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Wandern auf die Benediktenwand:Vom Brauneck über die Achselköpfe

Immer oben entlang, über Grasrücken und durch Latschenfelder geht es auf einen der beliebtesten Gipfel der Bayerischen Alpen: die Benediktenwand.

Im Winter zählt das Brauneck zweifellos zu den Hausskigebieten der Münchner - einfach zu schön sind die Mulden unter dem vom Brauneck zu den Latschenköpfen sich ziehenden Gratkamm.

BLICK INS BAYERISCHE VORALPENLAND

Wanderer schauen von der Benediktenwand bei Benediktbeuern ins bayerische Voralpenland.

(Foto: dpa)

Doch viel los ist auch im Sommer, wobei sich der Großteil im Bereich der neu gestalteten Bergstation der Brauneckbahn bewegt.

Größere Radien ziehen nur wenige, lediglich eine Handvoll wählen die lange Überschreitung über die Achselköpfe zur Benediktenwand.

Sie erfordert reichlich Kondition, wegen der Länge und mehrerer Gegenanstiege. Es ist ein ewiges Auf und Ab.

Zuverlässig ist dabei nur eines: der Panoramablick. Der Steig folgt weitgehend dem Gratkamm und garantiert weite Ausblicke.

Wiesenkamm zum Latschenkopf

Der Auftakt ist gemütlich. Nur wenige Meter sind es von der Bergstation auf das Brauneck (1555 Meter), und schon hat man den ersten Gipfel in der "Tasche".

Ein Tag für Gipfelsammler. Die Felsen des Schrödelsteins (1548 Meter) werden südlich umgangen, doch dann geht es los. Langsam steigt der Steig an auf das Stangeneck (1646 Meter) und folgt dem Wiesenkamm über den Vorderen Kirchstein (1670 Meter) auf den Latschenkopf (1712 Meter).

Von hier aus lässt sich der Weiterweg gut überblicken: Über die latschenbedeckten Achselköpfe (1709 Meter) nähert man sich dem Bollwerk der Benediktenwand mit ihrer markanten Nordwand.

Auch nach Süden bricht das latschenbedeckte Hochplateau ab, das reichlich Platz für eine größere Steinbockkolonie bietet. Häufig stehen die Tiere nur wenige Meter vom Weg entfernt, scheinbar ohne Scheu vor den Wanderern.

Latschengassen auf den Achselköpfen

Der Weg über die Achselköpfe ist zwar nicht schwer, doch rutschige Felsen bremsen den Vorwärtsdrang, vor allem bei Nässe. Am Fuß des Gipfelstocks der Benediktenwand führt der Steig durch eine letzte Steilstufe, dann geht es wieder überwiegend flach zwischen Latschen hindurch zum großen Kreuz.

Wenige Meter unterhalb steht eine kleine Unterstandshütte, schön gelegen, aber nur für Notfälle. Die Tutzinger Hütte als klassischer Stützpunkt befindet sich dagegen in einer Mulde unterhalb der düsteren Nordwände und damit an einem eher schattigen Platz ohne Aussicht.

Für den Abstieg gibt es viele Möglichkeiten. Wer sein Auto bei der Brauneckbahn parkt, der geht zurück zum Brauneck, umgeht dabei aber die Achselköpfe besser auf ihrer Nordseite.

Wer mit der Bahn angereist ist, der kann die Benediktenwand komplett überschreiten und über die Tutzinger Hütte und das Lainbachtal zum Bahnhof in Benediktbeuern absteigen.

Informationen:

Anfahrt: mit dem Auto auf der Salzburger Autobahn bis Ausfahrt Holzkirchen, über Holzkirchen, Bad Tölz und Lenggries zur Talstation der Brauneckbahn (www.brauneck-bergbahn.de). Mit der Oberlandbahn (BOB) nach Lenggries, Bus zur Talstation der Brauneckbahn.

Zeit: 7 - 8 Std.

Schwierigkeit: Vorsicht! Lange Höhenwanderung, für trittsichere und schwindelfreie Geher ohne Probleme. Unangenehm bei Nässe, viele rutschige Wegpassagen!

Einkehr: Brauneckhaus (1555 m), Tutzinger Hütte (1327 m, www.dav-tutzinger-huette.de).

Karte: BLVA UK L 18, Bad Tölz - Lenggries und Umgebung (1 : 50.000).

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