Fußball - Zürich:Eberl gegen eine WM alle zwei Jahre: "Fußball gehört allen"

Deutschland
Mönchengladbachs Sportdirektor und Geschäftsführer Max Eberl kommt ins Stadion. Foto: Federico Gambarini/dpa/Archivbild (Foto: dpa)

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Düsseldorf (dpa) - Sportdirektor Max Eberl vom Fußball-Bundesligisten Borussia Mönchengladbach hat sich gegen eine WM im Zwei-Jahres-Rhythmus ausgesprochen. "Wir haben spannende Wettbewerbe, die wir nicht noch zahlreicher werden lassen wollen. Der Fußball ist größer geworden, aber er gehört allen. Ich habe das Gefühl, dass in Europa alle eine WM alle vier Jahre für ausreichend halten", sagte der Bundesliga-Manager am Donnerstag. Herbert Hainer als Präsident des FC Bayern hatte unlängst erklärt, dass sich der Rekordmeister "klar dagegen" positioniere.

Der Weltverband FIFA treibt die Idee einer WM alle zwei Jahre voran, was von zahlreichen Verbänden zum Teil massiv kritisiert wird. Das FIFA-Council hatte am Mittwoch beschlossen, dass am 20. Dezember ein globaler Gipfel mit Beratungen zur Reform des internationalen Spielkalenders stattfinden soll. Damit ist eine Abstimmung zu der Frage noch in diesem Jahr laut DFB "hinfällig".

Die Positionen zu einer Verkürzung des WM-Rhythmus auf zwei Jahre sind weiter verhärtet. Bei Gesprächen mit europäischen Verbandsvertretern hatte FIFA-Präsident Gianni Infantino deutlichen Widerstand für die Pläne des Weltverbands erhalten. Mehr als ein Dutzend europäischer Verbände erwägt nach dpa-Informationen, als letzte Option aus dem Weltverband auszutreten. Neben der Europäischen Fußball-Union UEFA lehnt auch der Kontinentalverband Südamerikas die Pläne für eine WM alle zwei Jahre kategorisch ab.

© dpa-infocom, dpa:211021-99-683359/2

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