschen Brauerbundes sank der Bierabsatz insgesamt in Deutschland um 1,4 Prozent.