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Strache-Video:Wer sind die Unternehmer aus dem Ibiza-Video?

Chrysler Building - Rene Benko

Der Tiroler Immobilieninvestor René Benko.

(Foto: Jens Kalaene/picture alliance/dpa)

Strache nennt angebliche angebliche FPÖ-Unterstützer - die vehement jede Spende bestreiten.

Es sei "nicht vergnügungssteuerpflichtig", in diesem Enthüllungsvideo aufgeführt zu werden, heißt es am Montag aus Kreisen der österreichischen Wirtschaft. Man müsse "ertragen, da genannt zu werden".

Der damalige FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache und dessen Vertrauter Johann Gudenus haben im Gespräch mit der vermeintlichen russischen Oligarchen-Nichte die Namen angeblicher Spender oder Spendenwilliger aus der österreichischen Wirtschaft aufgezählt, die direkt oder indirekt Geld an die FPÖ gespendet haben sollen.

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Strache-Video

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Der österreichische Waffenhersteller Gaston Glock, die deutsche Milliardärswitwe und Mäzenin Heidi Goëss-Horten, der Tiroler Milliardär und Investor René Benko sowie der Glücksspielkonzern Novomatic.

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Der Waffenproduzent Gaston Glock.

(Foto: imago/SKATA)

Bei seinem Rücktritt am Samstag bestritt Strache dann, dass besagte Spendengelder geflossen seien. In Österreich heißt es dazu nun, man werde juristische Schritte prüfen. Immerhin: Zumindest haben alle Genannten die Aussagen Straches zu den Parteispenden klar dementiert.

Zum Beispiel der in Deutschland bekannte Immobilienunternehmer René Benko, einer der reichsten europäischen Immobilieninvestoren und Mehrheitseigentümer des fusionierten Warenhauskonzerns Galeria Karstadt Kaufhof. Über seine Signa Holding mischt er auch in der österreichischen Medienbranche mit, seitdem seine Firma 2018 einen Anteil von 49 Prozent an der WAZ Ausland Holding GmbH von der Funke-Mediengruppe übernommen hat. Über diese hält die Funke-Gruppe jeweils rund 50 Prozent an der Krone und am Kurier. Benko ist so indirekt mit rund 24 Prozent an der KronenZeitung beteiligt - jenem einflussreichen Blatt, das in dem gut sechsstündigen Gespräch mit der angeblichen Oligarchen-Nichte in der Villa eine zentrale Rolle spielte. "Wenn sie die Kronen-Zeitung übernimmt drei Wochen vor der Wahl und uns zum Platz eins bringt, dann können wir über alles reden", sagte Strache. Die Kronen-Zeitung in den Händen eines russischen Oligarchen? Angesichts der Eigentumsverhältnisse in Wien eine durchaus pikante Vorstellung.

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Die Milliardärin Heidi Goëss-Horten.

(Foto: imago/SKATA)

René Benko lässt Spenden "direkt oder indirekt an die FPÖ bzw. an die ÖVP" sehr schnell dementieren. Man habe "auch nicht an Vereine (...) gespendet". Der SignaEhrenkodex "und unsere Corporate Governance" erlaubten "grundsätzlich keine Zuwendungen an politische Parteien".

Bei Strache klingt es an jenem Abend im Sommer 2017 allerdings ganz anders: Es gebe "ein paar sehr Vermögende, die zahlen zwischen 500 000 und eineinhalb bis zwei Millionen". Die Spender seien "Idealisten" und wollten "Steuersenkungen ... Gaston Glock als Beispiel." Auch der 89-jährige Waffenproduzent Gaston Glock, der seine Glock-Pistolen nicht nur an das heimische Bundesheer, sondern auch erfolgreich in die USA verkauft und dem in Österreich schon seit Langem eine besondere Nähe zur FPÖ und dem verstorbenen Rechtspopulisten Jörg Haider nachgesagt wird, ließ mitteilen: Es habe "weder mit der FPÖ noch mit anderen Parteien Gespräche über Spenden oder sonstige Zahlungen" gegeben.

Und dann ist da die Milliardärin Heidi Goëss-Horten , 78-jährige Witwe des deutschen Kaufhaus-Königs Helmut Horten. Sie gilt mit einem geschätzten Vermögen von fast drei Milliarden Euro als die reichste Frau Österreichs. Von sich reden macht die Mäzenin vor allem als Sammlerin teurer Kunstwerke von Picasso, Klee oder Warhol. Ihr Anwalt teilte mit, es habe keine Spenden an die FPÖ gegeben, "weder direkt noch über einen gemeinnützigen Verein". Und: "Eine diesbezügliche angebliche 'Erzählung' des Herrn Strache" sei "demnach unrichtig!"

" Novomatic zahlt alle", behauptete Heinz-Christian Strache im Ibiza-Video über den international agierenden Glücksspielkonzern aus dem niederösterreichischen Gumpoldskirchen. Der Betreiber von Spielbanken, elektronischen Casinos und Sportwettbüros reagierte umgehend. Es seien "keine Spenden an politische Parteien getätigt" worden. Dem milliardenschweren Glücksspielanbieter mit 30 000 Mitarbeitern werden in seinem Heimatland zwar enge Verbindungen in die Politik nachgesagt. Aber Spenden? Man habe "schon vor Jahren eine strenge interne Spenden- und Compliance-Richtlinie erstellt", heißt es.

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