Leute:Zitronen für die Queen

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Leute: Gelb wie Zitronencreme: Jemma Melvin (links) mit anderen Teilnehmerinnen des königlichen Pudding-Wettbewerbs.

Gelb wie Zitronencreme: Jemma Melvin (links) mit anderen Teilnehmerinnen des königlichen Pudding-Wettbewerbs.

(Foto: Victoria Jones/dpa)

Eine Werbetexterin kredenzt den offiziellen Nachtisch fürs Thronjubiläum, Lech Wałęsa hat bei einer Reifenpanne über Geschichte gesprochen, und SPD-Kandidat Thomas Kutschaty gibt es jetzt als Hörspielfigur.

Jemma Melvin, 31, britische Hobbybäckerin, versüßt der Queen die Party. Die Werbetexterin aus Southport gewann das Finale des "Platinum Pudding"-Wettbewerbs, ihr Zitronen-Amaretto-Trifle ist somit der offizielle königliche Nachtisch im Jahr des Thronjubiläums. Die mehrschichtige Süßspeise besteht laut britischen Medienberichten aus zitronengetränktem Biskuitteig, Orangen-Zitronen-Gelee, Zitronencreme, Amaretti-Keksen, Mandarinenpüree, Schlagsahne, kandierten Zitronenschalen, Schokoladensplittern und zerstoßenen Amaretti-Keksen (von unten nach oben). Inspiriert wurde Melvin vom Dessert der königlichen Hochzeit 1947, als Lemon Posset, eine Art Zitronencreme, gereicht wurde, sowie von ihren beiden Omas. "Dieses spezielle Trifle ist ein Tribut an drei Frauen: meine Großmütter und die Queen selbst", sagte sie der Nachrichtenagentur PA. Ihre eine Oma habe ihr das Backen beigebracht, Trifle sei das Spezialdessert ihrer anderen Großmutter gewesen, und die Queen habe Lemon Posset bei ihrer Hochzeit gehabt. Für den königlichen Nachtischwettbewerb waren 5000 Rezepte eingereicht worden.

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(Foto: Connecticut State Police/AP)

Lech Wałęsa, 78, ehemaliger polnischer Präsident, hat bei einer Reifenpanne über Geschichte gefachsimpelt. Sein Geländewagen war auf dem Highway 84 im US-Bundesstaat Connecticut liegen geblieben, wie die polnische Zeitung Dziennik berichtet. Die herbeigerufenen Polizisten erkannten den Nobelpreisträger sofort an seinem Schnurrbart, auf der Facebook-Seite der örtlichen Polizei hieß es: "Man weiß nie, wen man als State Trooper so alles trifft." Unter den Beamten war auch ein polnischstämmiger Polizist, Lukasz Lipert, 35. Er nutzte die Gelegenheit, um mit dem Politiker aus seinem Geburtsland zu reden. Er sei "mehr als dankbar für die Gelegenheit, einer so einflussreichen Person zu helfen und kurz mit ihm über die Geschichte Polens zu sprechen", hieß es in dem Post. "Es war definitiv eine großartige Gelegenheit, den Mann zu treffen, der in diesen Zeiten eine wichtige Stimme hatte", sagte Lipert einer Lokalzeitung.

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(Foto: SPD NRW/dpa)

Thomas Kutschaty, 53, SPD-Kandidat für das Amt des Ministerpräsidenten von Nordrhein-Westfalen, macht sein eigenes Kinderprogramm. Nach dem Fernsehduell schenkte er seinem Konkurrenten Hendrik Wüst von der CDU eine Hörspielfigur für dessen Tochter. Die SPD hat nach Angaben eines Sprechers 100 solche Figuren produzieren lassen, die wie Kutschaty aussehen, mit Brille und Bart. Darauf befinden sich vier von Kutschaty eingesprochene "unparteiisch kindgerecht" aufgezogene Geschichten zu Themen wie Bildungsgerechtigkeit. Wüsts Tochter ist ein Jahr alt.

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(Foto: David Parry/dpa)

Kelly Osbourne, 37, britische Moderatorin, ist glücklicher als glücklich. Die Tochter von Hardrock-Legende Ozzy Osbourne, die mit dem US-Musiker Sid Wilson, 45, liiert ist, teilte ein Selfie, auf dem sie mit Kussmund Ultraschallbilder in die Kamera hält. Dazu schrieb sie: "Ich weiß, dass es die letzten Monate sehr ruhig um mich war, deshalb dachte ich, ich teile mit euch allen den Grund ... Ich bin überglücklich, bekannt geben zu können, dass ich Mama werde." Zu sagen, dass sie glücklich sei, beschreibe ihren Zustand aber nicht ausreichend, schrieb die Britin weiter: "Ich bin euphorisch!"

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(Foto: Christoph Soeder/dpa)

Timur Bartels, 26, Schauspieler, schwärmt von seinen ukrainischen Gästen. Vor zwei Monaten habe er ein älteres Ehepaar aufgenommen. "Ich habe gelernt, wie wichtig und schön es ist, Familie um sich zu haben, etwa bei einem gemeinsamen Abendessen", sagte Bartels der Deutschen Presse-Agentur. "Manchmal merkt man gar nicht, wie sehr einem solche Vertrautheit fehlt, bis man es wieder erlebt." Allerdings gebe es auch Irritationen. "Sie konnten zum Beispiel gar nicht verstehen, dass ich mir als heterosexueller Mann trotzdem gerne meine Fingernägel lackiere. Auch so Dinge, wie dass ich den Tisch nicht mit abräumen darf, weil das die Frauen machen, waren am Anfang schwierig." Allerdings würden sie über solche Themen sprechen. "Ich musste mich auch auf einiges erst mal einlassen. Im Gegenzug haben sie aber auch akzeptiert, wie ich lebe und bin", erklärte Bartels.

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