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VfB Stuttgart:Gisdol? Oder gar Klinsmann?

In Düsseldorf hatte der Manager keine Stellungnahme abgeben wollen, was die Spekulationen so sehr wuchern ließ, dass sogar eine Lösung mit Felix Magath in Betracht gezogen wurde, der schon vor 15 Jahren als Sanierer beim VfB tätig war. Der Schwabe Markus Gisdol und das Vereinsidol Jürgen Klinsmann, ebenfalls überzeugter Schwabe, sind weitere Personen, deren Namen mehr oder weniger plausibel die Gerüchte bereichern.

Sowohl in Düsseldorf als auch in Stuttgart hatten die sogenannten Umfelder diese Partie zu einem Akt von entscheidender Bedeutung stilisiert. Diese Einordnung stellte zwar in Anbetracht des immer noch relativ frühen Saison-Stadiums eine Dramatisierung dar, dennoch war es aufschlussreich zu sehen, wie die beiden Teams die lästigen Erwartungen verarbeiteten. Während die Düsseldorfer, vom gestrengen Funkel nach dem 1:4 im Pokal auf Schalke auf acht Positionen radikal umgebaut, mit Entschlossenheit, Verstand und Leichtigkeit vorgingen, gaben die Stuttgarter geradezu präzise das gegenteilige Bild ab.

Man fragte sich, was ihnen größere Probleme machte: Der Aufbau eigener Angriffe oder die Abwehr der schnellen Düsseldorfer Gegenzüge? Das Eigenlob des Düsseldorfer Abwehrchefs Kaan Ayhan, sein Team habe "nicht nur eine gute, sondern auch eine reife Leistung" geboten, war so berechtigt wie Zielers Selbstanklage, mit dieser lethargischen Vorstellung habe man den "Tiefpunkt der Saison" erreicht. Dass der argentinische Mittelstürmer Nicolas Gonzalez, Stuttgarts einsame Sturmspitze, in der Nachspielzeit wegen einer Tätlichkeit vom Feld gestellt und am Montag für drei Spiele gesperrt wurde, das passte wie bestellt zu diesem schwarzen Sonntag.

Cheftrainer Weinzierl hatte zur Aufklärung all der unheilvollen Dinge nicht viel Erhellendes beizutragen. "Die Jungs haben Probleme mit der aktuellen Situation, mit dem Tabellenbild und mit dem Druck", sagte er. So viel steht aber immerhin fest beim VfB: An diesen Begleitumständen wird sich während der nächsten Woche nicht viel ändern.

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