:„Man wird im Nahen Osten keine dauerhafte Ordnung gegen Iran schaffen“
Im Nahen Osten herrscht eine Pause der Gewalt – mehr aber auch nicht, sagt der frühere Diplomat Andreas Reinicke. Ein Gespräch über die Chance auf politische Stabilität in der Region, die Schlüsselrolle Irans und den hohen Preis, den Deutschland für seine Nahostpolitik zahlt.
Frankreich, Belgien und die USA
:Wie Trumps Botschafter in Europa Unruhe stiften
Charles Kushner, US-Botschafter in Paris, und sein Kollege in Brüssel mischen sich auf beispiellose Weise in innere Angelegenheiten ein. Dabei erwirken sie sogar Sanktionen gegen missliebige Politiker.
Proteste in Deutschland
:Iran bestellt deutschen Botschafter ein
Am Wochenende demonstrierten 160 000 Menschen in München gegen das Regime in Teheran. Das reagiert nun. Derweil üben die Revolutionsgarden Militärmanöver im Golf.
Diplomatie
:Russland, China, Indien: Das sind Deutschlands wichtige neue Botschafter
Im diplomatischen Dienst dreht sich das Personalkarussell. Auffällig ist, dass wichtige Posten dieses Mal durchweg mit Männern besetzt werden sollen.
Gespräche zwischen USA und Iran
:Die Kriegsgefahr ist nicht gebannt
Delegationen aus den USA und Iran treffen sich in Oman zu indirekten Gesprächen. Irans Außenminister lobt den „guten Start“ – doch ein Angriff der Amerikaner auf das Regime ist damit nicht vom Tisch.
Spionagevorwürfe
:Moskau weist deutschen Diplomaten aus
Die Ausweisung sei die Antwort auf die Entscheidung der Bundesregierung, einen Mitarbeiter der russischen Botschaft wegen Spionageverdachts zur unerwünschten Person zu erklären.
Japan
:Die letzten beiden Pandas Japans müssen gehen
Wegen diplomatischer Verwerfungen ruft China ein Panda-Zwillingspaar aus Japan zurück. Studierende, Touristen, alles okay, aber die heiß geliebten Xiao Xiao und Lei Lei? Ein Drama.
Grönlands Außenministerin
:Plötzlich ist man Volksheldin
Vivian Motzfeldt ist seit 2022 im Amt. Lange wollte sie auf die Unabhängigkeit von Dänemark hinarbeiten. Nun haben sie und ihre Landsleute ganz andere Verhandlungen zu führen.
Streit um Grönland
:Sie hoffen auf die Kraft der Worte
Die Reaktion der EU auf Donald Trumps Zolldrohungen beschränkt sich auf scharfe Rhetorik. Noch glaubt man an eine diplomatische Lösung – in den Schweizer Bergen.
Großbritannien
:Angst vor chinesischer Spionage mitten in London
China will im Zentrum der britischen Hauptstadt eine riesige neue Botschaft beziehen. Kritiker befürchten, die exquisite Lage lade zum Datendiebstahl ein. Wird die Labour-Regierung dem Plan trotzdem zustimmen?
MeinungMerz zur Entführung Maduros
:Was sachlich falsch ist, kann politisch trotzdem richtig sein
Der Kanzler bewertete die US-Militäraktion als „rechtlich komplex“ und verzichtete darauf, sie als Verstoß gegen das Völkerrecht zu brandmarken. Damit zeigt er auch: Deutschland stellt sich endlich wieder seiner Verantwortung in Europa.
MeinungChina
:Deutschland wird in Peking als Land im Abstieg wahrgenommen
Als Teil einer Wirtschaftsdelegation dürfen Berliner Politiker gern zu Besuch kommen. Doch es ist kaum zu übersehen, wie sehr sie an Bedeutung verloren haben.
