SZ-Podcast "Auf den Punkt":Nord Stream 1: Dreht Russland den Gashahn endgültig zu?

Lesezeit: 2 min

SZ-Podcast "Auf den Punkt": "Auf den Punkt" - der Nachrichtenpodcast der Süddeutschen Zeitung.

"Auf den Punkt" - der Nachrichtenpodcast der Süddeutschen Zeitung.

(Foto: SZ)

Seit Montag wird die wichtige russische Pipeline gewartet. Aber wird danach wirklich wieder Gas fließen? Und was, wenn nicht?

Von Tami Holderried und Roland Preuß

Seit Montagmorgen fließt kein Gas mehr durch die Pipeline Nord Stream 1. Das war zuletzt die wichtigste Erdgasverbindung von Russland nach Deutschland. Jetzt ist sie wegen geplanter Wartungsarbeiten für mindestens zehn Tage abgeschaltet. Aber viele befürchten, dass Russland auch danach kein Gas nach Deutschland schicken könnte.

Russland hatte die Gaslieferungen nach Deutschland ja sowieso schon seit Mitte Juni reduziert. Zuletzt kamen nur noch 40 Prozent der Menge an, die eigentlich vereinbart ist. Offiziell wegen "technischer Probleme". Tatsächlich aber wohl als Reaktion auf die Sanktionen wegen des Ukraine-Kriegs. Und jetzt befürchten eben viele, dass Russland die aktuelle Wartung auch wieder als Vorwand benutzt, um einfach dauerhaft kein Gas mehr nach Deutschland zu schicken. Wie wahrscheinlich das ist und welche Folgen das haben würde, darüber spricht **Roland Preuß, SZ-Korrespondent in Berlin**.

"Russland ist kein zuverlässiger Lieferant mehr", so Preuß. Der Kreml werde immer Vorwände finden, um die Gaslieferungen zu reduzieren oder sogar ganz einzustellen. Preuß sagt, dass niemand sicher sagen kann, ob in zehn Tagen wieder Gas durch Nord Stream 1 läuft. Die Politik habe "viel getan" um sich auf den schlimmsten Fall vorzubereiten - aber das reiche nicht aus, um sicherzustellen, dass wir gut durch den Winter kommen. Das Problem sei auf die Schnelle kaum zu lösen. Die neuen Gesetze und Sonderregelungen seien dazu da "die Not zu lindern, aber sie können sie nicht abwenden." Es drohe ein harter Winter, in dem das Gas im schlimmsten Fall nicht mal mehr für alle Privathaushalte reichen könnte. Die Gasknappheit könnte außerdem eine Wirtschaftskrise auslösen. Preuß sagt aber auch: "Es gibt verschiedene Szenarien" - und es hänge alles von Russland ab.

Weitere Nachrichten: Ukrainischer Botschafter Melnyk abberufen, Baerbock in Tokio.

Moderation, Redaktion: Tami Holderried

Redaktion: Franziska von Malsen, Joschka Moravek

Produktion: Benjamin Markthaler

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