Umsätze von Fußballvereinen Deutsche Klubs stagnieren, obwohl sie gut verdienen

Die beiden weiteren deutschen Vereine in den Top 20, Borussia Dortmund auf Platz zwölf und Schalke auf Platz 16, rutschen im europäischen Vergleich ab - obwohl sie beide an Umsatz zugelegt haben. Die Analysten prognostizieren den Bundesligaklubs einen leichten Aufschwung, weil in diesem Jahr der neue TV-Vertrag (unter anderem mit Montagsspielen und dem Freitagsspiel auf Eurosport) in Kraft getreten ist - der allerdings erst beim nächsten Ranking berücksichtigt wird.

Internationaler Fußball "Alles, was Klarheit bringt, würde uns guttun"
Borussia Dortmund

"Alles, was Klarheit bringt, würde uns guttun"

Nach dem Klubtausch von Henrikh Mkhitaryan und Alexis Sanchez warten der BVB und sein Trainer Peter Stöger auf eine Lösung der Aubameyang-Frage. Dessen Weggang hängt am Geld.   Von Benedikt Warmbrunn

Trotzdem kommt der Bericht zu dem Ergebnis, dass es unter den gegebenen Rahmenbedingungen etwa für Bayern München kaum möglich ist, weiter im Ranking zu klettern. Die Attraktivität der Bundesliga müsste sich steigern, damit der FC Bayern auch eine Chance hätte, um an Barcelona, Madrid und Manchester vorbeizuziehen.

Langfristig ist der Schluss zulässig, dass sich an der Spitze eigentlich nichts ändert. Die einzigen beiden Klubs, die in den vergangenen Jahren dauerhaft aus den Top 10 herausfielen, sind die beiden Mailänder Vereine Inter und AC. Sie wurden ersetzt durch Paris Saint-Germain (mit Geld aus Katar) und Manchester City (mit Geld aus Abu Dhabi).

Und: Alle bekommen mehr, der Spitzen-Fußball wächst. Mit zusammen 7,9 Milliarden Euro haben alle Klubs der Top 20 ihre Gesamtumsätze gegenüber der Vorsaison um rund sechs Prozent gesteigert. Und um den letzten - also den 20. Platz des Rankings zu belegen, brauchte man in der Saison 2008/09 noch einen Umsatz von 101 Millionen Euro. Jetzt schafft es der FC Everton mit 199 Millionen Euro gerade so in den Klub der Reichen.