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Reden wir über Geld mit David Graeber:"Im Grunde ist das ein perverses System"

David Graeber

Wuchs in einer New Yorker Polit-WG auf, war aber zunächst nicht politisch aktiv: David Graeber.

(Foto: Anette Hauschild/Klett-Cotta)

Menschen arbeiten nur wegen seltsamer Moralvorstellungen Acht-Stunden-Tage - 15 Stunden pro Woche würden reichen, sagt Kapitalismuskritiker David Graeber. Ein Gespräch über Bullshit-Jobs.

Interview von Alexander Hagelüken und Christian Mayer

Ein anarchistischer Anthropologe, der Bestseller über die Wirtschaft schreibt - und nebenbei den Slogan der bankenkritischen Occupy-Bewegung erfand: David Graeber zieht Interesse auf sich. So auch für sein neues Buch "Bullshit-Jobs", das viele der heutigen Arbeitsplätze als erschütternd sinnlos beschreibt. Wie er da in einem Münchner Hotel über Buch und Leben plaudert, wirkt er entspannt und gar nicht eingenommen. Als die Journalisten nachher seinen Kaffee bezahlen, gibt es einen echten Bullshit-Moment: Der Concierge sagt, für die Rechnung müsse er unsere Daten aufnehmen und uns als Hotelgäste registrieren.

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