Diplomatie

Russlands Außenminister
:Wo ist Lawrow?

Seit 21 Jahren vertritt Sergej Lawrow die Politik des Kreml auf internationaler Bühne. Doch plötzlich fehlt er bei wichtigen Terminen wie dem OSZE-Ministertreffen. Das führt zu Spekulationen.

SZ PlusVon Silke Bigalke und Matthias Kolb

Witkoff in Moskau
:Dealmaker gegen Weltverdreher

Vor dem Besuch des US-Sondergesandten Steve Witkoff in Moskau wird eines deutlich: Zwischen den USA und Russland prallen zwei diplomatische Welten aufeinander, die verschiedener kaum sein könnten.

Von Silke Bigalke und Frank Nienhuysen

Nahost
:„Ein Handshake mit Scheich Donald reicht!“

Welche Anleihen bietet das Scheidungsrecht für den Nahostkonflikt? Ein Gespräch mit Daniel Gerlach, der ein Buch zur Kunst des Friedens in einer unruhigen Region geschrieben hat.

SZ PlusInterview von Moritz Baumstieger

Diplomatie
:Wie es um Trumps sieben „beendete Kriege“ steht

Thailand kündigt den „erweiterten Waffenstillstand“ mit Kambodscha auf, für dessen Unterzeichnung der US-Präsident extra anreiste. Mit seinen anderen Friedensbemühungen läuft es ähnlich bescheiden.

SZ PlusVon David Pfeifer

ExklusivDiplomatie
:Iran will neues Konsulat in Bonn eröffnen

Das Mullah-Regime plant eine Vertretung am Rhein. Dabei hat Deutschland erst vor einem Jahr außer der Botschaft in Berlin alle Dependancen Teherans schließen lassen. Die Spionageabwehr äußert schwere Bedenken.

SZ PlusVon Christoph Koopmann, Markus Balser und Sina-Maria Schweikle

Bonn
:Der Einzug der Taliban in Bonn-Ückesdorf

Im afghanischen Generalkonsulat in Bonn ist ein Vertreter der Taliban eingezogen, mitsamt Entourage. Ist das Deutschlands Gegenleistung für direkte Abschiebeflüge? Es ist vor allem ein Verrat, sagen Afghaninnen.

SZ PlusVon Markus Balser und Christoph Koopmann

Eroberungsfeldzüge
:Spanien bedauert Kolonialverbrechen in Mexiko

Die indigenen Völker Mexikos haben unter den Konquistadoren vor 500 Jahren extrem gelitten. Dieses Unrecht räumt die spanische Regierung nun ein. Eine Entschuldigung ist das nicht – und geht doch manchen schon zu weit.

SZ PlusVon Patrick Illinger

Diplomatie
:Die neutrale Schweiz steht unter Druck

Genf leidet als Stadt der Diplomaten unter den Kürzungen von Donald Trump. Der Nahe Osten und nun sogar Budapest wollen Schauplatz wichtiger Treffen sein. Verliert die Schweiz ihre Rolle als Vermittlerin in internationalen Konflikten?

SZ PlusVon Nicolas Freund

Tiflis
:Spannungen mit Georgien: Deutschland ruft Botschafter zurück

Peter Fischer verlässt Tiflis vorerst. Das Auswärtige Amt in Berlin spricht von Hetze gegen die EU, Deutschland und ihn persönlich.

Nahost-Friedensplan
:Wie Trump versucht, das Tempo in Gaza zu steuern

Der US-Präsident droht der Hamas und bremst Premier Netanjahu, der auf die rasche Übergabe weiterer Leichen dringt. Trump will sein Friedensprojekt nicht durch erneute Kämpfe gefährden.

SZ PlusVon Matthias Kolb

MeinungDiplomatie
:Ein Staat, der Frieden will, muss Zeichen setzen

Australien verweist den iranischen Botschafter des Landes, weil Teheran antisemitischen Terror betrieben haben soll. Diese Reaktion ist so richtig wie nötig.

SZ PlusKommentar von Thomas Hahn

Juri Uschakow
:Er ist der außenpolitische Einflüsterer Wladimir Putins

Bei Russlands Außenpolitik denken alle an Minister Sergej Lawrow. Dabei zieht im Hintergrund einer die Fäden, der näher am Präsidenten dran scheint.

