SZ am Abend:Das Wochenende kompakt - die Übersicht für Eilige

Außerordentlicher Länderrat Bündnis 90/Die Grünen

Außerordentlicher Länderrat Bündnis 90/Die Grünen 17.10.2021, Berlin: Annalena Baerbock, Bundesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, steht neben Robert Habeck, Bundesvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen, beim Außerordentlichen Länderrat der Grünen zum Ergebnis der Sondierungsgespräche sowie zur Aufnahme von Koalitionsverhandlungen nach der Bundestagswahl. Foto: Michael Kappeler/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

(Foto: Michael Kappeler/dpa)

Was an diesem Wochenende wichtig war - und was Sie auf SZ.de am meisten interessiert hat.

Von Julia Hippert

Das Wichtigste zur Regierungsbildung

Grüne stimmen für Koalitionsverhandlungen mit SPD und FDP. Bei einem Kleinen Parteitag votierte eine große Mehrheit der Delegierten für die Aufnahme der Gespräche zur Bildung einer gemeinsamen Regierung. Zuvor hatte Partei-Co-Chef Habeck dafür geworben, in Koalitionsgespräche mit SPD und FDP einzutreten, obwohl die Partei im Sondierungspapier Zugeständnisse an die Partner hatte machen müssen. Zur Meldung

Potenzielle Laschet-Nachfolger bringen sich in Stellung. Auf dem Deutschlandtag der Jungen Union (JU), der Nachwuchsorganisation von CSU und CDU, hält Noch-CDU-Vorsitzender Laschet die beste Rede seines längst beendeten Wahlkampfes. Er übernimmt die Verantwortung für ein "bitteres Ergebnis". Die fünf Bewerber für die Laschet-Nachfolge nehmen alle am dreitägigen Treffen der JU in Münster teil. Neben Gesundheitsminister Spahn kann auch der Wirtschaftspolitiker Carsten Linnemann die Delegierten begeistern. Die Einzelheiten von Jana Stegemann

Mützenich könnte Bundestagspräsident werden. Die SPD-Fraktion will in den nächsten Tagen eine Entscheidung fällen. Nach Informationen der Süddeutschen Zeitung wird erwartet, dass Fraktionschef Mützenich am Montag bei einem Abendessen der engeren Fraktionsspitze seine Bewerbung vortragen wird. Der Kölner gilt innerhalb der Fraktion als aussichtsreicher Kandidat. Mehr dazu vom Cerstin Gammelin und Mike Szymanski

Das Wochenende kompakt - Was außer der Regierungsbildung noch wichtig war

EXKLUSIV Wegen Steuerhinterziehung: Razzia bei 44 Millionären. Die Klienten einer Finanzagentur sollen jahrelang mehr als eine halbe Milliarde Euro Steuern hinterzogen haben. Der mutmaßliche Steuerhinterziehungsfall erinnert sehr an den Cum-Ex-Skandal. Eine bundesweit tätige Finanzagentur hat 44 vermögenden Klienten ein Steuervermeidungsmodell verkauft, das den Fiskus ärmer und Millionäre reicher gemacht hat. Dieses Modell soll von 2013 an entwickelt und praktiziert worden sein. Die Details von Klaus Ott und Jörg Schmitt

Deutlich mehr Asylanträge in der EU. Im August 2021 seien etwa 40 Prozent mehr Asylanträge gestellt worden als zur gleichen Zeit im Vorjahr, sagte Nina Gregori, die Direktorin der EU-Asylbehörde der Funke Mediengruppe. Gründe seien ein Höchststand bei afghanischen Asylsuchenden sowie über Belarus nach Osteuropa geschleuste Flüchtlinge. Zur Meldung

Merkels letzter Besuch bei Erdoğan. Die Kanzlerin rät einer zukünftigen Bundesregierung die Beziehungen zur Türkei weiterhin zu pflegen. Dabei dürfte Merkel vor allem an einer Fortsetzung des Flüchtlingsabkommens der EU mit der Türkei gelegen sein. Außenpolitisch droht eine ernste Konfrontation: Ankara plant sehr wahrscheinlich einen neuen Militäreinsatz in Syrien. Damit ist neuer Streit mit den USA programmiert. Die Einzelheiten von Tomas Avenarius

RKI-Chef Wieler rechnet mit Ansteckungen durch Urlaubsrückkehrer. Im Sommer hätten bis zu 20 Prozent der gemeldeten Infektionen ihren Ursprung im Ausland gehabt. Neben den Urlaubsrückkehrern werde die Tatsache, dass sich das Leben in den kommenden Wochen wieder mehr in die Innenräume verlege, zu einem Anstieg der Neuinfektionen führen, sagt der Präsident des Robert-Koch-Instituts der Funke Mediengruppe. Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 72,7 von 70,8 am Vortag. Weitere Meldungen zum Coronavirus

Antisemitismus-Vorwürfe: Videoaufnahmen nähren Zweifel an Ofarims Version. Der Sänger Gil Ofarim sagt, er sei am 4. Oktober in einem Leipziger Hotel antisemitisch beleidigt worden. "Pack deinen Stern ein", habe ein Hotelmitarbeiter gesagt und damit eine Davidstern-Kette gemeint, die Ofarim getragen haben soll. Aufnahmen der Überwachungskameras des Hotels deuten allerdings darauf hin, dass Ofarim die Davidstern-Kette zum fraglichen Zeitpunkt gar nicht trug. Mehr dazu

Fußball-Bundesliga: Bayern stürmt mit 5:1 zurück an die Spitze. Weltfußballer Lewandowski (4./30.) leitet die Machtdemonstration mit seinen Saisontreffern acht und neun ein. Müller (34.) und Gnabry (35./37.) entscheiden die Partie gegen völlig überforderte Leverkusener noch vor der Pause. Patrick Schick (55.) gelingt nur das Ehrentor für Bayer, das in der Bundesliga nie höher im eigenen Stadion verloren hat. Die Bayern wehren durch den vierten Sieg in Folge den Angriff von Borussia Dortmund auf Platz eins ab. Zum Spielbericht

Weitere wichtige Themen:

Das hat am Wochenende viele interessiert

Herz Bube. "Verarschung", "Denkfehler", "PR-Gag": Sebastian Kurz war eine Lachnummer in Österreichs Politik. Entgegen aller Prognosen gelang ihm dennoch ein steiler Aufstieg. Start der SZ-Serie "Die Ära Kurz". Von Cathrin Kahltweit

"Produzieren, so viel wie möglich." Tief im Wald hinter Marburg stellen sie jedes Jahr Milliarden Impfdosen gegen Covid-19 her. Ein Besuch im Biontech-Werk, in dem der Stoff für die Welt gemacht wird, made in Germany. Von Operatoren, Reinräumen und einer irren Wette. Von Gianna Niewel und Josef Wirnshofer (SZ Plus)

"Die Akten werden nie geschlossen, bis wir den Täter haben." Stephan Beer ist neuer Chef der Münchner Mordkommission. Die Aufklärungsquote liegt hier bei fast hundert Prozent - aber ein Fall ist immer noch ungeklärt. Von Joachim Mölter

Zu guter Letzt

Mit dem Schnurren einer Katze wird alles gut. Weg mit all den Schreckensmeldungen zu Pandemie und Klimakrise! Wer mit einer Katze lebt, weiß: Sie übernehmen zwar gern die Macht, aber mit ihnen schwimmt es sich gut gegen den Strom der schlechten Laune. Eine Liebeserklärung von Christian Ude

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