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FC Barcelona:Fati zündet sein Feuerwerk

Gegen Villarreal zeigte er am Sonntag eine Leistung, die fantastisch mit dem pyromusikalischen Spektakel korrelierte, das am Sonntag in Barcelona tobte. Aus Anlass des Endes der "Festes de la Mercè", den fünftägigen Stadtpartys zu Ehren der Schutzheiligen der katalanischen Kapitale wurden Raketen gezündet, die diesmal höher flogen als in früheren Jahren, damit die Menschen der pandemiegeplagten Stadt sie auch von ihren Balkons sehen konnten. Fati zündete sein Feuerwerk auf dem Rasen. Und das war mindestens ebenso spektakulär.

"Er ist ein junger Spieler, der noch Beständigkeit in seinem Spiel und in seiner Leistung braucht", sagte Trainer Koeman über das neue Feuer, das in seinem Team lodert, "aber er hat gezeigt, dass er eine große Zukunft vor sich hat. Ich bin sehr froh über sein heutiges Spiel". Nach dem Spiel schloss er Fati in die Arme: "Ich habe ihm gesagt, dass er ein großartiges Spiel gemacht hat." Doch nicht nur wegen Fati weckte Barcelonas Spiel unter den Fans des katalanischen Traditionsvereines Hoffnung.

Das Team fand sich im neuen System (4-2-3-1), in dem auch der vormalige Bayern-Leihspieler Philippe Coutinho gefiel, gut zurecht. Im Grunde arbeitete die ganze Mannschaft auch beim Spiel gegen den Ball so emsig, dass man kaum glauben konnte, was die Aufstellung besagt hatte: dass die einst angekündigte Revolution im Grunde ausgeblieben war. Auf dem Platz standen gleich sieben Spieler, die das 2:8 gegen die Bayern mitverschuldet hatten, unter ihnen: Messi, 33, der als "falsche Neun" hinter den Spitzen agierte und eine gute Leistung bot.

Fati freute sich auch am Sonntag daran, ihn an seiner Seite zu haben. "Ich hatte schon als Kind den Traum, mit ihm zusammenzuspielen, nun kann ich es machen. Er hilft mir immer und gibt mir Ratschläge", sagte Fati. Dass er seine Leistung nicht mit einem Hattrick krönte, es fiel nicht ins Gewicht. Denn in Barcelona hoffen sie, den vielgesuchten Erben Messis in den eigenen Reihen gefunden zu haben.

© SZ/jbe
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