Datenprojekt zu Europas Ligen:Queens Park bekommt mehr als Bayern

  • Premier League überdreht - auch in diesen Tagen

Die Premier League überdreht - und ein Ende ist nicht in Sicht. Denn bei den spektakulären Transfers der vergangenen Wochen waren es erneut fast immer englische Klubs, die bereit waren übertriebene Millionensummen hinzublättern. Manchester City leistete sich den international kaum aufgefallenen Stürmer Raheem Sterling für schlappe 62,5 Millionen Euro, Liverpool holte sich mit Hoffenheims Roberto Firmino und Christian Benteke gleich zwei Spieler, die jeweils mehr als 40 Millionen Euro kosteten, diese Beträge womöglich aber gar nicht wert sind. In der Bundesliga kann nur der FC Bayern bei derartigen Summen mitbieten: Für Arturo Vidal zahlte er 37 Millionen Euro, immerhin der fünftteuerste Transfer des Sommers. Welcher Transfer sich am Ende auszahlt? Es dürfte eher der ruppige Vidal sein als der unauffällige Sterling.

  • Messi verdient am meisten

Unter den Berühmtheiten des Fußballs ragen zwei besonders heraus: Messi und Ronaldo. Sie sind auch diejenigen Spieler, die laut Schätzungen des französischen Fußballmagazins France Football am meisten verdienen. Messi erhält demnach inklusive Werbeeinnahmen jedes Jahr eine Aufwandsentschädigung von 65 Millionen Euro, Ronaldo immerhin 54 Millionen. Als weltweite Marken sind sie auch hier in einer eigenen Galaxie unterwegs.

Doch auch beim Blick auf die Gehaltsliste wird deutlich: Die Premier League zahlt bereitwillig wie keine andere Liga. Neun der 20 bestverdienenden Fußballer sind in England angestellt. Aus der Bundesliga befinden sich nur Robert Lewandowski (geschätzte 20,2 Millionen Euro Jahressalär) und Mario Götze (16,9 Millionen Euro) unter den Topverdienern.

  • Die Premier League hat die lukrativsten TV-Verträge

Wie sehr die Premier League den anderen Ligen rein finanziell (aber nicht sportlich) enteilt, zeigen schließlich die TV-Verträge. So hat der englische Fußball vor kurzem einen neuen Rekord-Deal abgeschlossen: 9,5 Milliarden Euro zahlen die Fernsehsender für die kommenden drei Jahre, um Partien aus Old Trafford, von der Stamford Bridge und anderen Stadien zu übertragen. Zum Vergleich: Die Bundesliga erhält trotz steigender Beliebtheit und voller Stadien derzeit nicht einmal eine Milliarde Euro pro Saison.

Die Queens Park Rangers streichen dabei pro Saison mit 86,8 Millionen Euro die wenigsten TV-Einnahmen der Liga ein, sie können damit jedoch vergleichsweise zufrieden sein. Denn der international erfolgreiche FC Bayern bekommt über 30 Millionen Euro weniger als der Londoner Durchschnittsklub. Immerhin stimmt der Unterhaltungswert: Bei einem Spiel der Rangers mag der TV-Zuschauer zwar die fehlende Qualität bemängeln, dafür ist bei den Partien immer was los. Nur der FC Parma bekam in der vergangenen Saison mehr Gegentore als der britische Klub, der nun in der zweiten Liga sein Dasein fristet. Reich, aber erfolglos.

  • Linktipps:

Lesen Sie hier den zweiten Teil zum Datenprojekt über Europas Fußball: Warum die Bundesliga die fanatischsten Fans hat

Lesen Sie hier den dritten Teil zum Datenprojekt über Europas Fußball: Wo der schönste Fußball gespielt wird

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