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Tennis bei den French Open:Titelverteidigerin scheitert an 17-Jähriger

Simona Halep verliert sensationell gegen eine Russin. Das deutsche Doppel Krawietz/Mies greift in Paris völlig überraschend nach dem Titel. Ein Riesenspiel von Steph Curry reicht den Warriors in den NBA-Finals nicht.

Tennis, French Open: Titelverteidigerin Simona Halep ist fast sensationell im Viertelfinale gescheitert. Die 27 Jahre alte Rumänin, letzte noch im Feld verbliebene Topspielerin, unterlag der zehn Jahre jüngeren Amanda Anisimova aus den USA deutlich mit 2:6, 4:6. Das erstaunlich einseitige Match auf dem Hauptplatz Philippe Chatrier dauerte nur 68 Minuten. Die ungesetzte Anisimova, die gegen die Weltranglistendritte nur selten Bedrängnis geriet und Halep zum Matchgewinn den Aufschlag abnahm, trifft im Halbfinale am Freitag auf die Australierin Ashleigh Barty, die in der dritten Runde Andrea Petkovic (Darmstadt) ausgeschaltet hatte.

Barty steht ebenfalls erstmals bei einem Grand Slam in der Runde der letzten Vier. Die Achte der Weltrangliste besiegte Madison Keys (USA), die im vergangenen Jahr das Halbfinale in Roland Garros erreicht hatte, mit 6:3, 7:5. Das andere Halbfinale am Freitag bestreiten die Britin Johanna Konta und die Tschechin Marketa Vondrousova. Anisimova, als Tochter russischer Eltern in Freehold im US-Bundesstaat New Jersey geboren, hatte es als erste Spielerin (oder Spieler) der 2000er Generation ins Viertelfinale geschafft. Den Weg dorthin war die 51. der Weltrangliste außerdem ohne Satzverlust gegangen.

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Tennis, French Open: Das deutsche Doppel Kevin Krawietz und Andreas Mies greift bei den French Open in Paris völlig überraschend nach dem Titel. Der Coburger Krawietz (27) und der Kölner Mies (28) setzten sich nach ihrem Dreisatzsieg im Viertelfinale gegen die Serben Dusan Lajovic und Janko Tipsarevic im Halbfinale glatt mit 7:5, 6:3 gegen die Argentinier Guido Pella und Diego Schwartzman durch. Nach dem dritten Matchball fielen sich die beiden Deutschen überglücklich in die Arme, von der Tribüne schallte es auf Deutsch: "Finale, ohooo!" Krawietz und Mies haben bereits ein gemeinsames Preisgeld von 290.000 Euro sicher, für den Sieg gäbe es 580.000 Euro. Das Finale im Herren-Doppel findet am Samstag statt. Gegner sind die Franzosen Jeremy Chardy und Fabrice Martin.

Fifa, Polizei: Vizepräsident Ahmad Ahmad (Madagaskar) ist in Paris von der Polizei befragt worden. Das bestätigte der Fußball-Weltverband am Donnerstag. Laut des französischen Wochenmagazins Jeune Afrique sei der 60-Jährige, der seit März 2017 der afrikanischen Konförderation CAF vorsteht, am Morgen aus einem Hotel zum Verhör abgeholt worden. Ahmad gilt als Verbündeter von FIFA-Präsident Gianni Infantino, der am Mittwoch beim FIFA-Kongress in Paris im Amt bestätigt worden war. Der Madagasse steht seit Wochen im Zentrum von Korruptionsanschuldigungen, die der frühere CAF-Generalsekretär Amr Fahmy erhoben hat und die von der Ethikkommission des Weltverbands angeblich untersucht werden. Ahmad soll unter anderem nationale Verbände bestochen und einen überteuerten Ausrüster-Vertrag abgeschlossen haben, der einem seiner Bekannten zugute gekommen sein soll. Der Funktionär selbst bestreitet die Vorwürfe.

