Männlichkeit in der Krise

Der Mann - ein gesellschaftlicher Problemfall?

Dem Mann geht es nicht gut. Heißt es gerade immer wieder. Man gibt ihm die Schuld an allem, was schief läuft in der Welt. Sexismus, Gewalt, Populismus. Was ist los mit dir, Mann? Zeit für eine Inspektion.

Medizin
:Soll man Testosteron substituieren?

In vielen Ländern scheint der Spiegel des Sexualhormons zu sinken. Den Männern also einfach welches verabreichen, wie der US-Verteidigungsminister meint? Was das bringt – und warum es auch schaden kann.

SZ PlusVon Werner Bartens

MeinungErtrunkene
:Der Badesee ist ein schlechter Ort, um seine Kräfte zu messen

In diesem Juni kamen so viele Menschen in Deutschland in Gewässern ums Leben wie seit 23 Jahren nicht mehr. Die allermeisten waren Männer. Warum? Das hat auch damit zu tun, was als männlich gilt.

SZ PlusKommentar von Mareen Linnartz

Debatte
:Warum so stramm, Jungs?

Die Grünen bemühen sich um ein alternatives Männerbild – jenseits von aufgepumpten Oberkörpern. Warum das auch politisch sehr nötig ist.

SZ PlusGastbeitrag von Verena Keßler

Männlichkeit
:Gravel, Glück und graue Haare

Pizzaofen statt Porsche: Was die neuen Statussymbole über die Veränderung männlicher Lebenskrisen erzählen.

SZ PlusVon Max Scharnigg

Männlichkeit
:Heult doch, Jungs!

Mal nicht performen, mal kein Dominanz-Gehabe: In immer mehr Großstädten treffen sich Männer, um Gefühle zu zeigen. Ein Besuch bei den „Hot Boys Cry“ in Berlin.

SZ PlusVon Jan Stremmel

Muskelsucht
:„Ich hab mir ans Bein gefasst und gedacht: Der Muskel ist kleiner als gestern“

Niklas Kabisch geht sechsmal die Woche ins Fitnessstudio und schaufelt Proteine in sich hinein, bis er erbrechen muss. Trotzdem empfindet er seinen Körper als undefiniert. Über eine Störung, die vor allem Männer betrifft.

SZ PlusVon Nadja Lissok

Pop
:Besser als Drogen

Die schönste Art von Männlichkeit: Warum ein Musikvideo über einen Bully in Schuluniform und seine ekstatisch tanzenden Klassenkameraden gerade so viele süchtig macht.

SZ PlusVon Christiane Lutz

Kino
:Was für ein Mann willst du sein?

Hart zuschlagen hat hier etwas Selbstzerstörerisches: Im Film „Wild Foxes“ entdeckt ein junger Boxer seine Verletzlichkeit.

SZ PlusVon Martina Knoben

„Looksmaxxing“
:Schön sein, bis es wehtut

Invasive Kiefer-Operationen, sich selbst mit dem Hammer ins Gesicht schlagen – der Streamer Clavicular hat „Looksmaxxing“ populär gemacht: radikale Selbstoptimierung für junge Männer. Dahinter steckt eine gefährliche Ideologie.

SZ PlusVon Joshua Beer

Männliches Verhalten
:Was man als Mann tun kann

Die SZ hat fünf Männer zwischen 25 und 76 zum Gespräch über Verantwortung, Rollenbilder und die Frage, was sich ändern muss, eingeladen. Den Ansatz finden Leserinnen und Leser gut, die Ausführung weniger.

Feminismus
:Einfach keine Menschen verachten

Die selbsternannte Fotzenrapperin Ikkimel preist auf Instagram Herbert Grönemeyer als Pionier kritischer Männlichkeit und feiert das Revival eines alten Hits. Und so sieht einer mit 70 Jahren plötzlich wieder superjung aus.

SZ PlusVon Meredith Haaf

David Szalay
:Wo man später mal begraben sein möchte

Der Booker-Preisträger David Szalay ist in Kanada geboren, hat schon in London und Ungarn gelebt, jetzt trifft man ihn in Wien. Ein Gespräch über die Vorteile der Heimatlosigkeit.

SZ PlusVon Johanna Adorján

Debatte
:Was hat das mit mir zu tun?

