Wikileaks und der Waffenhandel – Armenien

So zeigen die Kabelberichte zum Beispiel, wie es dazu kam, dass US-Soldaten im Irak mit bulgarischen Gewehren getötet wurden: Die damalige US-Außenministerin Condoleezza Rice soll 2008 laut einem Bericht von Spiegel Online ihren Botschafter in Armenien aufgefordert haben, einer fünf Jahre alten Waffenlieferung aus Bulgarien nachzugehen. 1000 Panzerfäuste und 260 schwere Maschinengewehre soll das heutige EU-Mitglied Bulgarien 2003 an Armenien geliefert haben, nachdem die armenische Regierung versprochen hatte, die Waffen im Land zu belassen. Tatsächlich können die US-Geheimdienste den Berichten zufolge belegen, dass die Waffen direkt nach Iran und von dort in den Irak gingen. Die US-Diplomaten sollen Staatspräsident Sersch Sargsjan daraufhin mit Beweisen für den Deal unter Druck gesetzt haben, bis er strengeren Exportkontrollen zustimmte.

Das Archivbild zeigt einen armenischen Soldaten bei einem gemeinsamen Manöver mit russischen Streitkräften 2004.

Bild: AFP 7. Dezember 2010, 15:312010-12-07 15:31:51 © sueddeutsche.de/leja/woja