Basketball, NBA: Die Toronto Raptors sind im Finale trotz einer Gala-Vorstellung von Stephen Curry vom Titelverteidiger Golden State Warriors erneut in Führung gegangen. Die Raptors setzten sich im dritten Spiel 123:109 bei den Warriors durch und liegen damit in der Best-of-Seven-Serie mit 2:1 in Front. Curry konnte die Niederlage der ersatzgeschwächten Kalifornier trotz 47 Punkten und damit eines Karriere-Bestwerts für die Play-offs nicht verhindern.

Neben Kevin Durant mussten die Warriors auch auf Shooting Guard Klay Thompson verzichten, der sich im zweiten Spiel in Toronto eine Blessur am Oberschenkel zugezogen hatte. Bester Akteur bei den Raptors war Starspieler Kawhi Leonard mit 30 Punkten. "Es fühlt sich gut an", sagte Leonard: "Wir sind einfach glücklich, dass wir dieses dritte Spiel gewonnen haben und unserem Ziel einen Schritt nähergekommen sind." Den Raptors fehlen noch zwei Siege, um als erstes kanadisches Team überhaupt den NBA-Titel zu gewinnen. Das vierte Spiel steigt am Freitag (Ortszeit) erneut in Oakland.

Bundesliga, BVB: Kapitän Marco Reus ärgert sich noch immer über die vergebene Titelchance mit Borussia Dortmund. "So richtig werde ich damit erst abschließen können, wenn ich nach der Zeit mit dem Nationalteam in den Urlaub gehe", sagte der Fußball-Nationalspieler dem Kicker (Donnerstag). Der BVB hatte in der abgelaufenen Bundesliga-Saison mit bis zu neun Punkten Vorsprung vor dem FC Bayern geführt, die Münchner aber doch noch vorbeiziehen lassen. "Es tat richtig weh, weil die Chance diesmal einfach unglaublich groß war", sagte Reus. Über die Niederlage im Titelrennen habe er sich sogar doppelt geärgert, erklärte der 30-Jährige. "Denn wir haben den Titel nicht nur verpasst, sondern müssen uns das Versäumen auch selbst zuschreiben, weil wir zwischenzeitlich deutlich vorne lagen", sagte Reus. Je näher sein Karriereende rücke, desto intensiver liege das Augenmerk auf dem Gewinn der Meisterschaft, bekannte Reus. "In den nächsten zwei, drei Jahren muss es jetzt dann aber auch mal klappen", sagte der Offensivspieler.

Fußball, PSG: Torhüterlegende Gianluigi Buffon verlässt nach nur einem Jahr den französischen Fußballmeister Paris St. Germain. Der im Sommer auslaufende Vertrag mit dem 41-jährigen Italiener wird nicht verlängert, darauf haben sich der Klub von Trainer Thomas Tuchel und der Weltmeister von 2006 verständigt. Das gab PSG am Mittwoch bekannt. "Heute geht mein Abenteuer außerhalb Italiens zu Ende", teilte Buffon in einem Statement mit. "Ernest Hemingway hat geschrieben, dass man nur an zwei Orten auf der Welt glücklich leben kann: zu Hause und in Paris", hieß es dort weiter: "Ab heute gilt das auch für mich: Paris wird in gewisser Weise immer mein zu Hause bleiben." Buffon war vor der abgelaufenen Saison nach 17 Jahren bei Juventus Turin zu PSG gewechselt.

Der frühere Welttorhüter kam in 25 Spielen zum Einsatz. Tuchel hatte zuletzt bereits angekündigt, dass er seine Torhüter-Rotation beim Serienmeister zur neuen Saison beenden wird. Da der Vertrag mit dem Franzosen Alphonse Areola (26) zuletzt bis 2023 verlängert worden war, kündigte sich der Abschied des italienischen Rekordnationalspielers Buffon an. Dieser will seine Karriere noch nicht beenden. "Gigi wird nicht aufhören zu spielen", sagte sein Agent Silvano Martina am Mittwoch einem italienischen Radiosender. Buffon wolle "sich zwei Tage ausruhen und mit seiner Familie über seine Zukunft nachdenken". Auch offen ist, ob PSG den an Eintracht Frankfurt ausgeliehenen Nationaltorwart Kevin Trapp (28, Vertrag bis 2020) zurück an die Seine holen wird.

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