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Royals:Tochter von Prinz Harry und Herzogin Meghan geboren

Das zweite Kind des Herzogpaars kam bereits am Freitag zur Welt. Benannt wurde das Mädchen nach Oma und Uroma. Die Geburt wird von dem Streit mit der königlichen Familie überschattet - könnte aber zur Versöhnung beitragen.

Von Kerstin Lottritz

Prinz Harry und Herzogin Meghan sind zum zweiten Mal Eltern geworden. Bereits am Freitag, 4. Juni, kam das Mädchen im Santa Barbara Cottage Hospital in Kalifornien zur Welt. "Mit großer Freude begrüßen Prinz Harry und Meghan, der Herzog und die Herzogin von Sussex, ihre Tochter Lilibet 'Lili' Diana Mountbatten-Windsor auf der Welt", heißt es in einer Mitteilung des Paares auf der Internetseite ihrer Stiftung Archewell. Mutter und Kind hätten sich bereits gut zu Hause eingelebt. Die Tochter des Herzogpaares ist zwar wie ihre Eltern und ihr zweijähriger Bruder Archie Teil der königlichen Familie, sie wird aber keine Prinzessin sein.

Die Geburt von Lili Diana wird von einem Streit mit der Verwandtschaft in London überschattet. Der Name Lili Diana könnte daher auch als ein Versöhnungsangebot des Herzogpaars an die königliche Familie gedeutet werden. Lilibet ist der Spitzname von Königin Elizabeth II. innerhalb der königlichen Familie. Als Zweitnamen hat sich das Paar für Diana entschieden, in Erinnerung an Harrys verstorbene Mutter, der früheren Princess of Wales.

Anfang 2020 gaben Harry und Meghan bekannt, dass sie das Königshaus nicht mehr vertreten werden. Der Bruch mit der britischen Königsfamilie ging als Megxit in die Boulevardpresse ein. Das Paar zog im vergangenen Sommer mit seinem Sohn Archie in die USA. Dort wollen sie unabhängig von der Königsfamilie ein privates Leben führen - was angesichts des Bekanntheitsgrades der beiden lediglich heißt: berühmt sein ohne royale Pflichten.

Schon die Verkündung der Schwangerschaft lief so gar nicht nach der sonst üblichen Art der königlichen Familie. Ein Schwarzweißfoto auf Instagram kündigte am Valentinstag den Nachwuchs des Herzogpaares an. Bei Meghans erster Schwangerschaft vor zweieinhalb Jahren ging es wesentlich nüchterner zu, als per Twitter die Botschaft verbreitet wurde, man sei sehr glücklich zu verkünden, dass die Herzogin im Frühjahr 2019 ein Baby erwarte.

Mit dem ersten Baby Sussex im Bauch begleiteten die Fotografen die Herzogin bei zahlreichen Auftritten im Dienst der Royals. Ihre Schwangerschaftslooks wurden bewundert, über ihre Hände, die stets die Babykugel umschlossen, gelästert. Während der Schwangerschaft mit Baby Sussex Nummer zwei konnte man Meghan dagegen in einem zweistündigen TV-Interview mit Oprah Winfrey beobachten.

Dieser Fernsehauftritt gilt auch als der Höhepunkt im Familienstreit mit der britischen Königsfamilie. Harry und Meghan verrieten damals schon, dass sie ein Mädchen bekommen werden - völlig untypisch für die königliche Familie, vorab das Geschlecht zu verraten.

Vor allem aber warfen sie in dem Interview ihrer Familie in Großbritannien Rassismus vor. Man sei in ihrer ersten Schwangerschaft besorgt gewesen darüber, wie dunkel die Hautfarbe des Babys sein könnte. Meghan sprach davon, wie sie die Zeit dort in einer Art goldenem Käfig erlebt hat und von Suizidgedanken. Nach dem TV-Auftritt zog sich die Herzogin erst mal ins Private zurück. Auch zur Beerdigung von Prinz Philip reiste Meghan aufgrund ihrer fortgeschrittenen Schwangerschaft nicht nach England. Der Ehemann der Königin war am 9. April gestorben. Die Herzogin verbrachte ihre zweite Schwangerschaft weitestgehend fernab der Öffentlichkeit - genau so, wie sich dies das Paar von seinem Umzug nach Kalifornien erhofft hatte.

© SZ
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