Flugreise Mit diesen Tricks fliegen Sie bequemer

Ein schöner Flug - das hängt nicht nur von Wetter und Kapitän ab.

(Foto: Tobias Hase/dpa)

Reisen in der Economy Class kann zur Prüfung für Nerven, Nacken und Rücken werden - außer mit diesen Tipps für mehr Beinfreiheit, Ruhe und Komfort.

Von Eva Dignös

Natürlich, Deutschland ist schön, aber manchmal soll oder muss es ein Ziel sein, das nicht mit Bahn oder Auto erreichbar ist. Einige Stunden auf ziemlich engem Raum mit ziemlich vielen Menschen sind der Preis, den Reisende dafür zahlen. Besonders Langstreckenflüge können eine gefühlte Ewigkeit dauern, die von Minute zu Minute unbequemer wird. Aber Vielreisende kennen Tricks, um die Stunden im Flugzeug erträglich zu gestalten - und teilen sie auf ihren Reiseblogs. Eine Sammlung:

Die clevere Reservierung - mit Lücke

Viele Flugzeuge sind mit Dreier-Sitzgruppen bestuhlt, jeweils drei Sitze rechts und links vom Gang zum Beispiel. Wer zu zweit unterwegs ist und clever reserviert, hat in solchen Fliegern eine realistische Chance auf mehr Platz, so die Erfahrung von Reise-Blogger Dennis Fink. Wenn das Paar nicht nebeneinander, sondern den Fensterplatz und den Gangplatz bucht, könnte es an Komfort gewinnen, ohne draufzuzahlen: Mit etwas Glück ist der Flug nicht ausgebucht und der Mittelplatz bleibt frei. Dann können die Reisenden ihre Beine zumindest diagonal ausstrecken und die Armlehnen hochklappen. Ist der Mittelsitz doch gebucht, bietet das Paar eben den Fenster- oder Gangplatz zum Tausch an, um doch nebeneinander zu fliegen.

Der beste Platz - ganz vorne oder ganz hinten

Um es gleich zu sagen: Den einen besten Platz im Flugzeug gibt es nicht. Manche hätten es gerne wackelfrei, die anderen gerne mit viel Beinfreiheit, die nächsten haben lieber eine gute Aussicht (hier finden Sie Tipps für alle Bedürfnisse). Aber die meisten wollen doch zwei Dinge: möglichst schnell etwas zu essen und möglichst viel Platz. Flugbegleiterin und Reise-Bloggerin Franziska Reichel empfiehlt, die Wahl des Sitzplatzes davon abhängig zu machen, wie ausgebucht das Flugzeug ist: Wird es bald wegen Überfüllung geschlossen, ist der beste Sitzplatz möglichst weit vorne - dann erhält man früh den Snack oder hat noch die Wahl beim Bordmenü. Ist der Flug relativ leer, bieten sich Plätze weit hinten an. Mit etwas Glück bleibt der Nachbarsitz dann leer, weil die Plätze von vorn nach hinten aufgefüllt werden. Und noch ein Tipp auf dem Blog "My Coconut Life": Wer etwas vergessen hat, sei es Zahnbürste, Ohrstöpsel oder Augenmaske, könne der Kabinencrew in einem ruhigen Moment einen Besuch abstatten und so nett wie möglich fragen - vielleicht gibt es Ersatz im Bordfundus.

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Einzigartig - den Koffer hat sonst keiner

Ein schwarzer Koffer rutscht aufs Gepäckband, der nächste, dann noch einer, zwischendurch mal ein dunkelblauer, dann wieder fünf schwarze - und welcher gehört wem? Gut, es gibt diese bunten Gurte, um Gepäckstücke unterscheidbar zu machen. Deutlich mehr Glamour versprüht jedoch ein Tipp von Reise-Blogger Shawn Forno: Goldspray macht Koffer und Taschen unverwechselbar; entweder locker aus dem Handgelenk, mit einer selbstgebastelten Schablone ("Meins!") oder mit einem komplett neuen Farb-Look.

Ein solcher Koffer ist weitaus einfacher zu beschreiben, sollte er doch einmal verloren gehen. Reisenden mit weniger auffälligen Gepäckstücken empfiehlt Bloggerin Charlotte Deprez, Koffer oder Tasche vor dem Einchecken zu fotografieren - als Fahndungsfoto, damit die Airline ganz genau weiß, wonach sie im Verlustfall suchen muss.