SZ-Kolumne "Bester Dinge":Wau, wau - Cha-Cha-Cha

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(Foto: Swen Pförtner/dpa)

Kein talentierter Tanzpartner in Sicht? Beim Dogdance steigt einem niemand auf die Füße, und Frauenüberschuss ist auch kein Thema.

Von Violetta Simon

Tanzen: feine Sache für alle, die sich gern zu Musik bewegen und über das nötige Rhythmusgefühl verfügen. Leider bringen Tanzende oft nur eine der beiden Voraussetzungen mit. Oder es fehlt gleich eine ganze Person, um den Paartanz zu einem harmonischen Zusammenspiel zu vollenden. Tanzvereinen zufolge herrscht in der Szene ein chronischer Frauenüberschuss, da darf die Dame nicht wählerisch sein. Andererseits bringt es wenig, wenn sie vorliebnimmt mit einem Herrn, der sich nicht mal selbst zu führen imstande ist oder den Cha-Cha-Cha vorwiegend auf ihren Füßen tanzt. Nur mal am Rande: Die Eingabe "Tanzpartner loswerden" landet auf Google mehrere Hunderttausend Treffer.

Dabei gibt es durchaus interessante Alternativen, wenn man ein bisschen flexibel und aufgeschlossen ist. Hunde zum Beispiel: Dem Tierschutzbund Niedersachsen zufolge wird Dogdance in Deutschland immer populärer. Wenn Uta Opel, Tierärztin aus Niedersachsen, mit ihren drei Miniature American Sheperds tanzt, sind die Tiere voll und ganz bei der Sache, wie die Deutsche Presse-Agentur berichtet. Damit Dexter, Takutai und Puku sich nicht so leicht ablenken lassen, trainiert die 62-Jährige mit ihnen auch mal am Straßenrand oder im Baumarkt - die Welt als Tanzparkett.

Für die professionelle Dogdancerin hat sich damit das Quotenthema erledigt: Kein Hund hat eine Ahnung davon, was das sein soll, ein Frauenüberschuss. Auch wer führt, ist klar: Frauchen, wer sonst. Wenn Dexter mal nicht hört, dann nur, weil er schon älter und taub ist. Immerhin steigt einem beim Dogdance niemand auf die Füße, höchstens springt einem mal ein Hund auf den Rücken. Und macht dafür einen beeindruckenden Rückwärtssalto.

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