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Zeugen Jehovas im Dritten Reich:Verfolgt, gefoltert, ermordet

Die Verfolgung der Zeugen Jehovas
in München
1933-1945
Wechselausstellung
27|09|2018-06|01|2019

Die Zeugen Jehovas waren im Hitler-Deutschland verboten, viele von ihnen sind in den Untergrund gegangen.

(Foto: OH)

Der Mechaniker Josef Kaltenbacher wurde im Mai 1936 eingesperrt - weil er ein Zeuge Jehovas war. Über die erste Glaubensgemeinschaft, die im Dritten Reich verboten wurde.

Von Jakob Wetzel

Einschüchtern lassen haben sie sich nicht. Im Mai 1936 war einer der ihren verhaftet worden, der Münchner Mechaniker Josef Kaltenbacher. Er hatte über seine religiöse Überzeugung als Zeuge Jehovas gesprochen und missioniert, obwohl diese Glaubensgemeinschaft verboten war. In seinem Pech hatte er an der Tür eines alten Nazis geklingelt. Und als ihn die Gestapo verhörte, hatte er rundheraus erklärt, er zeige auch den Hitlergruß nicht, "weil ich glaube, dass das Heil nur von Christus kommt". Jetzt, im Juli '36, stand Kaltenbacher vor dem Sondergericht - und er war nicht alleine. 20 Glaubensgenossen waren zu seiner Verhandlung gekommen, darunter seine Frau Rosa. Als der Richter am Ende der Sitzung alle zum Hitlergruß aufforderte, da ging unter den Zeugen Jehovas auf den Bänken kein einziger Arm nach oben.

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