SZ PlusVon Silke Bigalke

USA und Russland
:Schon oft ging es um Krieg oder Frieden

Wenn sich die Staatschefs aus Moskau und Washington trafen, hielten die Menschen einige Male den Atem an. Manchmal teilten die militärischen Schwergewichte die Welt neu auf.

SZ PlusVon Reymer Klüver

Streit mit IAEA
:Iran signalisiert Bereitschaft zur Diplomatie

Irans Regierung signalisiert vor dem Hintergrund anhaltender militärischer Spannungen mit dem Westen Bereitschaft zur Diplomatie. „Diplomatie steht nicht im Gegensatz zum Kampf, Widerstand und Verteidigung“, schrieb Mohammed-Dschafar Ghaempanah ...

Diplomatie
:Dann eben mit den Taliban

Russland hat als erstes Land die Machthaber in Kabul offiziell anerkannt. Dahinter steckt klares Kalkül. Folgen jetzt auch andere Staaten? Und wie verhält sich Deutschland?

SZ PlusVon Tobias Matern und Frank Nienhuysen

Internationale Politik
:Russland erkennt als erster Staat Taliban-Regierung an

Seit ihrer Machtübernahme ist die radikal-islamische Taliban-Regierung international isoliert. Moskau hat mit einer Anerkennung nun einen Schritt gesetzt, den die Machthaber in Kabul als „historisch“ bezeichnen.

Kaukasus
:Aserbaidschan legt sich mit Russland an

Razzien, Festnahmen, Demütigungen: Innerhalb weniger Tage verschärft sich der Ton zwischen Moskau und Baku. Dabei könnte auch ein Flugzeugabsturz im vorigen Jahr eine Rolle spielen.

Von Frank Nienhuysen

Krieg in Nahost
:Das diplomatische Lebenszeichen von Genf kommt aus Paris

Europa steht einmal mehr am Rand. Im Krieg zwischen Israel und Iran redeten Briten, Deutsche und Franzosen bisher nur leise mit. Paris drängt alle zur Diplomatie.

Von Oliver Meiler

Ehrenkreuz für Künstler Wolfgang Flatz
:„Erst haben sie mich ins Irrenhaus gesteckt, jetzt verleihen sie mir einen Orden“

Wolfgang Flatz besaß einen Hund namens Hitler und hat auch sonst nie die Provokation gescheut. Jetzt erhält der Münchner Aktionskünstler die höchste Auszeichnung seiner alten Heimat.

Von Susanne Hermanski

Film
:Der Tag, als Breschnew Kusshändchen warf

Die Doku „Der Helsinki-Effekt“ über die KSZE-Konferenz von 1975 ist ein rührendes Hohelied auf die Kunst der Diplomatie. Und: saukomisch.

SZ PlusVon Alex Rühle

Geheimdienste
:Dieser Mann soll BND-Chef werden

Martin Jäger soll den Bundesnachrichtendienst leiten, als Nachfolger von Bruno Kahl. Er gilt als krisenerfahrener Diplomat – und wird sich um neue Bedrohungen kümmern müssen.

Von Daniel Brössler

USA
:Von „Little Marco“ zum Mehrfach-Minister

Seit Donald Trump ihn zu seinem Außenminister ernannt hat, ist Marco Rubios Bedeutung in der US-Regierung verblüffend gewachsen. Dabei hat er offenkundig einige frühere Überzeugungen abgestreift.

SZ PlusVon Peter Burghardt

Ostafrika
:Ugandas Militär macht Stimmung gegen Deutschland

Wegen angeblicher Umsturzpläne gerät der deutsche Botschafter Matthias Schauer in Uganda in die Kritik. Das Auswärtige Amt weist die Vorwürfe als „absurd“ zurück.

Von Arne Perras und Sina-Maria Schweikle

Südafrika – USA
:Der Mann hat Nerven

Donald Trump versucht, Südafrikas Präsidenten im Oval Office buchstäblich vorzuführen, und konfrontiert ihn mit dem Vorwurf des Völkermords an Weißen. Cyril Ramaphosa bleibt sachlich – und erlaubt sich sogar einen Scherz auf Kosten des US-Präsidenten.

SZ PlusVon Paul Munzinger

Aktuelles Lexikon
:Memorandum

Ein Dokument, in dem Diplomaten mitunter Vereinbarungen zwischen Staaten festhalten. Das aber, siehe Russland, auch nur von zweifelhafter Verbindlichkeit sein kann.

