Anti-Corona-Proteste:"Eliminierung der Eliten"

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Demonstrationsverbot in Berlin - Versammlung

Auf den Querdenker-Demonstrationen hat es die Polizei mit Menschen mit nacktem Oberkörper und Schutzbrille zu tun, so wie hier am 1. August in Berlin, aber auch mit Vätern, die ein Kind auf den Schultern tragen, oder älteren Damen, die ihre Großmutter sein könnten.

(Foto: Fabian Sommer/dpa)

Lange haben Verfassungsschützer gezögert, die Querdenker als extremistisch zu brandmarken. Inzwischen sehen sie eine deutliche Radikalisierung der Bewegung - mit Aufrufen zu Gewalt gegen Polizisten und Journalisten.

Von Georg Mascolo und Ronen Steinke, Berlin

Es war vor wenigen Tagen am Münchner Marienplatz, gegen 13.30 Uhr, wie die Ermittler des polizeilichen Staatsschutzes später notierten. Vor dem mobilen Impfzentrum zogen Angehörige der sogenannten Querdenker-Szene auf, Schilder in der Hand. "Die Impfung ist Instrument zu systematischem Massenmord", stand da zum Beispiel. Die Mediziner im Impfzentrum blickten bang zur Polizei herüber. Es war ein Einschüchterungsversuch, wie ihn bisher vor allem Frauenärzte von radikalen Abtreibungsgegnern kannten. Als die Polizisten dazwischengingen, rief ein Demonstrant: "Die behandeln mich wie einen Juden." Die Polizisten seien "Mörder".

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