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Internationaler Fußball:Arsenal gewinnt den FA-Cup

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Endlich wieder ein Titel: Die Arsenal-Spieler Aaron Ramsey (rechts) und Jack Wilshere freuen sich über das gewonnene FA-Cup-Finale.

(Foto: AFP)

Erster Titel seit 2005: In einem spannenden FA-Cup-Finale gerät der FC Arsenal gegen Außenseiter Hull City zunächst in Rückstand, dreht dann aber die Partie und siegt nach Verlängerung 3:2. Real Madrid macht sich Sorgen um den verletzten Cristiano Ronaldo.

Der Titelfluch des FC Arsenal ist gebannt, Mesut Özil, Lukas Podolski und Per Mertesacker fahren mit einem Erfolgserlebnis zur Fußball-WM nach Brasilien. Das deutsche Trio gewann das 133. FA-Cup-Finale mit den Gunners gegen den Außenseiter Hull City am Samstag im ausverkauften Londoner Wembley Stadion nach verpatztem Start mit 3:2 (1:2) nach Verlängerung.

Damit gewann Arsenal erstmals seit dem 21. Mai 2005 eine Trophäe. Damals hatte der 13-malige Meister (bereits unter dem heutigen Teammanager Arsène Wenger) den Pokal zum zehnten Mal geholt. Mit dem elften Triumph schloss Arsenal zu Rekordsieger Manchester United auf. Hull verpasste dagegen den ersten Titel in der 110-jährigen Vereinsgeschichte.

Dabei hatte der Außenseiter die Abwehr des klaren Favoriten anfangs euphorisch überrannt. Nach 187 Sekunden schoss James Chester nach einem Eckball das 1:0, nach acht Minuten lag Arsenal durch einen Treffer von Kapitän Curtis Davies sensationell 0:2 hinten. Santi Cazorla (17.), Laurent Koscielny (72.) und schließlich in der Verlängerung Aaron Ramsey (108.) drehten aber das Spiel für die Gunners.

Die Arsenal-Abwehr um Mertesacker konnte nur zusehen, wie Chester und Davis ihren Torhüter Lukasz Fabianski bezwangen - 35 000 Fans aus Hull rasteten aus. Zudem musste Kieran Gibbs für die Gunners mit dem Kopf auf der Torlinie retten (13.). Arsenal enttäuschte die 89 345 Zuschauer zunächst. Den Schock abzuschütteln, fiel auch Podolski und Özil sichtlich schwer. Aus dem ersten vernünftigen Angriff resultierte dann jedoch ein Freistoß, den der Spanier Cazorla in den Winkel drehte.

Arsenal hatte sein Selbstbewusstsein zurück und begann, überlegen zu spielen. Nun schalteten sich auch der etwas lethargische Özil, der hinter der einzigen Spitze Olivier Giroud spielte, und Podolski häufiger in die Offensive ein. Nach der Pause verteidigte Hull mit Herz und hatte Glück bei zwei nicht gegebenen Elfmetern. Wenger nahm in der 62. Minute Podolski für Yaya Sanogo vom Feld. Zehn Minuten später fiel der Ausgleich. Auch der dritte Arsenal-Treffer fiel kurz nach der Auswechslung eines Deutschen: Zwei Minuten vor Ramseys Treffer war Özil vom Feld gegangen. Mertesacker verschuldete mit einem groben Schnitzer fast noch das 3:3.

Das Finale von Wembley war das 882. Spiel des diesjährigen FA-Cups, der mit den ersten Qualifikationsspielen auf niedriger Ebene am 16. August begonnen hatte. Die deutschen WM-Fahrer können sich nun noch einige Tage erholen, bevor sie am 21. Mai mit ihrem Teamkollegen ins WM-Trainingslager nach Südtirol reisen.

FC St. Johnstone feiert ersten Titel der Vereinsgeschichte

Der FC St. Johnstone hat den schottischen Fußball-Pokal geholt und damit seinen ersten Titel in der 130-jährigen Klubgeschichte gefeiert. Der Verein aus Perth besiegte im Finale am Samstag den früheren UEFA-Pokalfinalisten Dundee United 2:0 (1:0). St. Johnstone war erst 2009 in die schottische Premier League zurückgekehrt und hatte die Saison 2013/14 auf dem sechsten Platz abgeschlossen. Steven Anderson (45.) und Steven MacLean (84.) machten im Celtic Park von Glasgow den Sieg perfekt.