Flugreise Schwitzen, schlafen, schweigen

Dem Koffer eins kleben - damit er weniger leidet

Nicht nur für die Reisenden, sondern auch fürs Gepäck kann der Flug ganz schön strapaziös sein. Hier ist allerdings nicht der Transport in der Luft der Stressfaktor, sondern der Weg ins Flugzeug. Da wird geworfen, gehoben, gedrückt und geschoben, erst aufs Förderband am Check-In, über Transportbänder Richtung Gate, im Gepäckwagen übers Rollfeld, auf der Transportrampe in den Frachtraum - und am Zielflughafen wieder retour. Das hinterlässt Kratzer und Macken selbst auf robusten Gepäckstücken. Ein simpler Trick, um den Lieblingskoffer zu schützen, kommt von Reise-Blogger David Kitzmüller. Ein leuchtender Paket-Aufkleber mit der Aufschrift "Fragile" ("Zerbrechlich") bietet zwar keine Garantie auf sorgsamere Behandlung des Gepäcks, erhöht aber zumindest die Chancen, dass der Koffer nicht ganz so viel erleiden muss. Und der Aufwand ist gering: Die Aufkleber kosten nur wenige Cent.

Flugreise Wie viel Handgepäck darf mit ins Flugzeug?
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Wie viel Handgepäck darf mit ins Flugzeug?

Eine Tasche oder zwei? Wie groß darf der Koffer sein? Und was passiert, wenn das Gepäckfach voll ist? Die wichtigsten Fragen und Antworten rund ums Handgepäck.   Von Eva Dignös

Vor dem Abflug noch mal schwitzen - das entspannt

So groß die Vorfreude auf das ferne Reiseziel auch sein mag: Stundenlang im Flugzeugsitz eingeklemmt zu sein, lässt davon nicht viel übrig. Bewegung ist so gut wie unmöglich, vielleicht mal abgesehen von Zehenwackeln und Schulterzucken. Das zerrt an den Nerven. Reise-Bloggerin Beatrice Anton rät deshalb zu Sport auf Vorrat: Eine Joggingrunde, ein Stündchen im Fitnessstudio oder eine Yoga-Einheit am Tag vor der Abreise oder je nach Zeitplan sogar noch am Reisetag selbst macht die Muskeln müde und den Geist ausgeglichener - die bewegungsarmen Stunden im Flugzeug lassen sich dann besser aushalten. Wer vor lauter Packstress nicht mehr zum Trainieren gekommen ist, könnte zumindest die Zeit vor dem Abflug zu einem ausgedehnten Spaziergang durchs Terminal nutzen - statt im Sitzen aufs Sitzen zu warten.

Sollen die anderen doch drängeln - der Profi wartet

Das Flugzeug ist zum Einsteigen bereit, die Airline-Angestellten öffnen die Tür zur Passagierbrücke. Jetzt bricht Hektik aus. Doch der Profi widersteht, bleibt im Wartebereich sitzen und streckt noch einmal entspannt die Beine aus, bevor er sie für Stunden in der Economy-Class zusammenfalten muss. Sollen doch die Mitreisenden aus Angst, keinen Platz für ihr Handgepäck mehr zu ergattern, um die besten Plätze in der Warteschlange rangeln. Wer beim Einsteigen die Nerven behält, erspart sich nicht nur die Ellenbogenstöße der ungeduldigen Passagiere, sondern gewinnt möglicherweise auch einen Premium-Platz in der Kabine - zumindest ist das die Erfahrung der Travel-Blogger Nadja und Christian Hubo. Sie steigen gern als Allerletzte in den Flieger, wenn alle anderen Passagiere schon sitzen, um sich unter den frei gebliebenen Plätzen die besten Sitze auszusuchen. Das funktioniert natürlich nur bei nicht ausgebuchten Flügen.

So wollen wir fliegen! Oder?

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Ruhe sanft - dank Luftballons

Der Hipsterfaktor von Nackenkissen ist, sagen wir mal, überschaubar. Doch die um den Hals gelegte gepolsterte Textilwurst ist tatsächlich praktisch, verhindert sie doch, dass der Kopf beim Nickerchen nach vorn oder - noch unangenehmer - auf die Schulter des oder der Unbekannten auf dem Nebensitz kippt. Wem das Kissen zum Mitnehmen zu sperrig ist, der kann sich mit einem Lifehack von Reise-Bloggerin und Autorin Anita Arneitz behelfen: einen Luftballon (der stabileren Sorte) aufblasen - natürlich keinen runden, sondern einen länglich geformten - und mit einem Pullover umwickeln, fertig ist das Ruhekissen.

Im Handgepäck hat die Bloggerin außerdem immer eine Notfallsocke, sollte ihr Koffer unterwegs verloren gehen. Weil eine Socke allein natürlich nicht glücklich macht, ist sie gefüllt: Shirt, Hose und Unterwäsche werden ganz klein zusammengerollt und das Paar Socken wird darübergestülpt. Das Päckchen Ersatzkleidung nimmt im Handgepäck so kaum noch Platz weg.

Keine Lust auf Smalltalk - die selbstgewählte Quarantäne

Es gibt Menschen, die gern reden. Stundenlang reden. Über sich, über andere, über Gott und die Welt. Das kann interessant sein. Oder furchtbar nervig. Erst recht, wenn die mitteilungsfreudige Person auf dem Nachbarplatz im Flugzeug sitzt und eine Flucht unmöglich ist. Erlösung verspricht eine Idee von Reise-Bloggerin Anna Röttgers: Mit einem Krankenhausmundschutz über Mund und Nase lässt sich eine ansteckende Infektion vortäuschen - und schon wird der Nachbar auf Abstand gehen und möglichst wenig Kontakt suchen. Wenn der Sitznachbar oder die Sitznachbarin sich allerdings als sympathisch herausstellt, ist es möglicherweise erforderlich, die Tarnung wortreich zu erklären - in der Hoffnung, dass er oder sie dann bereit ist, geduldig zuzuhören. Ein leicht zu deutendes Signal, dass die Geduld des Nachbarn erschöpft ist: Er stopft sich Taschentücher als Ohropax-Ersatz in die Ohren.

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