Von Johan Schloemann

Brüssel
:Bei Anruf Ärger

Brüssel hatte große Erwartungen an Trumps Telefonat mit Putin. Aber nach dem Gespräch gab der US-Präsident seinen Segen zu: nichts. Jetzt stehen die Europäer da mit all ihren Drohungen.

SZ PlusVon Hubert Wetzel

MeinungKrieg in der Ukraine
:Vorsicht, Trump greift wieder zum Hörer

Der US-Präsident will an diesem Montag mit Wladimir Putin telefonisch über einen Friedensschluss sprechen. In Kiew ist deshalb die Furcht groß.

SZ PlusKommentar von Sebastian Gierke

Russlands Krieg gegen die Ukraine
:Warten auf Putin

Der ukrainische Präsident Selenskij will am Donnerstag in Istanbul mit dem russischen Machthaber sprechen. Aber kommt der Kremlchef überhaupt? Die Europäer verlangen einen längeren Waffenstillstand und drohen Moskau mit Sanktionen, womöglich auch ohne die USA.

SZ PlusVon Florian Hassel

MeinungUkraine-Verhandlungen
:Der Westen kann sich auf Trump nicht verlassen. Putin aber auch nicht

Die Gespräche zeigen, dass man den Präsidenten überzeugen kann. Das Problem ist nur: Danach kommt ein anderer und überzeugt ihn auch.

SZ PlusKommentar von Daniel Brössler

Deutsch-amerikanische Beziehungen
:Was Merz und Trump besprochen haben

In ihrem ersten Telefonat haben sich der Bundeskanzler und der US-Präsident nach Angaben der Bundesregierung auf eine engere Zusammenarbeit verständigt  - etwa in den Bemühungen um ein Ende des Ukraine-Kriegs.

SZ PlusVon Daniel Brössler

Großbritannien und die USA
:Die Ruhe des Keir Starmer

Eine Mehrheit der Briten wünscht sich inzwischen einen härteren Ton des Premierministers gegenüber Donald Trump. Doch der Regierungschef hält an seiner „Keep calm“-Strategie fest – aus gutem Grund.

SZ PlusVon Michael Neudecker

Außenpolitik
:Warum mag der uns nicht?

In Brüssel rätseln Diplomaten, aus welchen Gründen US-Vizepräsident J. D. Vance ausgerechnet über die Europäer immer so hart und abfällig redet. Eine mögliche Erklärung hat weniger mit der EU zu tun als mit einem Zuschauer in Washington.

SZ PlusVon Hubert Wetzel

Annalena Baerbock
:Ein Schritt hinter die Kulissen

Der Wechsel der Außenministerin nach New York hat dem Amt der Präsidentin der UN-Generalversammlung eine völlig neue Bekanntheit verschafft. Was für ein Job ist das eigentlich?

SZ PlusVon Boris Herrmann

Annalena Baerbock
:Das Erbe einer Widersprüchlichen

Klare Prinzipien, ständiger Konflikt mit dem Kanzler und zwei Großkrisen: Annalena Baerbock verlässt nach nur drei Jahren das Außenamt. Was bleibt?

Von Daniel Brössler, Stefan Kornelius, Sina-Maria Schweikle

G 7
:Es geht auch um Kanadas Sicherheit

In Quebec diskutieren die Außenminister der G 7 über die politischen Krisen der Welt. Kann das funktionieren, wenn einer der Partner auf einmal einen ganz anderen Weg einschlägt und ein Nachbarland zu annektieren droht?

Von Sina-Maria Schweikle

Royaler Vermittler
:Charles ergreift seine Chance für diplomatisches Feingespür

Er schreibt an Donald Trump, trifft Wolodimir Selenskij und Justin Trudeau: In einer unruhigen Weltlage hat König Charles eine Rolle gefunden, die ihm sein Volk bisher eher nicht zutraute: als diplomatische Trumpfkarte.

SZ PlusVon Michael Neudecker

Treffen im Weißen Haus
:Die Eskalation in Bildern

Was sich an diesem Freitag im Oval Office abgespielt hat, ist in der Welt der Diplomatie eigentlich undenkbar: Vor den Augen der Welt streitet sich US-Präsident Trump mit seinem ukrainischen Kollegen Selenskij.