Antrittsbesuch in Israel
:Eine halbe Stunde Qual
Der Bundeskanzler will sich in Jerusalem der deutschen Verantwortung stellen. Dann lässt ihn Ministerpräsident Netanjahu in fast jedem Punkt auflaufen.
Russlands Außenminister
:Wo ist Lawrow?
Seit 21 Jahren vertritt Sergej Lawrow die Politik des Kreml auf internationaler Bühne. Doch plötzlich fehlt er bei wichtigen Terminen wie dem OSZE-Ministertreffen. Das führt zu Spekulationen.
Witkoff in Moskau
:Dealmaker gegen Weltverdreher
Vor dem Besuch des US-Sondergesandten Steve Witkoff in Moskau wird eines deutlich: Zwischen den USA und Russland prallen zwei diplomatische Welten aufeinander, die verschiedener kaum sein könnten.
Nahost
:„Ein Handshake mit Scheich Donald reicht!“
Welche Anleihen bietet das Scheidungsrecht für den Nahostkonflikt? Ein Gespräch mit Daniel Gerlach, der ein Buch zur Kunst des Friedens in einer unruhigen Region geschrieben hat.
Diplomatie
:Wie es um Trumps sieben „beendete Kriege“ steht
Thailand kündigt den „erweiterten Waffenstillstand“ mit Kambodscha auf, für dessen Unterzeichnung der US-Präsident extra anreiste. Mit seinen anderen Friedensbemühungen läuft es ähnlich bescheiden.
ExklusivDiplomatie
:Iran will neues Konsulat in Bonn eröffnen
Das Mullah-Regime plant eine Vertretung am Rhein. Dabei hat Deutschland erst vor einem Jahr außer der Botschaft in Berlin alle Dependancen Teherans schließen lassen. Die Spionageabwehr äußert schwere Bedenken.
Bonn
:Der Einzug der Taliban in Bonn-Ückesdorf
Im afghanischen Generalkonsulat in Bonn ist ein Vertreter der Taliban eingezogen, mitsamt Entourage. Ist das Deutschlands Gegenleistung für direkte Abschiebeflüge? Es ist vor allem ein Verrat, sagen Afghaninnen.
Eroberungsfeldzüge
:Spanien bedauert Kolonialverbrechen in Mexiko
Die indigenen Völker Mexikos haben unter den Konquistadoren vor 500 Jahren extrem gelitten. Dieses Unrecht räumt die spanische Regierung nun ein. Eine Entschuldigung ist das nicht – und geht doch manchen schon zu weit.
Diplomatie
:Die neutrale Schweiz steht unter Druck
Genf leidet als Stadt der Diplomaten unter den Kürzungen von Donald Trump. Der Nahe Osten und nun sogar Budapest wollen Schauplatz wichtiger Treffen sein. Verliert die Schweiz ihre Rolle als Vermittlerin in internationalen Konflikten?
Tiflis
:Spannungen mit Georgien: Deutschland ruft Botschafter zurück
Peter Fischer verlässt Tiflis vorerst. Das Auswärtige Amt in Berlin spricht von Hetze gegen die EU, Deutschland und ihn persönlich.
Nahost-Friedensplan
:Wie Trump versucht, das Tempo in Gaza zu steuern
Der US-Präsident droht der Hamas und bremst Premier Netanjahu, der auf die rasche Übergabe weiterer Leichen dringt. Trump will sein Friedensprojekt nicht durch erneute Kämpfe gefährden.
MeinungDiplomatie
:Ein Staat, der Frieden will, muss Zeichen setzen
Australien verweist den iranischen Botschafter des Landes, weil Teheran antisemitischen Terror betrieben haben soll. Diese Reaktion ist so richtig wie nötig.
Juri Uschakow
:Er ist der außenpolitische Einflüsterer Wladimir Putins
Bei Russlands Außenpolitik denken alle an Minister Sergej Lawrow. Dabei zieht im Hintergrund einer die Fäden, der näher am Präsidenten dran scheint.
