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Gesunkene Ölplattform:Sicherheitslücken bei Transocean

Indessen wurde bekannt, dass auf der Deepwater Horizon bereits in der Vergangenheit Sicherheitslücken bekannt wurden. Wegen vier tödlicher Unfälle wurde den Topmanagern der Betreiberfirma Transocean der Bonus gestrichen, wie aus amtlichen Dokumenten hervorgeht, die am 1. April eingereicht wurden. Transocean ist ein Spezialist für Bohrplattformen und hatte die Deepwater Horizon an BP verliehen. Mit dem Wegfall der Boni sollte dem Management ein Anreiz gegeben werden, um für mehr Sicherheit zu sorgen.

Auf BP kommen Kosten in Milliardenhöhe zu, seit am 22. April die von BP geleaste Bohrinsel Deepwater Horizon nach einer Explosion gesunken ist.

US-Präsident Barack Obama warnte vor einer Umweltkatastrophe von noch nie dagewesenem Ausmaß. Inzwischen haben die USA Unterstützung von rund einem Dutzend Ländern und internationalen Organisationen erhalten.

Hilfsangebot auch aus Iran

Die zugesagten Hilfen reichten von der Bereitstellung von Expertenwissen bis zum Angebot, Ausrüstung und Personal an den Ort der Katastrophe zu schicken, sagte Außenamtssprecher Philip Crowley in Washington. So habe etwa Mexiko zugesagt, eng mit Washington zu kooperieren, um gravierende Schäden der Ökosysteme zu vermeiden.

Iran, zu dem wegen des umstrittenen Atomprogramms die diplomatischen Beziehungen eigentlich eingefroren sind, bot den USA demnach an, sein Wissen zu Ölbohrungen zur Verfügung zu stellen.

Die norwegische Ölfirma NOFO bot Washington die Lieferung von Zersetzungsmitteln für den Ölteppich an. Auch Ausrüstung und Personal könne an den Golf von Mexiko geschickt werden, erklärte NOFO-Chef Sjur Knudsen in Oslo. "Wir sind sehr dankbar für diese vielen Hilfsangebote", sagte Crowley vor Journalisten. Die US-Küstenwache und das Heimatschutzministerium prüften die Angebote nun sorgfältig.

Nach dem Bohrinsel-Unglück

Warten auf die Katastrophe