SZ PlusVon Kassian Stroh

Verhandlungsdiplomatie
:Wie man mit Donald Trump verhandeln kann

Der US-Präsident ist laut, konfrontativ und unberechenbar. Trotzdem oder vielleicht gerade deswegen bekommt er als Politiker häufig genau das, was er will. Wie macht man Deals mit so einem Mann?

SZ PlusVon Ann-Marlen Hoolt

Geschichtsbild
:Moskau und Washington reden

Während der Kubakrise 1962 kommt es fast zu einem Krieg zwischen den USA und der Sowjetunion. Um schneller kommunizieren zu können, installieren die Supermächte daraufhin einen „heißen Draht“. In dieser Woche griff Donald Trump einfach zum Telefon, um Wladimir Putin anzurufen.

Von Frank Nienhuysen

Diplomatie
:Russland lässt inhaftierten Amerikaner frei

Ein hochrangiger Gesandter von Präsident Trump bringt von seiner Mission den in Russland inhaftierten US-Bürger Marc Fogel mit. Es handele sich um ein Zeichen des guten Willens seitens Moskaus.

Außenpolitik
:Europa sucht den Trump-Flüsterer

Welcher Politiker, welche Politikerin hat den besten Draht zum neuen US-Präsidenten? Wer könnte seine Entscheidungen beeinflussen und als Mittelsperson zwischen den USA und der EU fungieren? In Brüssel kursieren drei Namen.

SZ PlusVon Hubert Wetzel

US-Beziehungen
:Vorsicht, Disruption!

Wie sich die Bundesregierung und ihre Diplomaten auf die Umgangsformen der neuen Herren in Washington einstellen.

Von Daniel Brössler

Umfrage in 24 Staaten
:Wo Trump als Hoffnungsträger gilt

Der künftige US-Präsident könnte einen Kompromiss für die Ukraine und Ruhe in die Beziehungen zu China bringen – das glauben erstaunlich viele Menschen weltweit, wie eine Umfrage zeigt. Skeptisch sind vor allem die Europäer.

SZ PlusVon Saladin Salem

Internationale Kommunikation
:Telegramm statt Telegram

Waldbrände in Kalifornien, der Anschlag in Magdeburg – bei wichtigen Anlässen und auf Reisen verschickt der Papst noch Telegramme. In der Welt der Diplomatie haben sie überlebt, beim Bundespräsidenten sogar auf Papier.

SZ PlusVon Constanze von Bullion und Christina Lopinski

Diplomatie
:Iran lässt italienische Journalistin Sala frei

Seit Dezember saß Cecilia Sala in Teheran in Einzelhaft. Jetzt ist sie zurück in Rom. Warum Iran sie festgehalten hat, ist unklar.

Reise nach Damaskus
:Baerbock bietet Hilfe für Syrien an

Die Bundesaußenministerin und ihr französischer Kollege sprechen für die EU mit dem neuen Machthaber Ahmed al-Scharaa. Europa will Syrien bei Machtübergabe und Wiederaufbau unterstützen.

Von Sina-Maria Schweikle

Europäische Außenpolitik
:Kaja Kallas, die Forsche

Waffen für die Ukraine, Sanktionen gegen Russlandfreunde – die neue EU-Außenbeauftragte tritt in Brüssel zielstrebiger auf, als es manchem gefällt. Aber verlangen außenpolitisch extreme Zeiten nicht auch mehr Entschlossenheit?

Von Hubert Wetzel

Deutschland und Syrien
:Offene Türen in Damaskus

Seit 2012 ist die deutsche Botschaft in der syrischen Hauptstadt geschlossen. Nun haben Diplomaten aus Berlin erstmals wieder einen Besuch unternommen – und wurden freundlich empfangen. Das soll erst der Anfang sein.

Von Daniel Brössler

Donald Trump
:„Ein neuer Sheriff ist in der Stadt“

Großdiplomatie ist eigentlich Sache der amtierenden US-Regierung, also von Joe Biden. Doch das interessiert seinen designierten Nachfolger nicht. Donald Trump ist bereits sehr aktiv auf der Weltbühne.

SZ PlusVon Peter Burghardt

MeinungScholz und Putin
:Ein Telefonat zur richtigen Zeit – mehr aber auch nicht

Der Kanzler spricht nach zwei Jahren erstmals wieder mit dem russischen Präsidenten. Darin steckt mehr Symbol als Fortschritt, aber der Schritt musste sein.

SZ PlusKommentar von Stefan Kornelius

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