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Dax-Konzern:Wirecards Substanz schmilzt vor aller Augen dahin

Wirecard - Markus Braun

Der langjährige Vorstandschef Markus Braun trat am Freitag, 19. Juni 2020, zurück.

(Foto: Lino Mirgeler/dpa)

Der Zahlungsdienstleister räumt ein, dass es einen Großteil des Firmenvermögens gar nicht gibt. Nun stehen etliche Tatbestände im Raum, die mit hohen Strafen belegt sind.

Von Christoph Giesen, Klaus Ott, Nicolas Richter, Jörg Schmitt, Jan Willmroth und Nils Wischmeyer

Bis tief in die Nacht von Sonntag auf Montag sollen die Verantwortlichen der Wirecard AG - oder von dem, was davon noch übrig ist - über das weitere Vorgehen beraten haben. Dann war den Beteiligten klar, dass das Offensichtliche nicht mehr zu leugnen war. Um 2.48 Uhr veröffentlichte das Management eine Erklärung zur "aktuellen Lage des Unternehmens". Darin hieß es, dass es die 1,9 Milliarden Euro, die angeblich einst auf Firmenkonten auf den Philippinen lagerten, mit großer Wahrscheinlichkeit nicht gegeben habe. Der ungeheure Betrag, der einem Viertel der Bilanzsumme entspricht, stand bisher wohl zu Unrecht in den Büchern. Die Substanz des Zahlungsdienstleisters aus Aschheim schmilzt damit vor aller Augen dahin, und immer mehr wächst der Verdacht, dass die bisherige Firmenspitze ihre Aktionäre, die Öffentlichkeit und die Behörden in die Irre geführt haben könnte.

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