SZ-Kolumne "Bester Dinge":Drückt euch fester!

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(Foto: Monkey Business 2/Imago)

Umarmungen wirken auf Männer weniger entspannend als auf Frauen. Kein Grund, auf sie zu verzichten - lieber mal die Technik hinterfragen.

Von Violetta Simon

Wenn am Donnerstag zum Vatertag wieder vielerorts Männergruppen zu beobachten sind, die sich zur Begrüßung gegenseitig auf Schulter und Rücken hauen, bis die Fusseln fliegen, ist das mitnichten ein Grund, die Augen zu verdrehen. Sondern vielmehr ein doppelter Grund zur Freude. Erstens, weil nach zwei Jahren endlich wieder Körperkontakt möglich ist. Und zweitens, weil Männer offenbar wissen, was ihnen guttut: sich entspannen, indem sie den Stress quasi aus sich rausklopfen.

Dass Umarmungen Körper und Seele guttun, weiß man längst. Wie nun die Fachzeitschrift Plos One berichtet, kann eine Umarmung des Partners auch dabei helfen, vor einer stressigen Situation zu entspannen. Allerdings ist diese Wirkung bisher nur bei Frauen zu beobachten. Was heißt das nun? Dass Männer immun sind gegen Kuscheln? I wo! "Nur weil wir den Effekt bei Männern nicht gefunden haben, heißt das nicht, dass er nicht vorhanden ist", kommentiert der Hauptautor der Studie das Ergebnis. Der Effekt sei womöglich einfach nur kleiner.

Möglicherweise ist der Grad der Entspannung ja von der Technik abhängig. Wie britische Psychologen herausfanden, wird eine Umarmung als intensiver empfunden, wenn sie mindestens fünf Sekunden anhält, das gilt für beide Geschlechter. Kleiner Hinweis an die Frauen: Es ist nicht zwingend nötig, den Mann mit geschlossenen Augen zu wiegen. Stattdessen lieber etwas mehr Druck ausüben, das vermittle Herzlichkeit, heißt es in der Studie.

Wer sich ein genaueres Bild machen will, wie das mit dem Stressabbau funktioniert, halte am Vatertag die Augen offen.

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