Der Fall Fernandes zeigt, dass es zwischen den Geschlechtern noch immer ein strukturelles Problem gibt – ganz egal, wie feministisch sich manche Männer auch geben. Wie kann aus bloßen Bekenntnissen echte Veränderung erwachsen?

SZ PlusEssay von Jens-Christian Rabe

Deepfakes
:„Im schlimmsten Fall führt das zu Nachahmungseffekten“

Wie verändern der Fall von Collien Fernandes und der Pelicot-Prozess das Verhältnis zwischen den Geschlechtern – müssen Frauen damit rechnen, vom Partner missbraucht zu werden? Der Psychotherapeut Josef Aldenhoff über zerstörtes gesellschaftliches Grundvertrauen.

SZ PlusInterview von Marie Schmidt

Digitale Gewalt
:Diesen Männern gefällt das

Der Fall Collien Fernandes darf niemanden überraschen. Die sogenannte Manosphere – ihr berühmtester Vertreter ist Andrew Tate – infiltriert seit Jahren die Köpfe junger Männer und attackiert so Gesellschaft, Bildung und Demokratie.

SZ PlusEssay von Thore Rausch

Sozialwissenschaften
:Wie denken junge Männer wirklich über Frauen?

Gleichberechtigung wird immer unbeliebter, hatte eine Umfrage kürzlich nahegelegt. In Deutschland zeichnen Studien ein anderes Bild. Und doch sehen Experten Hinweise, dass auch hier tradierte Geschlechterbilder zurückkehren könnten.

SZ PlusVon Mia Mertens

SZ JetztMännlichkeit
:„Na, wie läuft’s? – Muss ja“

Mit den Kumpels über einen unerfüllten Kinderwunsch sprechen, über Therapie? Eigentlich kein Thema mehr heute. Wären da nicht Andrew Tate und die Manosphere.

SZ PlusText: Stefan Sommer, Illustration: Federico Delfrati

MeinungInternationaler Frauentag
:Der gefährliche Backlash der Generation Z

Auf Tiktok propagieren Tradwives und Manfluencer ein Weltbild von männlicher Dominanz und weiblicher Unterordnung. Das verfängt bei einigen jungen Männern. Die Gleichstellungspolitik muss darauf endlich reagieren.

SZ PlusKommentar von Anna Lea Jakobs

Mode
:Die Schöne und der Schluffi

Gleich und gleich gesellt sich gern? Von wegen! Wenn es um Mode und Stilbewusstsein geht, trennt viele Paare ein Graben, für den es jetzt sogar einen Namen gibt: Swag Gap.

SZ PlusVon Jan Stremmel

Was läuft an Vorträgen in München?
:Der Mann als Universalgelehrter und Auslaufmodell

Ein Historiendrama um Leibniz, ein Weltreisender auf zwei Rädern und Männer im Wandel – das sind die spannendsten Vorträge im März in München.

Von Barbara Hordych

Südafrika
:„Lasst eure Kinder nicht im Stich“

Dass während der Apartheid schwarze Familien systematisch zerstört wurden, prägt Südafrika bis heute. Zwei von drei Kindern hier wachsen ohne biologischen Vater auf. Von Männern, die erst wieder lernen müssen, bessere Männer zu werden.

SZ PlusVon Paul Munzinger

Ballett
:Die Nemesis des Schwanenkönigs

Toxische Männlichkeit total in Hannover, gefeiert mit Standing Ovations: Goyo Montero erfindet eine Art Prequel für Tschaikowskys „Schwanensee“, eine Vorgeschichte der Gewalt.

SZ PlusVon Dorion Weickmann

Psychologie
:Die meisten Jungs sind ganz in Ordnung

Der Begriff „toxische Männlichkeit“ ist wissenschaftlich sehr unscharf. Nun haben Forscher Tausende Persönlichkeitsprofile von Männern untersucht: Demnach kann man nur eine kleine Minderheit als toxisch einstufen. Und die anderen?

SZ PlusVon Sebastian Herrmann

Männlichkeit
:Verloren. Einsam. Und ein bisschen mörderisch

Ist der Serienmörder Patrick Bateman aus „American Psycho“ der erste Männlichkeitsinfluencer? Oder bloß ein armer Kerl? Eine Einladung zum Missverständnis, das 2026 aktueller denn je scheint.

