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SPD-Spitze schlägt Scholz als Kanzlerkandidat vor

Scholz und die SPD werden einander erst noch finden müssen. Die Niederlage gegen Walter-Borjans (m.) und Esken (l.) im Wettbewerb um die SPD-Spitze war schmerzhaft.

(Foto: Jörg Carstensen/dpa)

Was heute wichtig war - und was Sie auf SZ.de am meisten interessiert hat.

Von Philipp Saul

Nachrichten kompakt

Scholz wird SPD-Kanzlerkandidat. Vorstand und Präsidium der Sozialdemokraten nominieren den Vizekanzler und Finanzminister einstimmig. Die größte Gefahr für den Kandidaten droht aus der eigenen Partei, kommentiert Nico Fried. Scholz selbst will die Öffentlichkeit "mit einer unerwarteten Geschlossenheit in der SPD" überraschen und sagt: "Ich will gewinnen." Bei den Parteilinken wirbt die Vorsitzende Esken schon mal vorsorglich um Verständnis. Mike Szymanski schreibt über einen bemerkenswerten Tag in Berlin (SZ Plus). Die Reaktionen auf die Entscheidung der Genossen. Alle Kanzlerkandidaten der Sozialdemokraten seit 1949 im Überblick

Libanons Gesundheitsminister kündigt Rücktritt von Premier Diab an. Dieser werde den Schritt in Kürze bekanntgeben. Das Kabinett trete in der Krise zurück, um Verantwortung zu übernehmen, nicht, um sich davor zu drücken. Erste deutsche Helfer kehren von ihrem Einsatz in Beirut zurück. Die Entwicklungen im Newsblog

Bundesregierung sieht Mindeststandards bei Wahl in Belarus nicht eingehalten. Regierungssprecher Seibert verurteilt die Gewalt gegen friedliche Demonstranten. "Die politische Führung des Landes muss den Willen der Bürginnen und Bürger akzeptieren", fordert er. Zur Meldung. Die Präsidenten von Russland und China gratulieren Lukaschenko zum Wahlsieg. Bilder zu den Protesten in Belarus

EXKLUSIV Steuerskandal: Cum-Ex-Aufklärung kommt nur schleppend voran. Viele Jahre nach dem milliardenschweren Griff in die Staatskasse sind die meisten Verdachtsfälle noch immer offen. 391 Fälle, in denen es um 4,3 Milliarden Euro geht, waren bei der jüngsten Umfrage des Finanzministeriums unter den Bundesländern und beim Bundeszentralamt für Steuern noch offen. Oftmals droht nun Verjährung. Von Klaus Ott und Jörg Schmitt

Sollte Berliner Mietendeckel kippen, drohen hohe Nachforderungen. Viele Vermieter sichern sich in Berlin jetzt mit zwei Mietpreisen ab - die Differenz ist mitunter enorm. Für die Mieter kann das noch sehr teuer werden. Zur Meldung

Das Wichtigste zum Coronavirus

Giffey will kostenlose Corona-Tests für Erzieher. Diese sollen sich jederzeit auch ohne Symptome testen lassen können, um Infektionen schneller zu erkennen, sagt die Familienministerin. Zur Meldung

Söder fordert Doppeltests für Reiserückkehrer. Sie sollen einmal an der Grenze beziehungsweise am Flughafen und ein zweites Mal fünf bis sechs Tage später getestet werden, sagt Bayerns Ministerpräsident. Dazu sollen die Testkapazitäten von derzeit 55 000 auf "weit über 200 000 pro Tag" ausgebaut werden. Meldungen aus Bayern im Überblick

Diskriminierung steigt in der Krise. "Die Fälle reichen von unverhohlenem rassistischem Verhalten bis hin zu körperlichen Übergriffen in der Öffentlichkeit", sagt eine Sprecherin der Antidiskriminierungsstelle des Bundes. Zu Beginn der Krise waren demnach viele Menschen betroffen, denen eine asiatische Herkunft zugeschrieben wurde. Mehr Informationen

Die Gier der Mächtigen. Als die Pandemie in Italien wütete, stellte die Regierung in aller Eile Geld für Härtefälle zur Verfügung. Nun kam heraus, dass auch Mitglieder der italienischen Abgeordnetenkammer Hilfsgelder erhalten haben. Der Zorn im Land ist groß - denn Parlamentarier verdienen nirgends in Europa so gut wie in Italien. Lesen Sie den Text von Oliver Meiler mit SZ Plus.

Außerdem wichtig

3 aus 24 - Meistempfohlen heute

Ein Shutdown ist kein Heilmittel, sondern ein Elend. Wenn künftig bei jeder einzelnen Infektion die ganze Schule geschlossen wird - dann besteht das Risiko, dass eine ganze Generation massive und nicht heilbare Verletzungen erleidet. Kolumne von Heribert Prantl

Zoll findet Kokain im Wert von 300 Millionen Euro in Hamburg. Auf einem Containerschiff entdecken die Fahnder 1,5 Tonnen der Droge. Es ist einer der größten Funde der Hamburger Hafengeschichte. Zur Meldung

"Schule so wie vor Corona kann es natürlich nicht geben". Im neuen Schuljahr sollen Kinder wieder möglichst normal zum Unterricht gehen können. Der Mediziner Karl Lauterbach sagt: Das ist nicht gut vorbereitet. Interview von Susanne Klein

SZ-Leser diskutieren​

Olaf Scholz - SPD-Politiker mit Kanzler-Qualität? "Es gibt offensichtlich keinen anderen für diese Partei", glaubt Gabriel Krauther. "Das ist ein absehbarer strategischer Fehler der SPD-Parteiführung." Sie hätte ihren Kandidaten angesichts einer "absehbar zerstrittenen CDU/CSU" erst später bekanntgeben sollen, findet er. Dann "hätte man Scholz mit seiner bräsigen Vorhersehbarkeit den Merkel-Abglanz sichern können." Reinbolt72 hält Scholz für eine gute Wahl - "hat Erfahrung, volksnah in Hamburg, fachlich kompetent, hat gute Konzepte. Eigentlich der echte 'Ziehsohn' von Merkel." Diskutieren Sie mit.

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