USA und Russland
:Schon oft ging es um Krieg oder Frieden
Wenn sich die Staatschefs aus Moskau und Washington trafen, hielten die Menschen einige Male den Atem an. Manchmal teilten die militärischen Schwergewichte die Welt neu auf.
Streit mit IAEA
:Iran signalisiert Bereitschaft zur Diplomatie
Irans Regierung signalisiert vor dem Hintergrund anhaltender militärischer Spannungen mit dem Westen Bereitschaft zur Diplomatie. „Diplomatie steht nicht im Gegensatz zum Kampf, Widerstand und Verteidigung“, schrieb Mohammed-Dschafar Ghaempanah ...
Diplomatie
:Dann eben mit den Taliban
Russland hat als erstes Land die Machthaber in Kabul offiziell anerkannt. Dahinter steckt klares Kalkül. Folgen jetzt auch andere Staaten? Und wie verhält sich Deutschland?
Internationale Politik
:Russland erkennt als erster Staat Taliban-Regierung an
Seit ihrer Machtübernahme ist die radikal-islamische Taliban-Regierung international isoliert. Moskau hat mit einer Anerkennung nun einen Schritt gesetzt, den die Machthaber in Kabul als „historisch“ bezeichnen.
Kaukasus
:Aserbaidschan legt sich mit Russland an
Razzien, Festnahmen, Demütigungen: Innerhalb weniger Tage verschärft sich der Ton zwischen Moskau und Baku. Dabei könnte auch ein Flugzeugabsturz im vorigen Jahr eine Rolle spielen.
Krieg in Nahost
:Das diplomatische Lebenszeichen von Genf kommt aus Paris
Europa steht einmal mehr am Rand. Im Krieg zwischen Israel und Iran redeten Briten, Deutsche und Franzosen bisher nur leise mit. Paris drängt alle zur Diplomatie.
Ehrenkreuz für Künstler Wolfgang Flatz
:„Erst haben sie mich ins Irrenhaus gesteckt, jetzt verleihen sie mir einen Orden“
Wolfgang Flatz besaß einen Hund namens Hitler und hat auch sonst nie die Provokation gescheut. Jetzt erhält der Münchner Aktionskünstler die höchste Auszeichnung seiner alten Heimat.
Film
:Der Tag, als Breschnew Kusshändchen warf
Die Doku „Der Helsinki-Effekt“ über die KSZE-Konferenz von 1975 ist ein rührendes Hohelied auf die Kunst der Diplomatie. Und: saukomisch.
Geheimdienste
:Dieser Mann soll BND-Chef werden
Martin Jäger soll den Bundesnachrichtendienst leiten, als Nachfolger von Bruno Kahl. Er gilt als krisenerfahrener Diplomat – und wird sich um neue Bedrohungen kümmern müssen.
USA
:Von „Little Marco“ zum Mehrfach-Minister
Seit Donald Trump ihn zu seinem Außenminister ernannt hat, ist Marco Rubios Bedeutung in der US-Regierung verblüffend gewachsen. Dabei hat er offenkundig einige frühere Überzeugungen abgestreift.
Ostafrika
:Ugandas Militär macht Stimmung gegen Deutschland
Wegen angeblicher Umsturzpläne gerät der deutsche Botschafter Matthias Schauer in Uganda in die Kritik. Das Auswärtige Amt weist die Vorwürfe als „absurd“ zurück.
Südafrika – USA
:Der Mann hat Nerven
Donald Trump versucht, Südafrikas Präsidenten im Oval Office buchstäblich vorzuführen, und konfrontiert ihn mit dem Vorwurf des Völkermords an Weißen. Cyril Ramaphosa bleibt sachlich – und erlaubt sich sogar einen Scherz auf Kosten des US-Präsidenten.