SZ PlusVon Thore Rausch

Serie „Toxic Tom“
:Ein Giftzwerg wächst über sich hinaus

In der ZDF-Serie „Toxic Tom“ lernt ein Incel-Troll dazu, als er eine Weile als Frau durchs Leben gehen muss. Klingt bemüht, ist aber überraschend liebevoll.

SZ PlusVon Susan Vahabzadeh

SZ JetztMännlichkeit
:Warum kümmern Männer sich nicht um sich selbst?

Sie trinken und rauchen mehr, gehen weniger zum Arzt, tragen seltener Sonnenschutz auf. Das muss nicht sein.

SZ PlusEssay: Franziska Setare Koohestani, Illustration: Daniela Rudolf-Lübke

SZ JetztMännlichkeit
:„Ich habe ständig über meine Größe nachgedacht”

Nico ist 1,65 Meter groß und hat seit der neunten Klasse Haarausfall. Über den Druck, als Mann attraktiv zu sein.

SZ PlusText und Fotos: Maxim Nägele

Booker Prize
:Was in dieser Geschichte fehlt, überzeugte die Jury

Der britisch-ungarische Autor David Szalay erhält für den Roman „Was nicht gesagt werden kann“ den Booker Prize. Er erzählt darin genial knapp an den Traumata seines wortkargen Helden vorbei.

SZ PlusVon Christiane Lutz

SZ JetztMännlichkeit
:Wie wird mein Sohn nicht zum Macker?

Viele Eltern wollen starre Geschlechterrollen in der Erziehung ihrer Söhne überwinden. Aber wie?

SZ PlusInterview von Moritz Müllender

MeinungSZ JetztLesen
:Männer, lest mehr Romane!

Männer würden kaum Fiktion lesen, weil es zu wenig Angebote für sie gebe, behaupten einige. Dabei liegt das Problem am Männlichkeitsbild, findet unser Autor.

SZ PlusKommentar: Niklas Stuhr, Illustration: Federico Delfrati

Literatur
:Die Bücher des Herbstes

Wenn die Tage kürzer werden, hat die Literatur Hochsaison. Zehn Bücher, die in diesem Herbst das Herz warm und den Kopf kühl halten.

SZ PlusAus der SZ-Redaktion

Männlichkeit
:Ja, nichts ist okay

Er redet nicht viel, die Frauen fliegen auf ihn, und es heißt, dies sei der Held, der lesefaule Männer wieder für Bücher gewinnen könne: Wie plausibel ist die maskuline Identifikationsfigur in David Szalays Roman „Was nicht gesagt werden kann“ wirklich?

SZ PlusVon Christiane Lutz

Streaming
:Sie haben es so schwer

Kein Sex, kein Job, keine Ehe: In der Netflix-Serie „Alphamännchen“ müssen vier mittelalte Männer ihr Leben umkrempeln. Kann das lustig sein?

SZ PlusVon Marie Gundlach

AfD und Antifeminismus
:„Es gibt offenbar viele verunsicherte Männer, für die das anziehend ist“

Sie sollen kochen und möglichst viele Kinder gebären: Die stereotype Abwertung von Frauen ist ein elementarer Bestandteil der AfD-Ideologie, sagt die Politikwissenschaftlerin Birgit Sauer.

SZ PlusInterview von Peter Laudenbach

Berliner Schaubühne
:Die Männer kriegen nichts auf die Reihe

Die Berliner Schaubühne eröffnet die Saison mit Ibsens „Die Wildente“. Leider eine harmlose Inszenierung.

SZ PlusVon Peter Laudenbach

Rollenbilder
:„Auch Männer leiden unter dem Patriarchat“

Sind Männer wirklich toxisch? Oder stecken sie in einer Krise? Ein Gespräch mit Männlichkeits-Trainer Muriel Aichberger über diverse Rollenbilder, Druck und Selbstfürsorge.

SZ PlusInterview von Corinna Koch

Hollywood-Stars
:Der letzte gute Mann

Es ist der Sommer von Pedro Pascal: Er hat drei Filme in den Kinos und weltweit sind alle in ihn vernarrt. Über einen Schauspieler, der für eine neue Form von Männlichkeit steht.

