Corona-Krise:Apotheken erhielten zwei Milliarden für Masken - ohne Kontrolle

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Corona-Krise: Jens Spahns Nachfolger Karl Lauterbach (SPD) war früher ein scharfer Kritiker unzulänglicher Kontrollen bei großzügigen Milliardenprogrammen im Gesundheitswesen.

Jens Spahns Nachfolger Karl Lauterbach (SPD) war früher ein scharfer Kritiker unzulänglicher Kontrollen bei großzügigen Milliardenprogrammen im Gesundheitswesen.

(Foto: Christophe Gateau/dpa)

In der Pandemie bekamen die Apotheken vom Gesundheitsministerium viel Geld, um Masken an gefährdete Bürger zu verteilen. Bis heute will niemand mögliche Betrugsfälle aufarbeiten.

Von Markus Grill und Klaus Ott, Berlin

Kann es sein, dass der deutsche Staat mehr als zwei Milliarden Euro ohne jegliche Kontrolle auszahlt? Ja, das kann sein. So ist es in der Pandemie geschehen, als im Winterhalbjahr 2020/21 der damalige Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) den Apotheken mehr als 2,1 Milliarden Euro zukommen ließ. Für die Verteilung von Corona-Schutzmasken an Personen, die durch das Coronavirus besonders gefährdet seien. Der Bundesrechnungshof kritisierte das später vehement und sagte, es sei eine "deutliche Überkompensation zugunsten der Apotheken". Diese hätten für ihre Verteilungsdienste viel zu viel Geld bekommen.

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