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Fußball - Frankfurt am Main:SGE auch auf Schalke ohne Punkt: 0:1 trotz Überzahl-Phase

Gelsenkirchen (dpa) - Eintracht Frankfurt kann in der Bundesliga einfach nicht mehr gewinnen und steckt in einem echten Tief. Trotz einer Roten Karte gegen Schalkes Torhüter Alexander Nübel unterlagen die Hessen am Sonntagabend zum Abschluss des 15. Spieltags mit 0:1 (0:0). Während Schalke als Tabellenvierter in die Englische Woche geht, wird für das Team von Trainer Adi Hütter der Abstand zu den Europa-Rängen immer größer. Als Zwölfter fehlen inzwischen schon sieben Zähler, selbst das Polster auf die Abstiegsränge ist für den selbstbewussten Europa-League-Starter kleiner.

Schalke-Kapitän Nübel dürfte nach dem Platzverweis wegen einer Notbremse (66.) in diesem Jahr nicht mehr zum Einsatz kommen. Den Siegtreffer erzielte Benito Raman (53.), der damit im vierten Liga-Spiel in Folge erfolgreich war.

Für die im 29. Pflichtspiel extrem müden Frankfurter ist eine dritte Europacup-Teilnahme in Folge derweil erst einmal in weite Ferne gerückt. Der letzte Sieg ist über einen Monat her: Es war das 5:1 gegen den FC Bayern, das Ex-Trainer Niko Kovac den Job in München kostete. "Jetzt ist so eine Phase, da läuft es einfach nicht", sagte Stürmer Bas Dost. "Trotzdem können wir stolz sein darauf sein, wie wir gespielt haben."

Die Schalker mussten bereits in der 11. Minute einen echten Schock verkraften. Jungstar Weston McKennie, der wegen der Verletzungen von Salif Sané, Matija Nastasic und Benjamin Stambouli bereits als quasi letzte Option in der Innenverteidigung ausgeholfen hatte, verletzte sich und musste vom Platz getragen werden. Nach Sky-Informationen besteht bei McKennie der Verdacht auf eine ausgekugelte Schulter. Für ihn kam Juan Miranda, 19 Jahre alte Leihgabe vom FC Barcelona, zum ersten Pflichtspiel-Einsatz für Schalke.

Doch die Hessen waren nicht nur ebenfalls durch Sperren und Ausfälle geplagt - unter anderem fehlten Kevin Trapp, David Abraham, Dominik Kohr und Gelson Fernandes - sondern hatten bereits zwölf Pflichtspiele mehr in den Knochen als die Schalker. Die Gäste beschränkten sich lange Zeit fast ausschließlich auf Defensivarbeit, erledigten diese aber lange zuverlässig.

So kamen die dominanten Gastgeber vor der Pause nur zu drei nennenswerten Torchancen. Eintracht-Keeper Frederik Rönnow parierte einen Schlenzer von Nationalspieler Suat Serdar (28.) und gegen den frei vor ihm stehenden Benito Raman (43.), der defensiv starke Ozan Kabak verzog nach einem Solo weit (41.). Umgekehrt gelang es der Eintracht erst in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit, gegen die Not-Defensive der Schalker Nadelstiche zu setzen. Mijat Gacinovic scheiterte aber einmal per Seitfallzieher und einmal per Kopf.

Nach dem Wechsel wurde das Spiel munterer, doch das Tor fiel erst nach einem groben Fehler: Almamy Touré dribbelte sich an der Mittellinie fest, Omar Mascarell eroberte den Ball, Amine Harit bediente Raman und der ließ Rönnow keine Chance. Schalke schien nun klar auf der Siegerstraße, denn die Eintracht konnte sich nur mühsam auf mehr Offensive umstellen. Als Nübel Gacinovic rund 35 Meter vor dem Tor mit dem Fuß an der Brust traf und vom Platz musste, begann für die Gastgeber dennoch das große Zittern.