Aktuelles Lexikon
:Memorandum
Ein Dokument, in dem Diplomaten mitunter Vereinbarungen zwischen Staaten festhalten. Das aber, siehe Russland, auch nur von zweifelhafter Verbindlichkeit sein kann.
Brüssel
:Bei Anruf Ärger
Brüssel hatte große Erwartungen an Trumps Telefonat mit Putin. Aber nach dem Gespräch gab der US-Präsident seinen Segen zu: nichts. Jetzt stehen die Europäer da mit all ihren Drohungen.
MeinungKrieg in der Ukraine
:Vorsicht, Trump greift wieder zum Hörer
Der US-Präsident will an diesem Montag mit Wladimir Putin telefonisch über einen Friedensschluss sprechen. In Kiew ist deshalb die Furcht groß.
Russlands Krieg gegen die Ukraine
:Warten auf Putin
Der ukrainische Präsident Selenskij will am Donnerstag in Istanbul mit dem russischen Machthaber sprechen. Aber kommt der Kremlchef überhaupt? Die Europäer verlangen einen längeren Waffenstillstand und drohen Moskau mit Sanktionen, womöglich auch ohne die USA.
MeinungUkraine-Verhandlungen
:Der Westen kann sich auf Trump nicht verlassen. Putin aber auch nicht
Die Gespräche zeigen, dass man den Präsidenten überzeugen kann. Das Problem ist nur: Danach kommt ein anderer und überzeugt ihn auch.
Deutsch-amerikanische Beziehungen
:Was Merz und Trump besprochen haben
In ihrem ersten Telefonat haben sich der Bundeskanzler und der US-Präsident nach Angaben der Bundesregierung auf eine engere Zusammenarbeit verständigt - etwa in den Bemühungen um ein Ende des Ukraine-Kriegs.
Großbritannien und die USA
:Die Ruhe des Keir Starmer
Eine Mehrheit der Briten wünscht sich inzwischen einen härteren Ton des Premierministers gegenüber Donald Trump. Doch der Regierungschef hält an seiner „Keep calm“-Strategie fest – aus gutem Grund.
Außenpolitik
:Warum mag der uns nicht?
In Brüssel rätseln Diplomaten, aus welchen Gründen US-Vizepräsident J. D. Vance ausgerechnet über die Europäer immer so hart und abfällig redet. Eine mögliche Erklärung hat weniger mit der EU zu tun als mit einem Zuschauer in Washington.
Annalena Baerbock
:Ein Schritt hinter die Kulissen
Der Wechsel der Außenministerin nach New York hat dem Amt der Präsidentin der UN-Generalversammlung eine völlig neue Bekanntheit verschafft. Was für ein Job ist das eigentlich?
Annalena Baerbock
:Das Erbe einer Widersprüchlichen
Klare Prinzipien, ständiger Konflikt mit dem Kanzler und zwei Großkrisen: Annalena Baerbock verlässt nach nur drei Jahren das Außenamt. Was bleibt?
G 7
:Es geht auch um Kanadas Sicherheit
In Quebec diskutieren die Außenminister der G 7 über die politischen Krisen der Welt. Kann das funktionieren, wenn einer der Partner auf einmal einen ganz anderen Weg einschlägt und ein Nachbarland zu annektieren droht?
Royaler Vermittler
:Charles ergreift seine Chance für diplomatisches Feingespür
Er schreibt an Donald Trump, trifft Wolodimir Selenskij und Justin Trudeau: In einer unruhigen Weltlage hat König Charles eine Rolle gefunden, die ihm sein Volk bisher eher nicht zutraute: als diplomatische Trumpfkarte.
Treffen im Weißen Haus
:Die Eskalation in Bildern
Was sich an diesem Freitag im Oval Office abgespielt hat, ist in der Welt der Diplomatie eigentlich undenkbar: Vor den Augen der Welt streitet sich US-Präsident Trump mit seinem ukrainischen Kollegen Selenskij.