Olympia in Japan:Spiele ohne Flair

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Vor den Olympische Spiele in Tokio

Viel voller wird's nicht: IOC-Präsident Thomas Bach besuchte bei den Vorbereitungen das leere Nationalstadion in Tokio.

(Foto: Greg Martin/picture alliance/dpa/IOC)

Internationale Fans bleiben ausgesperrt, Ausländer werden überwacht, selbst japanische Fachleute warnen vor den Corona-Gefahren. Die Wettkämpfe in Tokio könnten die unbeliebtesten der Geschichte werden.

Von Thomas Hahn, Tokio

Es ist Nacht geworden in Tokio. Der Anwalt Kenji Utsunomiya hätte sich den Feierabend verdient nach einem langen Arbeitstag. Aber er bleibt und redet. Wenn es um den Widerstand gegen die Olympischen Spiele geht, die trotz Pandemie in sieben Wochen in Tokio stattfinden sollen, schaut er nicht auf die Uhr. Der Kampf gegen Japans rechtskonservative Politik-Elite treibt ihn seit Jahren an. Drei Mal ist er bei Gouverneurswahlen in der Präfektur Tokio für die wichtigsten Oppositionsparteien als Kandidat angetreten, zuletzt im vergangenen Jahr, als er der populistischen Amtsinhaberin Yuriko Koike unterlag. Jetzt ist er eine treibende Kraft der Spiele-Gegner. Mit seiner Online-Petition "Stoppt Olympia in Tokio" sammelte er Anfang Mai in zwei Tagen 200 000 Unterschriften; mittlerweile sind es mehr als 420 000.

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