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Flugzeug-Knigge:Von A wie Armlehne bis U wie Unterhaltung

Wer darf seinen Arm aufstützen, was tun gegen Schnarcher und wie steht es um das Klatschen nach der Landung? Alles über Benimm an Bord.

Im Flugzeug ist es eng, viel zu eng. Die Menschen sitzen dicht an dicht, je nach Körperbreite fast aufeinander. Würde sich ein Unbekannter im Aufzug so nah herandrängen, fiele das unter Belästigung. Laut Studien fühlen sich Menschen wohl, wenn zwischen Fremden mehr als 60 Zentimeter Abstand ist - ansonsten bewegt man sich recht aufdringlich in der Intimzone des anderen.

Doch in der Economy Class sind nicht einmal die Sitze so breit, sondern etwa 15 Zentimeter schmaler. So rückt der Nachbar zwangsläufig eine Spur zu nah. Und die Armlehne muss man sich auch noch mit ihm teilen. In dieser Situation ist es angebracht, aufkeimende Aggressionen zu unterdrücken und sich auf seine gute Erziehung zu besinnen. Falls Ihre Eltern versäumt haben sollten, Ihnen zwischen Kindergarten und Grundschule das korrekte Benehmen an Bord beizubringen, können Sie diese Wissenslücke nun schließen. (Die Texte sind ein Auszug aus dem SZ.de-Buch "Die wundersame Welt des Fliegens", erschienen in der Süddeutsche Zeitung Edition.)

Das Einsteigen

Gelassenheit beim Boarding macht viel aus, außer man hat einen Billigflieger mit freier Sitzwahl gebucht. Ansonsten lassen die meisten Airlines die Passagiere auf den hinteren Rängen zuerst einsteigen, um den Verkehr nicht unnötig aufzuhalten. Und das sollte auch Ihr Ziel sein: Haben Sie Ihren Platz erreicht, vergewissern Sie sich, dass Sie beim Verstauen des Handgepäcks nicht zehn Zusteiger hinter sich blockieren. Bildet sich auf dem Gang ein Stau, lassen Sie die Menschenschlange ruhig vorbeiziehen. Die wenigsten Flugzeuge sind so spät dran, dass ein Blitzstart nötig wird, sobald der letzte Passagier seinen Sitz erreicht hat. Reisende mit Rucksäcken nehmen diese vor Betreten des Flugzeugs ab. Der Gang ist selbst für minimale Körperdrehungen zu eng, sodass dabei der Rucksack anderen durchs Gesicht wischt.