Doping im Eiskunstlauf:Die Untersuchung des Falls Walijewa ist überfällig

Doping im Eiskunstlauf: Kamila Walijewa hielt den Belastungen bei Olympia nach einem positiven Dopingtest nicht stand. Ihre Trainerin Eteri Tutberidse (li.) erhielt nun eine Auszeichnung - von Russlands Herrscher Wladimir Putin.

Kamila Walijewa hielt den Belastungen bei Olympia nach einem positiven Dopingtest nicht stand. Ihre Trainerin Eteri Tutberidse (li.) erhielt nun eine Auszeichnung - von Russlands Herrscher Wladimir Putin.

(Foto: David McIntyre/Penta/Imago)

Die Welt-Anti-Doping-Agentur legt beim Cas Berufung gegen den russischen Freispruch der Eiskunstläuferin ein. Ein Jahr nach den Winterspielen sind noch immer viele verstörende Details zu klären.

Kommentar von Barbara Klimke

Vor wenigen Tagen ist Kreml-Kriegsherr Wladimir Putin wieder einmal zur Ordensverleihung geschritten. Plaketten und Verdienstnadeln gingen diesmal an Wintersportfunktionäre, Verbandsobere und Personal aus dem Eiskunstlauf. Besonders tief war der Griff in die Schatulle für eine Drillmeisterin, die junge Mädchen zu Höchstleistungen trimmt: für Eteri Tutberidse, die in Peking 2022 unter anderem bei Kamila Walijewa an der Bande stand. Auf Präsidialanordnung kann sie sich nun den Alexander-Newski-Orden ans Revers heften, wegen ihrer Verdienste um die "Gewährleistung von erfolgreichem Training" für Spitzensportler bei Olympia, wie es hieß.

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