Die Seite Drei:Der Mann mit dem Geld ist da

Nach dem Unwetter in Nordrhein-Westfalen

Die Bilder der Aufräumarbeiten flimmerten über die Fernseher, und sie flimmerten in die Herzen. Auch in Erftstadt richteten sie ein Spendenkonto ein, es kamen 19.187 Einzelspenden.

(Foto: Jonas Güttler/picture alliance/dpa)

Mehr als sechs Millionen Euro wurden direkt an Erftstadt gespendet, Peter Kamp hilft jetzt, sie zu verteilen. Möglichst gerecht natürlich. Aber was ist schon Gerechtigkeit in ungerechten Zeiten?

Von Elisa Schwarz, Erftstadt

Es ist schon spät, als Peter Kamp dran ist mit seiner Rede, ein großer Mann im grauen Anzug, wie er so dasteht in der Aula, er könnte der Schuldirektor sein. Vor ihm sitzen sie mit Blöcken und Stiften, starren auf die Bühne, wo gerade noch die Bürgermeisterin stand und von den Sirenen sprach, die losheulten, als die Flut kam. Sirenen? "Gelogen", hatte eine Frau geschrien, "lügen Sie doch nicht!" Später wird ein Mann aufstehen, Brille ganz vorne auf der Nase, er wird sich räuspern, sagen, er hätte da eigentlich nur eine Frage. Warum ihn die Steuerbescheide jedes verdammte Jahr erreichen, aber die Info über eine Jahrhundertflut nicht. Applaus, jawohl, eine Frau nickt den Worten hinterher, wie ein sehr wütender Wackeldackel.

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