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Krieg in Syrien:Trump stoppt CIA-Waffenlieferungen an Rebellen in Syrien

A Free Syrian Army fighter looks out through a window in rebel-held Al-Yadudah village, in Deraa Governorate, Syria

Ein Kämpfer der Freien Syrien Armee, die von der CIA bislang unterstützt wurde. Damit soll nun offenbar Schluss sein.

(Foto: REUTERS)
  • Die CIA soll Waffenlieferungen und Ausbildungsprogramme für Regimegegner in Syrien auf Anweisung Donald Trumps gestoppt haben.
  • Das berichtet die Washington Post unter Berufung auf Regierungskreise.
  • Demnach soll der US-Präsident den Schritt schon vor einem Monat angeordnet haben, um Russland entgegenzukommen.

US-Präsident Donald Trump hat laut einem Medienbericht die verdeckten Waffenlieferungen der CIA an syrische Rebellen stoppen lassen. Auch Ausbildungsprogramme für die Gegner des Machthabers Baschar al Assad seien gestoppt worden. Die Entscheidung habe Trump vor knapp einem Monat nach einem Treffen mit CIA-Direktor Mike Pompeo und seinem Sicherheitsberater Herbert Raymond McMaster getroffen, berichtet die Washington Post unter Berufung auf Regierungskreise. Eine Sprecherin Trumps bestätigte den Bericht zunächst nicht. Die CIA verweigerte einen Kommentar.

Die CIA hatte 2013 unter dem damaligen Präsidenten Barack Obama ein verdecktes Programm mit Waffenlieferungen begonnen. Der Auslandsgeheimdienst rüstete moderate Rebellen mit leichten Waffen und Munition aus.

Regierungsbeamte sagten der Washington Post, Trumps Entscheidung zum Stopp des Programms spiegele sein Interesse wider, Wege zu finden, um mit Russland zusammenzuarbeiten. Moskau ist einer der wichtigsten Verbündeten Assads. Trump hatte sich vor knapp zwei Wochen zum ersten Mal mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin getroffen. Dabei verkündeten beide Regierungen eine Waffenruhe für den Südwesten Syriens.

Regierungsbeamte sagten der Zeitung, dass die Entscheidung zum Stopp der Waffenlieferungen keine Bedingung für den Waffenstillstand gewesen sei. Mehrere Quellen werteten den Schritt dennoch als großes Zugeständnis an Russland. "Putin hat gewonnen", sagte ein Regierungsvertreter der Zeitung, der anonym bleiben wollte. Das Blatt wies zugleich darauf hin, dass auch Unterstützer des Programms dessen Erfolg angezweifelt hätten, nachdem Russland 2015 militärisch in den Bürgerkrieg eingegriffen hatte.

Die US-Regierung kämpft in Syrien gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS). Das Militär fliegt Luftangriffe auf den IS und unterstützt die Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) am Boden mit Training und Waffen. Die Waffenlieferungen haben nichts mit dem verdeckten CIA-Programm zu tun, sondern sind eine Operation des Pentagons.

© SZ.de/dpa/AFP/Reuters/jael/bepe
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