SZ PlusVon Kathleen Hildebrand

Looksmaxxing
:Mann, schaust du gut aus

Das ZDF sendet eine Doku über junge Männer, die glauben, nur dann Erfolg zu haben, wenn sie schön sind. Es ist ein „Deepdive“ in eine zweifelhafte Szene – nur leider fehlt es an Einordnung.

SZ PlusVon Max Fluder

Podcast
:Lasst die Vorgärten verwildern

Längst nicht austherapiert: Sebastian Tigges hat einen neuen Podcast gestartet: „Männer weinen heimlich“. Zugleich wollen er und Marie Nasemann trotz ihrer Trennung „Family Feelings“ fortsetzen.

SZ PlusVon Stefan Fischer

„Softies“ auf RTL+
:Redet doch einfach

Kein Selbstbewusstsein, Machogehabe und Erektionsprobleme: Die klug gemachte Miniserie „Softies“ zeigt, warum es für junge Männer gar nicht so erstrebenswert ist, „tough“ zu sein.

SZ PlusVon Max Fluder

Gen Z und Gleichberechtigung
:Das Patriarchat mit Nagellack

Sie geben sich feministisch, sprechen über Machtstrukturen und Diskriminierung – doch im entscheidenden Moment versagen sie an ebendiesen Ansprüchen. Was passiert, wenn junge Männer Feminismus als Imagepflege begreifen?

SZ PlusVon Melissa Kleindienst

Kinderwunsch
:Schlechtes Sperma, gutes Geschäft

Die Samenqualität von Männern geht seit Jahren drastisch zurück. Eine wachsende Zahl von Paaren hat große Probleme beim Kinderkriegen – und Start-ups entdecken neue Business-Ideen.

SZ PlusVon Christina Berndt und Kathrin Werner

Dokumentation
:Wer radikalisierte Andrew Tate?

Hinter dem Influencer und mutmaßlichen Zuhälter soll ein „Zauberer“ mit Rauschebart stehen, der von Gedankenkontrolle schwafelt. Eine Doku gibt Einblicke in die Sekte um Andrew Tate.

SZ PlusVon Philipp Bovermann

MeinungKlimaschutz
:Echte Männer richten die Welt zugrunde

Schnelle Autos und viel Fleisch? Das traditionelle Bild von Männlichkeit schadet nicht nur Männern selbst, sondern auch dem Planeten.

SZ PlusKommentar von Christina Berndt

Musikmanager-Roman
:Zwischen Kleinkindern und Rockstars

Der Autor und Musikstudiobetreiber Johann Scheerer verarbeitet die Mühsal der Fürsorgearbeit in einem Roman – und schafft ein mindestens diskussionswürdiges Debattenbuch.

SZ PlusVon Joachim Hentschel

MeinungWechsel nach New York
:Was Annalena Baerbock tut, ist ein Vorgang, der in Firmen täglich vorkommt

Auf die Außenministerin wird vor allem eingehauen, weil sie eine Frau ist. Warum? Einfach nachschlagen unter T wie Testosteron.

SZ PlusKommentar von Michael Kläsgen

Musk, Zuckerberg, Bezos
:Wie seht ihr bitte aus?

Mode ist ihrer Zeit oft voraus, gelegentlich auch unfreiwillig. Über den neuen Testosteronstil im Silicon Valley und die späte Rache der Nerds.

SZ PlusVon Julia Werner

Gentlemen’s Clubs in London
:Bastion für das Y-Chromosom

Die meisten britischen Herrenvereine nehmen inzwischen auch Frauen auf. Doch der Savile Club in London hat beschlossen: Wir bleiben unter uns. Über einen Ort, an dem Männer noch ungestört Männer von gestern sein dürfen.

SZ PlusVon Alexander Menden

Kurswechsel bei Meta
:Wer ist der echte Zuckerberg?

Meta-Chef Mark Zuckerberg vertrat einst liberale Ansichten, dann wollte er von Politik nichts mehr wissen. Jetzt huldigt er plötzlich Donald Trump. Dahinter steckt mehr als Opportunismus.

SZ PlusVon Ann-Kathrin Nezik

Psychologie
:Mitgefühl gilt Frauen zuerst

Wenn Männer Schmerz oder Leid erfahren, lässt das die Leute eher kalt. Woran das liegen könnte.

Von Sebastian Herrmann

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