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Xinjiang:Im Land der tausend Augen und Ohren

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Die Bewohner Xinjiangs sind unter ständiger Beobachtung. Bewaffnete Polizisten stehen vor Gebäuden und kontrollieren die Menschen.

(Foto: Harald Maass)

Der deutsche Journalist Harald Maass reiste 2018 heimlich nach Xinjiang. Er wollte sehen, was China vor der Weltöffentlichkeit verbirgt. Ein Erlebnisbericht aus einem Polizeistaat.

Xinjiang wirkt heute in weiten Teilen wie ein Gebiet im Ausnahmezustand. Vor Kaufhäusern, Restaurants, Geschäften, Busstationen und den meisten sonstigen Gebäuden stehen uniformierte Wachleute, die jeden Passanten kontrollieren. Schulen und Kindergärten gleichen Hochsicherheitszonen, die Eingänge sind mit Stacheldraht und Panzersperren gesichert. In den Einkaufsstraßen trifft man auf Gruppen von Verkäufern, die mit meterlangen Holzknüppeln und unter lauten Schreien auf Anweisung der Behörden Wehrübungen abhalten müssen. Bewaffnete Polizisten und paramilitärische Einheiten patrouillieren durch die Straßen. Man sieht Wachhunde, gepanzerte Militärfahrzeuge. Sirenen heulen. Nachts blinken rot-blaue Alarmlichter. Die Menschen sollen in ständiger Alarmbereitschaft gehalten werden - und in Angst.

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