Lokführergewerkschaft:GDL-Chef Weselsky: Wollen drei bis maximal fünf Tage streiken

Lokführergewerkschaft: Dieses Schneemann-Graffiti auf einem ICE (fotografiert am 7. Dezember im Hauptbahnhof von Berlin) wird im Januar womöglich mehrere Tage nicht fahrplangerecht durchs Land fahren. Es drohen neue Streiks der Lokführer.

Dieses Schneemann-Graffiti auf einem ICE (fotografiert am 7. Dezember im Hauptbahnhof von Berlin) wird im Januar womöglich mehrere Tage nicht fahrplangerecht durchs Land fahren. Es drohen neue Streiks der Lokführer.

(Foto: IMAGO/IMAGO/STPP)

Einen unbefristeten Streik findet er nach eigenen Angaben mit Blick auf die Kunden der Deutschen Bahn und die wirtschaftlichen Folgen nicht in Ordnung.

Nach der Zustimmung der Mitglieder der Lokführergewerkschaft GDL zu unbefristeten Streiks tritt GDL-Chef Claus Weselsky auf die Bremse. "Wir werden Streiks von drei bis maximal fünf Tagen machen", sagte der Vorsitzende der Lokführergewerkschaft der Düsseldorfer Rheinischen Post. Ein unbefristeter Streik sei mit Blick auf die Kunden der Deutschen Bahn und die wirtschaftlichen Folgen nicht in Ordnung. Es bleibe dabei, dass es bis zum 7. Januar keinen neuen Ausstand der Lokführer bei der Deutschen Bahn geben werde.

Lokführergewerkschaft: Claus Weselsky, Vorsitzender der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer

Claus Weselsky, Vorsitzender der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer

(Foto: Wolfgang Kumm/dpa)

Am Dienstag hatte Weselsky mit einem Streik vom 8. Januar an gedroht, wenn das Management der Bahn bis dahin nicht auf die Forderungen der Gewerkschaft eingehen sollte. Dabei müsse die Absenkung der Arbeitszeit im Vordergrund stehen wie auch der Tarifvertrag für die Fahrdienstleiter und der Rahmentarifvertrag für die Fahrzeuginstandhaltung.

In der diesjährigen Tarifrunde haben die Lokführer bislang zweimal ihre Arbeit niedergelegt und damit den Bahn-Verkehr weitgehend zum Erliegen gebracht. Die Gewerkschaft hatte Ende November die Gespräche mit dem Staatskonzern für gescheitert erklärt.

Größter Streitpunkt ist die von der GDL geforderte Arbeitszeitverkürzung von 38 auf 35 Stunden pro Woche für Schichtarbeiter bei vollem Lohnausgleich. Dazu verlangt sie 555 Euro mehr im Monat sowie eine Inflationsausgleichsprämie von 3000 Euro.

Zur SZ-Startseite

SZ PlusMeinungStreik
:Die Bahn muss sich endlich bewegen

Die Lokführer der Gewerkschaft GDL stimmen für einen unbefristeten Ausstand. Doch der müsste nicht sein, wenn das DB-Management es nur wollte.

Lesen Sie mehr zum Thema

Jetzt entdecken

Gutscheine: