bedeckt München 13°

NBA-Basketballer Isaac Bonga:Sein Bruder ist Profi beim VfL Bochum

Vor rund einem Jahr war der Zweitrunden-Draftpick von 2018 zusammen mit dem Berliner Moritz Wagner von den Lakers nach Washington umgesiedelt. Weil der Hauptstadtklub eine Mannschaft im Umbruch versammelt hat, kann Bonga sich ausprobieren. Im Schnitt darf er deutlich mehr Minuten aufs Parkett (18,3 Minuten) als noch bei den Lakers (5,5), seine Trefferquoten haben sich erhöht, ebenso seine Punkteausbeute (knapp fünf Zähler pro Partie).

Noch wirkt manches bei ihm ungeschliffen, Bonga ist keiner, der bei den Wizards die Dinge alleine entscheidet. Aber er hat das, was sie in den USA "Upside" nennen - Potenzial. Was ihm und seinem Klub nun noch fehlt, sind Siege, denn bisher läuft es für die Wizards mau in der Qualifikationsrunde.

Dabei prägt Bongas Familie eigentlich eine Gewinner-DNA. Isaacs älterer Bruder Tarsis, 23, ist Fußballprofi, er soll in der kommenden Saison mit seinen 1,96 Metern den VfL Bochum mit vielen Kopfballtoren versorgen, nachdem er zuletzt beim Chemnitzer FC spielte. Der Kontakt der Brüder besteht natürlich auch über die Distanz des Atlantiks, wie Tarsis neulich im MDR berichtete. Sein Bruder versuche in der Glitzerwelt der NBA, "es einfach nur zu leben und nicht nachzudenken: Krass, wo bin ich hier?" Es ist wohl genau diese Einstellung, die Isaac Bonga seinen Weg ermöglicht hat. Aus Koblenz, nach Frankfurt, bis nach LA und nun Washington.

"Mir fällt es leicht, denn hier herrscht so eine positive Energie", sagt er über die NBA in diesen komischen Zeiten. Trotz Corona und trotz der Proteste rund um Polizeigewalt und Rassismus in den USA hat er sich die Coolness des Jazz offenbar bewahrt.

© SZ.de/chge
Deutschland Frankfurt am Main Fraport Arena 23 02 2018 Basketball WM Qualifikationsspiel Deu; Isaac Bonga

Isaac Bonga bei den LA Lakers
:Plötzlich in magischer Gesellschaft

Wieder ein deutscher Basketballer mehr in der NBA: Isaac Bonga begeistert Magic Johnson und bekommt prompt einen Vertrag bei den Lakers - er ist dort nicht der einzige Deutsche.

Von Jonas Beckenkamp

Lesen Sie mehr zum Thema

Zur SZ-Startseite